Monats-Archiv: Mai 2010

30. Mai 2010

Müsli-Riegel

Müsliriegel

Steph von Kleiner Kuriositätenladen hat letzte Woche für den Blogevent “Essen für Unterwegs” (dessen Gastgeberin ich bin) leckere Müsliriegel gebacken. Ihr Rezept beinhaltet Cranberries und Haferflocken. Mir stand der Sinn allerdings mehr nach etwas nussigem, genauer gesagt nach der Kombination aus Mandeln und Aprikose.

Also habe ich eine kleine Recherche bei Tastespotting gemacht und nachdem ich etliche Rezepte studiert hatte, hatte ich einen Plan. Ich habe die Details aus den verschieden Quellen zu einem eigenen Rezept vereint: Haferflocken, ein Teil Hafermehl, gehackte Mandeln, Aprikosen sowie etwas Saaten. Dann habe ich den Ratschlag aus einem der Rezepte ausprobiert und etwas Eiweiß zu der Haferflocken hinzugefügt. Das soll die Konsistenz der Riegel verbessern.

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24. Mai 2010

Burger Brezeln – Bread Baking Day #30

Burger BretzelnBread Baking Day im Mai hat das Thema “Breads with a Twist”. Bei verschlungen Broten sind mir zuerst die schwäbischen Flachswickel eingefallen, die bei mir schon seit längeren auf der Nachbackliste stehen. Doch dann haben wir eines Abends im Fernsehen einen Beiträg über Bruger Bretzeln, die nicht etwa wie andere Bretzeln geschlungen werden, nein, diese Bretzeln werden gesponnen, das heißt, die Enden der Bretzel werden etwa 4 mal umeinandergeschlungen. Die Burger Bretzel ist auch ein Bestandteil der Bergischen Kaffeetafel, die ausserdem aus Schwarzbrot, süßen Stuten, Bergischen Waffeln, Milchreis mit Zimt und Zucker, Rübenkraut, Quark, Käse und Schinken besteht. Kaffee gibt es dabei traditonell aus der Dröppelminna.

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22. Mai 2010

Dinnete

Dinnete  Der Ofen war zwar diese Woche ausser Betrieb( inzwischen ist er repariert, doch dazu später), doch dank des kleine Pizaofens Alfrdo brauchten wir wengigstens nicht auf die geplanten Dinnete verzichten. Dinnete sind die schwäbische Variante des Flammkuchens und bestehen aus einem Hefeteigbodens, der mit Schmand sowie Zwiebeln, Kartoffeln, Speck oder Käse belegt wird. Wir haben uns für eine Kombination aus Käse, Zwiebeln und dünnen Kartoffelscheiben entschieden.

Bei meinem Vorschlag, Kartoffelscheiben auf die Dinnete zu legen hat mein Freund zwar erst etwas misstrauisch geguckt, aber der Geschmack hat auch ihn überzeugt. Dieses Rezept wird bestimmt noch öfter gemacht!

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16. Mai 2010

Chilli-Mayonnaise (eifrei)

DSC_2732 Noch zähle ich die Tage, bis der Backofen repariert wird. Zum Glück ist so ein Temperaturwähler nicht so teuer, mit Anfahrt und Einbau kostet die Reperatur ca 80-90 Euro. Das Telefonat mit dem Reperaturservice war jedenfalls lustig. Als ich das Problem beschrieb, meinte der Herr am anderen Ende der Leitung: “Da ist wohl nichts (will heißen die Sicherung des Temperaturwählers)durchgeschmorrt, nur angeschmorrt. Aber reparieren muss man es trotzdem!” Stimmt, deswegen habe ich ihn ja auch angerufen. Bei 150°C bäckt es sich nämlich nicht so gut, vom Plastik-Schmorgeruch mal ganz abgesehen. ;-)

Solange ich nicht backen kann, muss ich mich mit anderen Dingen beschäftigen. Und da ich eine Kästchen mit verschiedenen Chillischoten im Supermarkt erstehen konnte, habe ich erst ein Fotoshooting mit scharfen Hauptdarstellern gemacht, und danach einen nicht ganz so scharfen Hauptdarsteller in den Mixer gesteckt. (Ich bin wirklich fies!)

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13. Mai 2010

Heute bleibt der Ofen aus…

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…denn der Temperaturwähler ist defekt. Als ich ihn heute anschaltete roch es nach geschmorrtem Plastik und bei 180°C hat sich der Ofen komplett ausgeschaltet.

Ich weiß nicht, ob ich vor Wut schreien oder einfach nur heulen soll, denn wie mir die Quittung vom Reparturservice verrät, ist der Wähler vor genau 2 Jahren (13. Mai 2008) ausgetauscht worden. Damals war der Ofen erst 1,5 Jare alt, jetzt ist er 3,5 Jahre und das Bauteil ist schon wieder defekt. Damals ist der Wähler auf Garantie getauscht worden, daher weiß ich noch nicht, was uns die Reperatur kosten wird. Ich muss morgen also erstmal Kostenvoranschläge einholen.

Wenigstens funktioniert der Herd noch, Kochen ist also möglich und der Brotvorrat im Tiefkühlschrank sollte noch bis nächste Woche reichen. Aber gemein ist es trotzdem, da habe ich ein langes Wochenende vor mir und viele neue Ideen, aber keinen Backofen!

9. Mai 2010

Pizzateig mit Sauerteig und Poolish…

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…oder der Pizzateig, der ein Brot sein wollte.

Eigendlich wollte ich nur eine leckere Pizza backen. Doch nach dem Erfolg mit JT’s Landbrot dachte ich mir, dass ich eine neue Pizzateig-Variante mit Sauerteig und Poolish ausprobiere. Und schon nach dem Kneten merkte ich, wie wunderbar dieser Teig war. Eine sehr schön entwickeltes Glutengerüst versprach bereits ein herrlich lockeres Endergebnis. Und als ich den Teig das erste Mal faltete stellte ich zudem fest, wie stark er bereits aufgegangen ist. Der Teig schrie geradezu danach, zu einem Brot verbacken zu werden. Also habe ich meine Pläne etwas über den Haufen geworfen.

Eigendlich wollte ich aus dem übrig gebliebenen Teig kleine Pizzasnacks backen und einfrieren um sie später als  leckeren Mittags-Snack mit auf die Arbeit zu nehmen. Stattdessen habe ich den Teig für 2 Pizzen abgeteilt und aus dem Rest ein Brot geformt und in ein Gärkörbchen gelegt. Und während ich unsere Pizzen formt und buk, konnte ich dem Brot beim gehen förmlich zusehen. Nach einer knappen Stunde habe ich es dann gebacken, auch der Ofentrieb war sehr gut und als ich es schliesslich aus dem Ofen zog, knisterte es verheißungsvoll.

Wie schwierig war es, zu warten bis es abgekühlt war bevor ich eine Scheibe abschneiden durfte. Doch meine Geduld wurde belohnte. Unter der knusprigen Kruste lag eine watteweiche Krume, der Geschmack war voll und aromatisch. Ein tolles Brot!

Und bevor ich zu dem Rezept komme sollte ich dann allerdings auch noch anmerken, dass der Teig auch eine sehr leckere Pizza ergibt.

Pizzateig/Weizenmischbrot mit Sauerteig und Poolish

Poolish

  • 150g Mehl Type 550
  • 150g Wasser
  • 1g frische Hefe

Sauerteig

  • 150g Dinkelmehl Type 1050
  • 150g Wasser
  • 15g Sauerteigstarter

Teig

  • 150g Dinkelmehl
  • 350g Mehl Type 550
  • 200g Wasser
  • 15g Salz
  • 2g Hefe
  • 30g Olivenöl

Am Vorabend den Poolish und den Sauerteig herstellen. Bei ca 25°C für 12 Stunden gehen lassen.

Am nächsten Tag den Poolish mit den restlichen Zutaten für den Teig verkneten, bis die Masse homogen ist (etwa 1 Minute). Dann folgt eine Autolyse-Phase von 45 min.Nach der Autolyse wird der Teig 2 min bei langsamer Geschwindigkeit  und weitere 5 min bei hoher Geschwindigkeit geknetet.

In einer geölten Schüssel zwei Stunden gehen lassen. In diesen zwei Stunden Stunden wird der Teig dreimal gefaltet.

Für das Falten den Teig auf die gemehlte Arbeitsplatte stürzen, zu einem Rechteck ziehen, dann erst von links, dann von rechts zur Mitte einschlagen, dann von oben und unten ebenfalls zur Mitte hin falten. Den Teig zurück in die Schüssel legen und weiter gehen lassen. Dieser Vorgang verbessert die Glutenentwicklung und wird hier in einem schönen Video gezeigt.

Zwei Teigstücke von 250g und ein Teigstück von je 850 g abwiegen.

Für die Pizza: Dünn ausrollen (Durchmesser etwa 30 cm) und mit Belag nach Wahl belegen.

Bei 450°C 4 min backen (oder 10 min bei 250°C)

Für das Brot: Das Teigstück locker zu Rollen von 15 cm formen und erneut 20 min ruhen lassen.

Nun zu einem Brot formen und in einem bemehlten Korb etwa 60 min gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen mit Backstein auf 250°C vorheizen.

Zwei Mal einschneiden und in den Ofen einschießen und unter schwaden ca. 55 min backen, bis die Kruste goldbraun ist.

6. Mai 2010

Dinkel-Baguettes

Dinkelbaguette

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Ketex hat auf seinem Blog ein Rezept für Baguettes mit Bohnenmehl veröffentlicht. Das fand ich intressant, vor allem nachdem ich nach ein wenig Recherche im Internet feststellte, das 2% Bohnenmehl bei französischen Baguettes erlaubt sind. In Bohnenmehl findet sich viel Lecithin. Lecithin sorgt für eine bessere Teigstruktur, besseres Gashaltevermögen, damit auch ein höheres Volumengebäckvolumen und eine röschere Kruste.

Ein ganzes Paket Bohnenmehl für 7 Euro wollte ich wegen ein wenig Ausprobierei aber nicht kaufen. Also habe ich Azukibohnen genommen und sie in meine Getreidemühle geworfen. Meine Mühle hat ein Stahlmahlwerk und ist laut Anleitung sogar zum Schroten von Mais geeignet. Und wer Mais klein bekommt, der wird mit ein paar Bohnen wohl auch fertig werden, dachte ich mir. Vorsichtshalber habe ich die Mühle erstmal auf Schroten gestellt, doch das war gar nicht nötig. Ich bekam ein schönes feines Bohnenmehl. Bei einem Steinmahlwerk wäre ich jedoch vorsichtig, da dies Art von Mahlwerken etwas empfindlicher ist.

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2. Mai 2010

Ravioli mit Bärlauch-Brot-Füllung

Bärlauchravioli Bärlauch ist immer noch “in”. Deswegen rümpft manch einer die Nase, wenn man gesteht, dass man Bärlauch mag. Zum Glück muss ich weder einem Trend hinterherlaufen, noch muss ich etwas ablehnen, nur weil es gerade in ist. Ich esse einfach, was mir schmeckt. ;-)

Und Bärlauch schmeckt mir sogar sehr. Als ich  in unserer Grünen Tüte letzte Woche Bärlauch vorfand, begann ich sofort zu planen, was man alles damit anstellen könnte.

Gefüllte Nudeln hatten wir schon länger nicht mehr, und es war Wochenende, also hatten wir auch genügend Zeit für ein etwas aufwendigeres Essen. Leider waren nur noch zwei Eier im Kühlschrank, genug für den Teig, aber die Füllung musste ohne Ei auskommen. Bei Mestolo hatte ich mir  schon vor längerer Zeit ein Rezept für Nudeln mit einer Brotfüllung abgespeichert (und immer noch nicht nachgekocht).

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