Tag-Archive for ◊ Mandeln ◊

31 Mär 2013 Aachener Poschweck

Poschweck

Bei Petra gab es unlängst Poschweck. Poschweck ist ein süßes Hefebrot, welches in der Osterzeit im Raum Aachen gebacken wird. Es gibt dieses Brot laut Wikipedia bereits seit dem späten Mittelalter. Er wird zum erstenmal 1547 in der Aachener Bäckerverordnung erwähnt. Der Poschweck wurde zuerst als Geschenk an Stammkunden überreicht, doch bereits 1760 versuchten die Bäcker zum ersten Mal, mit diesem Brauch zu brechen. Daraufhin wurden sie vom Magistrat gezwungen, die Wecken weiter zubacken. Bei einem erneuten Versuch der Bäcker im Jahre 1846 kam es sogar zu gewaltätigen Ausschreitungen in Aachen, der sogenannten “Poschweck-Revolution”. Erst im Jahre 1946 konnten sich die Bäcker mit ihrer Foderung durchsetzen, die Poschwecken zu verkaufen. Wahrlich ein Brot mit Geschichte!

Ich habe Petras Rezept als Ausgangsbasis für meine eigene Kreation genutzt. Mit weniger Hefe aber dafür mit einem Vorteig entwickelen die Poschwecken ein gutes Aroma. Ein wenig Orangenschale und Vanille im Teig sorgt zusätzlich für einen feinen Geschmack. Die Zuckerstücke, die zusammen mit Mandeln und Rosinen in den Teig geknetet werden,schmelzen beim Backen und hinterlassen große, klebrig-süße Löcher im Teig, wie man auch auf dem zweiten Bild weiter unten gut sehen kann. Eine ganz besondere Köstlichkeit für Süßschnäbel!

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23 Mär 2013 Mohn-Gugelhupf
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Mohngugelhupf

Meine Freundin und Lieblingskollegin mag keinen Mohn. Sagt sie zumindest. Nachdem sie mir aus der Mittagspause aber erst ein Stückchen Mohnkuchen zum Probieren mitgebrachte hatte (er schmeckte so lecker, meinte sie), und mir dann von einem köstlichen Mohnschnecken-Rezept erzählte, dass sie nur leider gerade nicht wiederfinden konnte, habe ich beschlossen, für ihren Geburtstagskuchen ein Risiko einzugehen.

In der Januar/Februar-Ausgabe der Landlust stand ein Rezept für einen Mohn-Gugelhupf, von dem ich mir ziemlich sicher war, dass sie es mögen würde. Der Teig besteht aus ziemlich viel Ei und Butter, gemahlenen Mohn, Nüssen und fast keinem Mehl. Gewürzt wird er mit Zitronenabrieb, Vanille und einem Hauch von Zimt. Der Zitronensaft, der zusätzlich in den Teig kommt, gibt dem Kuchen eine wunderbare frische Note. Der Kuchen ist locker und ungemein saftig, genau die Art von Rührkuchen, die ich mag. Er ist so gut, dass ich ihn jetzt schon zwei Mal gebacken habe. Nur leider hat der Kuchen die Tendenz, in der Form kleben zu bleiben, selbst in der antifhaftbeschichteten Form. Von daher sollte man die Form nicht nur gut fetten, sondern auch ausbröseln, damit sich der Kuchen gut löst.

Und was meinte meine Freundin? Dass sie Mohn vielleicht doch mag :-) .

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21 Dez 2012 Pepparkakaor

Peppakakor

Sind noch alle da? Oder ist irgendwo die Welt doch untergegangen?

Hier hat sich der “Weltuntergangs-Wetterbericht” als eindeutig falsch erwiesen: 4°C bei Nebel anstelle von 999°C und Feuerregen Zwinkerndes Smiley. Naja, dann hat sich das Weihnachtsgeschenke kaufen doch gelohnt.

Bei dem usseligen Wetter ist es schön, wenn man sich mit einem Tee, einigen Keksen und einer warmen Wolldecke auf die Couch kuscheln kann. Auf meinem Plätzchenteller findet sich neben den leckeren Haselnuss-Stangen und Piment-Hütchen und den anderen, üblichen Verdächtigen dieses Jahr auch schwedisches Pepparkakor. Dieses leckeres Rezept habe ich bei My Italian Smörgåsbord entdeckt und sofort nach gebacken habe – mit kleinen Änderungen entsprechend der Vorratslage. Ich finde sie lecker, nur den Kokos würde ich das nächste Mal gegen Haselnüsse tauschen, dann sind sie für mich perfekt!

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19 Dez 2012 Schokoladen-Gewürzmandeln

Schoko-Gewürzmandeln

Je näher der heilige Abend kommt, desto mehr genieße ich den Duft von Zimt, Vanille, Nelken und all den anderen Gewürzen, der jetzt in der Luft hängt. Als ich bei Brödpassion ein Rezept für Vollmilchschokoladen-Mandeln sah, wusste ich, die muss ich probieren. Aber – und auch dass war mir klar – wenn ich Schokoladen-Mandeln mache, dann müssen sie gewürzt sein. Mit Zimt und Kardamon, Vanille und Nelke – wie die köstlichen Schokoladenmandeln, die man in der Weihnachtszeit von den verschieden Schokoladenherstellern kaufen kann.

Die Herstellung ist dabei ganz einfach, man muss nur ein bisschen Zeit für das Schokolieren der Mandeln einplanen, da die Schokolade nur in ganz kleinen Portionen zu den Mandeln gegeben wird. Und dann heißt es rühren, rühren, rühren, bis die Schokolade an Mandeln umhüllt hat, und wieder fest geworden ist. Dann kommt die nächste Portion hinzu. Wie beim Kerzen ziehen legt sich dann eine Schichte um die andere, bis die Mandel von einer dicken Schokoladenhülle umgeben ist.

Wenn sie fertig sind, muss man nur noch einen sicheren Platz für die Aufbewahrung suchen – denn diese Mandeln haben die Tendenz, kleinen und großen Weihnachtsmäusen zum Opfer zu fallen.

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28 Okt 2012 Ammerländer Apfelkuchen
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Ammerländer-Apfelkuchen

Diese Zeitumstellung bringt mich jedes Jahr aus dem Tritt.  Seit kurz vor fünf bin ich wach (ich war noch nie ein Langschläfer) und habe die Zeit erstmal dafür genutzt, den Mürbeteig für Apfelkuchen Elfriede zu kneten, um die letzten Äpfel aus dem Garten meiner Eltern zu verwerten.

Herbstzeit ist Apfelzeit, und so gab es auch letztes Wochenende bei uns Apfelkuchen. Bei Petra hatte ich den Ammerländer Apfelkuchen mit Pudding-Pfützen entdeckt. Der Liebste legte erstmal ein Veto gegen den Namen ein, denn er fand, das Puddingpfützen unappetitlich klangen.  Also habe ich “nur” Ammerländer Apfelkuchen gebacken.

Ansonsten habe ich Petras Rezept in weiten Teil als Anregung verstanden und den Teig einen Poolish und einen Milk Roux hinzugefügt. Ausserdem ist das Eiweiß, dass ich vom Pudding “ohne Tüte” übrig behalten habe, im Teig gelandet.

Der Apfelkuchen ist wirklich ein Traum, und bleibt dank der Füllung und des Puddings sehr lange frisch und saftig. Ein wenig erinnert er mich an den Rheinischen Riemchenkuchen, nur ist er dank Pudding und Zucker-Mandel-Kruste etwas reichhaltiger.

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02 Okt 2012 Apfel-Zimt-Schnecken
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Apfel-Zimt-Schnecken

Morgens hängen Nebelschwaden in unserem Tal, die Temperaturen sind emfindlich gefallen und Wind und Regen lassen auch keinen Zweifel: Es ist Herbst. Und so möchten auch die ersten Falläpfel aus dem Garten meiner Eltern verarbeitet werden.

Doch was soll es geben?Eine kurze Suche im Blogarchive brachte Rezepte wie Apfelstrudel, Apfelkuchen oder Apfelküchle zu Tage. Alles leckere Rezepte, doch nichts konnte so richtig meinen Enthusiasmus wecken.

Auf Hefeschnecken hatte ich Appetit, und so war schnell ein Hefeteig angesetzt. Die Füllung dieser Schnecken besteht aus einer Creme aus Mandeln und Keksbröseln (Resteverwertung), die mit etwas Zimt, Piment und Kardamom gewürzt wird und aus feingewürfelten Apfelstücken.  Diese Mischung macht die Schnecken wunderbar saftig. Die Aromen von Mandel, Zimt und Apfel bilden eine harmonische Einheit. Lauwarm genossen sind sie perfekt, egal ob an regnerischen

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23 Sep 2012 Marzipan-Zopf
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Marzipanzopf

Den Nusszopf hat als Kuchen für die Kollegen Tradition. Es gibt keinen Geburtstag, an dem ich ihn nicht mitbringe. Aber manchmal brauche ich noch ein wenig Abwechslung, und so habe ich neben dem Nusszopf auch noch einen Marzipan-Zopf gebacken.

Ich habe mich dabei für die Zugabe von mildem Sauerteig entschieden, wer keinen Sauerteig in süßem Gebäck mag oder lieber ihn mit einem anderen Vorteig arbeitet, kann auch die 1,5 fache Menge des Teiges aus dem Nusszopf-Rezept verwenden.

Bei den Marzipan-Liebhabern unter meinen Kollegen kam der Zopf sehr gut an. Er ist saftig und aromatisch, die Füllung schmeckt nach Marzipan, ohne dass das Marzipan zu dominant wird.

Durch den Sauerteig schmeckt der Zopf auch nach 2 Tagen frisch – perfekt, wenn  kleine Reste übrig bleiben.

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05 Jul 2012 Aprikosen-Mandel-Tarte
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Aprikosen-Mandel-Tarte Schon im letzten Jahr hatte ich eigendlich diese Idee einer Aprikosen-Mandel-Tarte umsetzen wollen, doch irgendwie hat es nicht geklappt. Als ich im diesen Jahr die ersten aromatischen, allerdings etwas säuerlichen Aprikosen im Bioladen probierte, wußte ich, dass sie perfekt für diese Tart wären.

Und so habe ich nicht lange gezögert und habe direkt am Wochenende kleine Tartes gebacken. Seit ich die hübschen kleinen Tartformen habe, benutze ich meine große fast gar nicht mehr. Mit einem Durchmesser von 12 cm passt in jede dieser vier Formen ziemlich genau 1/4 eines normalen Rezepts.

Für die Tarte habe ich eine Frangipane, einer Pudding-Mandelcreme, hergestellt. Ich habe mich dabei grob an dem Rezept aus “Advance Bread and Pastry” von Michael Suas orientert, die aus der Mischung einer Vanillecreme und einer Mandelcreme besteht. Meine Creme enthält allerdings deutlich weniger Zucker und dafür etwas mehr Mandeln und Ei.

Die Mischung aus süßer Mandelcreme und säuerlichen Aprikosen ist perfekt. Ein neuer Lieblinskuchen für mich!

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05 Feb 2012 Mandel-Honig-Hörnchen
 |  Kategorie: Brötchen, Kuchen und Gebäck  | Tags: , , ,  | 8 Kommentare

MandelHonig-Hörnchen Da ich im Moment oft recht lange im Labor bleibe, um die fehlenden Experimente abzuschließen, falle ich am späten Nachmittag/frühen Abend in ein kleines Hungerloch. Ich bin dann müde und hungrig und meine Motivation und Konzentration leidet spürbar. Um dem diese Woche vorzubeugen, habe ich kleine Vollkornhörnchen mit einer Mandel-Honig-Füllung gebacken. Die ursprüngliche Idee stammt aus “Das große GU Vollwert-Kochbuch” allerdings habe ich in den vergangen Jahren das Rezept zur Unkenntlichkeit verändert. Der Hörnchenteig ist mit Sauerteig und nur ganz wenig Hefe gemacht, es gibt kein Vollsojamehl, dafür mehr Flüssigkeit im Teig und die Füllung enthält weniger Butter, deutlich weniger Ei und auch weniger Zimt, dafür habe ich Kakao hinzugefügt.

So finde ich sie sehr lecker. Das nächste Hungerloch kann ruhig kommen!

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01 Jan 2012 Neujahrsbretzel mit Sauerteig
 |  Kategorie: Besondere Gelegenheiten, Brot  | Tags: , ,  | 6 Kommentare

Neujahrsbretzel Und schon sind wir im neuen Jahr. Hoffentlich hattet ihr alle ein genauso schönes Sylvester wie wir! Meine diesjährige Neujahrsbretzel haben wir heute zu unserem späten Frühstück bereits angeschnitten, daher gibt es auch kein Foto der Bretzel als Ganzes.

Ich habe sie dieses Jahr mit einem milden, da warm geführten Sauerteig gemacht und deutlich weniger süß gehalten. Der Water Roux sorgt für eine saftige Krume und durch das lange Kneten und den hohen Wasseranteil wird sie wunderbar luftig. Der Teig ist sehr weich gehalten, für das Handling braucht man schon etwas Erfahrung mit weichen Teigen. Für Anfänger würde ich daher empfehlen, 50-60g weniger Wasser in den Teig zu geben.

Im Teig findet sich Eiweiß, dass ich noch von der Weihnachtsbäckerei eingefroren hatte. Dadurch bleibt die Krume sehr weiß, was ich für eine Neujahrsbretzel irgendwie passend finde, denn auch das junge Jahr ist noch ganz weiß und frisch.

Durch den Sauerteig bekommt die Bretzel ein vielschichtiges, schwach säuerliches Aroma wie von Joghurt und da sie nicht so süß ist, passt sie zu süßer Marmelade genauso gut wie zu salzigen Käse.

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