4. März 2016

Macaron Orange

Macaron (1)

An dieser Sache hier trägt Eva die Schuld. Immerhin schwärmte sie so ausführlich von Pierre Hermès neuestem Machwerk, dass sogar ich, die bisher keine große Veranlassung verspürte, Macarons zu backen, schwach wurde. Die Kölner Stadtbibliothek war dann auch noch so nett, und hat mir meinen Anschaffungswunsch flugs erfüllt. Und mit dem Berliner-Backen hatte ich dann genug Eiweiß im Haus, um eine erste Runde zu wagen.

Da beim Supermarkt meines Vertrauens blanchierte, gemahlene Mandeln gerade aus waren, habe ich stattdessen Mandelblättchen gekauft und diese im Mixer zu Mandelmehl vermahlen. Das geht erstaunlich gut. Auch sonst fand ich das Rezept gar nicht so schwierig, Evas Einschätzung, dass mit dem Rezept jeder Macarons herstellen kann, kann ich mich nur anschließen. Ich habe sogar direkt Macarons mit “Füßchen” gebacken, und das bei meinem ersten Versuch! Ähnlich wie Eva musste ich allerdings auch die Umlufttemperatur senken.

Bei der Füllung der Macarons bin ich ein wenig von Hermés Rezept abgewichen und habe Bitterorangensaft, der sich noch in den Tiefen des Gefrierschranks fand, anstelle von Zitronensaft verwendet. Das war ein Spiel mit geringem Risiko, da ich bereits wusste, wie köstlich Bitterorangencurd ist. Auch hier überzeugt die leichte Bitternote der säuerlichen Curd in Verbindung mit den süßen, innen zartschmelzenden, aussen knusprigen Macarons.  Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal schreiben werde, aber ich glaube, Macarons wird es bei uns noch öfter geben!


Macaron Orange

ergibt ca. 16 Macarons

Macarons

  • 150g fein gemahlene Mandeln
  • 150g Puderzucker
  • etwas gelbe Lebensmittelfarbe (Paste)
  • 55g Eiweiß (1)
  • 150g Zucker
  • 35g Wasser
  • 55g Eiweiß (2)

Bitterorangencurd

  • 80g Bitterorangen-Saft
  • 90g Zucker
  • 100g Ei
  • 150g Butter
  • abgeriebene Schale von 1/4 Bitterorange

 

Für die Macaron-Schalen werden die Mandeln mit dem Puderzucker im Mixer fein gemahlen und durchgesiebt. Eiweiß (1) und die Lebensmittelfarbe dazugeben. Nicht umrühren!

Nun den Zucker und das Wasser zu 118°C erhitzen, währendessen das Eiweiß (2) steifschlagen. Den Zuckersirup langsam unter Rühren in das steifgeschlagene Eiweiß rühren und das Eiweiß weiterschlagen, bis es auf ca. 50°C abgekühlt ist. Das steifgeschlagene Eiweiß auf die Mandel geben und unterheben, bis eine homogene Masse entstanden ist, die wie ein Band vom Löffel fließt. In einen Spritzbeutel mit 12er Tülle füllen.

Etwa 3,5 cm breite Macarons auf das Blech spritzen und sie 30 min trocknen lassen. Die Oberfläche sollte sich nach dieser Zeit trocken anfühlen. Den Ofen auf 170°C aufheizen.

In der Zwischenzeit für die Bitterorangen-Curd den Bitterorangen-Saft, Zucker und Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Das  Ei verquirlen und durch ein Sieb in den den Saft geben. Unter stetigen Rühren (das funktioert mit einem Pürierstab besonders gut) erhitzen, bis die Masse beginnt, abzubinden.  Sofort in Gläser abfüllen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Bei 170°C etwa 12 min bei Umluft backen. Nach 8 und 10 min die Ofentüre öffnen, um den Dampf entweichen zu lassen.

Nach dem Backen auf dem Blech abkühlen lassen.

Die abgekühlten Macarons mit der Creme füllen und für 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, bevor sie serviert werden.

Tipp: Wer keinen Bitterorangensaft im Tiefkühler hat, kann natürlich auch zum Orginal zurückkehren und Zitronensaft verwenden

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4 Gedanken zu Macaron Orange

    1. Stefanie 4. März 2016

      @Mama: Diese hier sind schon längst verputzt. Aber nächsten Freitag wollen Divy und ich uns zum Macaron-Backen treffen, da Divy das Rezept ausprobieren möchte. Sie wären am Samstag oder Sonntag perfekt 🙂

      Antworten
  1. Eva 4. März 2016

    Willkommen im Club! 😉 Freut mich sehr, dass ich dich anstecken konnte.
    Schönes Wochenende + liebe Grüße,
    Eva

    Antworten

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