Tag-Archiv: Kakao

11. Dezember 2014

Schokoladen-Kardamom-Sablés

Schokoladen-Kardamom-Sables

Diesen Monat ist wieder ein Rezept von mir in der Mitarbeiterzeitung der Universität zu Köln erschienen. Passend zur Weihnachtszeit sind es dieses Mal Schokoladen-Kardamom-Sablés.

Sable ist französisch und bedeutet “Sand”. Und genauso zart und mürbe sind diese Kekse nach französischem Vorbild. Mit Kakao, Zimt und Kardamom sind die Kekse feinaromatisch. Das besondere Etwas gibt ihnen dabei die zarten Salzkristalle des Fleur de Sels, das einen schönen Kontrast zum süßem Keks bilden.

Bei der Teigherstellung sollte man allerdings zwei Dinge beachten: Zum einen müssen sowohl Butter als auch Eiweiß Raumtemperatur haben , damit der Teig die richtige Konsistenz zum Spritzen erhält, zum anderen darf das Mehl nur untergehoben aber nicht lange gerührt werden, da die Kekse sonst zäh werden.

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25. Juli 2013

Kalter Hund

Kalter Hund

Geburtstagskuchenwünsche sind eine ernste Sachen. Und wenn das Geburtstagskind bereits Monate im Voraus von seinemLieblingskuchen schwärmt, den es in der Kindheit jedes Jahr zum Geburtstag gab, dann ist wohl klar, was ich backe. Obwohl “Backen” bei einem kalten Hund ja eigendlich das falsche Wort ist. Die ebenfalls gebräuchlichen Namen “Kühlschrankkuchen” oder “Kellerkuchen” sagen nämlich schon alles: Dieser Kuchen wird nicht gebacken, sondern nur gekühlt.

Ich habe die Kakao-Kokosfett-Masse mit ein wenig echter Schokolade veredelt und die allgemeine Zuckermenge etwas reduziert. Beim Schichten haben wir dann darauf geachtet, immer abwechselend eine halben und einen ganzen Keks nebeneinander zusetzen, so, wie man eine Mauer baut. Das sieht hübsch aus und gibt Stabilität.

Ein leckerer “Riesen-Schokokeks”, perfekt für heiße Sommertage.

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9. November 2012

Kardamom-Haselnuss-Zopf

Haselnusszopf

Da habe ich in der Alltags-Hektik doch tatsächlich den 4. Bloggeburtstag von “Hefe und mehr” verschlafen! Wie konnte das nur passieren?

Und dabei hatte ich so einen leckeren Blog-Geburtstagszopf gebacken. Einen Festtags-Zopf, der durch Haselnuss-Mus und Kardamom ein besonders köstliches Aroma entwickelt.

Die Idee, geriebene Haselnüsse in einen Brotteig zu geben, geisterte schon länger durch meinen Kopf. Und da ich selbstgemachtes Nussmus sehr gerne esse, kam mir irgendwann der Gedanke, dass dieses Mus einem Brot bestimmt eine besondere Würze geben würde, unterstrichen von einer kleinen Menge dunklen Kakaos. Als Grundlage für den Teig habe ich mein Zopfrezept verwendet.  Ganz spontan habe ich mich dann noch für etwas Kardamom als Gewürz entschieden, eine wirklich gute Entscheidung, denn der Kardamom rundet das Aroma ganz fein ab.

Um einen Zopf mit einer langfasrigen Krume zu erhalten, muss der Teig bis zur vollständigen Glutenentwicklung geknetet werden. Um die Glutenentwicklung nicht zu stören, wird der Zucker, genau wie das Nussmus und die Butter ganz am Ende zum Teig hinzugefügt.

Der Zopf hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Aromatisch, locker, würzig – genau das richtige für einen Bloggeburtstag.

Und damit ich den nicht wieder vergesse, gibt es jetzt eine Erinnerung in meinem Kalender Smiley.

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18. Dezember 2011

Orangen-Trinkschokolade

Orangentrinkschokolade Selbstgemachte Trinkschokolade ist ein schönes, einfach herzustellendes Weihnachts-Mitbringsel. In dem Koch- und Bastebuch “Süße Geschenke aus der Küche: Leckereien backen und verpacken” gab es, neben tollen Verpackungsideen, ein Rezept für mit Zimt und Kardamon gewürzte Trinkschokolade. Nachdem ich sie ausprobiert und für lecker befunden hatte, fing ich an, mit dem Rezept zu experimentieren.

Orangen-Trinkschokolade stand bei meinen Kollegen eine Zeit lang hoch im Kurs, doch das Orangen-Kakaopulver von Quai Sud ist wirklich teuer und schwer zu beschaffen. Und so habe ich ein wenig probiert, wie man die Trinkschokolade mit Orangengeschmack aromatisieren könnte. Gewonnen hat letzendlich die Variant mit getrockneten Orangenzesten, die im Mixer mit Zucker zu feinen Staub zermahlen werden. Für ein schönes Orangenaroma braucht man schon eine Menge Orangenzesten, doch die fallen bei mir in der Winterzeit eh viel an, da ich es nicht übers Herz bringe, die Schalen von Bio-Orangen oder Zitronen wegzuschmeißen.

Mir schmeckt die Trinkschokolade schonmal sehr gut – ich hoffe, dass die, für die sie bestimmt ist, sich auch freuen werden.

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8. Dezember 2011

Gewürzkuchen vom Blech

101_9085Am Donnerstag war es wieder einmal soweit, eine Disputation stand in unserer Arbeitsgruppe bevor. Den traditionellen Doktorhut hatten wir schon Montags gebastelt und den Doktorwagen Mittwochabend vorbereitet. Mittwochnacht habe ich dann noch den Doktorkuchen gebacken. Meist backen wir einen einfachen Schokoladenkuchen für diesen, doch irgendwie fühlte ich mich in diesem Moment sehr weihnachtlich und so habe ich mein Schokoladenkuchen-Rezept modifiziert: Weiterlesen

6. Oktober 2011

Haselnuss-Kakao-Schnecken

Haselnuss-Kakao-Schnecken (2)

Es ist schon anderhalb Jahre her, da gab es eine wahre Kakao-Schnecken-Flut in deutschen Food-Blogs. Anikó hatte das Rezepte verblogt, und alle haben es nachgebacken. Ich natürlich auch!

An diese Kakao-Schnecken musste ich denken, als ich bei The Patterned Plate das Rezept für Chocolate Hazelnut Rolls entdeckte. Ähnlich wie die Kakao-Schnecken wurden auch diese mit Kakao gefüllt. Doch zusätzlich kamen ausserdem geriebene Haselnüsse in die Füllung. Die Beschreibung des Geschmacks als nutella-gleich ließ mir das Wasser im Mund zusammen laufen.

Der Hefeteig, den ich als Grundlage gewählt habe, ist ein anderer als der für die Kakao-Schnecken. Er ist sehr weich, und braucht bei der Verarbeitung ein wenig Erfahrung. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Schnecken gehen wattig-weich auf. Bei mir über Nacht im Kühlschrank, dass gibt ein besonders gutes Aroma.

Wie die Kakaoschnecken habe ich die Haselnuss-Kako-Schnecken nach einem Drittel der Backzeit im kochender Milch begossen, damit sie besonders saftig werden. Zur Füllung habe ich noch etwas Kardamon und Zimt hinzufgefügt, nur ein kleines bisschen, damit es den Geschmack nicht dominiert.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Die Krume der Schnecken ist sehr zart und weich, die Füllung schmeckt nach Zartbitterschokolade, Nugat und einen Hauch von Zimt und Kardamon.

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12. Dezember 2010

Thüringer Spitzbuben

Thüringer Spitzbuben

In der diesjährigen Weihnachtsbäckerei habe ich neben altbewährtem zwar schon ein paar neue Rezepte probiert, doch so richtig überzeugt war ich bisher von keinem Rezept. Bis jetzt, denn dieses Wochenende habe ich Thüringer Spitzbuben gebacken. Der Name Spitzbube hat mich zu Beginn etwas irritiert, kenne ich die Bezeichnung Spitzbube bei Keksen bisher nur für die Marmeladen gefüllten Mürbeteig- Plätzchen, die ich Linzer Ring oder Linzer Auge nenne.

Die Thüringer Spitzbuben hingegen bestehen aus einer mit Kakao und Zimt gewürzten Teigkugel, in die eine geschälte Mandel gedrückt wird. Die Mandel wird danach mit etwas Eigelb bestrichen.

Ein ganz anderer Spitzbub also, der thüringische. Aber nicht weniger lecker als sein alpiner Namensverwandter. Die Kombination aus Kakao, Zimt und Mandeln schmeckt mir sehr gut, das Rezept also eine gute Chance, in mein Standard-Repertoire aufgenommen zu werden.

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8. Juli 2010

Schokoladenwirbel-Brot

Schokowirbel Brot Bei Happy Home Baker, von deren Homepage auch das berühmte Hokkaido-Milchbrot stammt, habe ich ein ganz zauberhaftes Brot im Zebra -  Design entdeckt. 

Gebacken habe ich es schon vor zwei Wochen, bin bisher aber nicht zum verblogen gekommen.

Es ist, genau wie das Hokkaido-Milchbrot wunderbar weich mit langen Fasern. Um eine besonders wattig-weiche Struktur zu erzeugen, habe ich es mit Water roux gebacken. Water roux ist eine Art Brühstück, das aus der asiatischen Backtradition kommt. Dafür wird 1 Teil Mehl mit 5 Teilen Wasser vermengt und unter ständigen Rühren auf 65°C erwärmt. Dadurch quillte die Stärke auf (Verkleisterung) und bindet mehr Wasser, was das Gebäck weicher und länger haltbar macht.

Ein sehr leckeres Brot mit einer leichten Schokoladennote. Eigendlich braucht man zum genießen gar keine Marmelade mehr, aber mit säuerlichen Johannisbeer-Gelee schmeckt es auch sehr gut.

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12. März 2010

Kakaoschnecken – Kakaós csigák

Kakaoschnecken (4)This post is written in german as well as in english. To read this post in english, please scroll down to the tab-bar and click on the tab “English”.

Sie machen gerade wie wild ihre Runde durch die Food-Blogs: Anikós Kakaoschnecken. Da ich im Moment in der Arbeit sehr eingespannt bin, kommt das Backen leider etwas kurz. Letztes Wochenende habe ich es aber geschafft,sie irgendwie in meinen vollen Zeitplan zu quetschen. Und ich muss sagen, diese Schnecken sind fantastisch. Vor allem, wenn man den Sonntag damit verbracht hat, erst das Auto bei -10°C von Eis zu befreien um dann den Großteil des Tages im Labor zu arbeiten. Gibt es da etwas Besseres, als dann nach Hause zu kommen und diese luftigen, zartbitter-schokoladigen Teilchen zum Kaffee zu essen? Ich glaube nicht.

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