Tag-Archiv: Nüsse

13. März 2013

Goldknödel

Goldknödel

Manchmal ist es seltsam, wie Lieblingskuchen es schaffen, jahrelang nicht verbloggt zu werden. Dabei wird er immer wieder gebacken, auch wenn er manchmal von neuen Rezepten kurzfristig verdrängt wird. Als ich meine Eltern fragte, auf welchen Sonntagskuchen sie Appetit hätten, meinte mein Vater: “Auf einen einfachen!” Und meine Mutter meinte: “Goldknödel hatten wir lange nicht mehr!”

Der Goldknödel ist ein Gugelhupf, und das beste Beispiel, dass einfach nicht gleichbedeutend mit langweilig ist. Er besteht aus einem schlichten Hefeteig, aus dem kleine Buchteln geformt werden. Diese werden in geschmolzener Butter gewendet und dann in einer Nuss-Zucker-Mischung gewälzt. Schließlich werden sie in die Gugelhupfform gelegt. Nach dem Backen können die Buchteln dann aus dem Kranz herausgebrochen werden. Es ist immer eine Freude, das verblüffte Gesicht von Kaffeegästen zu sehen, wenn man vor ihren Augen einen Knödel aus dem Gugelhupf pflügt.

Das Rezept ist ein Familienrezept, das, wie auch das Greta-Garbor-Schnitten-Rezept, seinen Ursprung in Siebenbürgen hat. Ich habe es zu meiner Überraschung aber auch in einer etwas abgeänderten Form in “Das Kaffeehaus” entdecken können, beschrieben als ungarisches Gebäck. Auch etliche anderen Rezepte in diesem Backbuch kenne ich aus den handgeschriebenen Küchenkladden meiner Familie. Da sieht man wieder den Einfluss, den die ungarische Küche auf die siebenbürgischen Rezepte hatte.

Unser Familienrezept habe ich nur kaum verändert. Der Teig enthält allerdings weniger Hefe als das Orginal. Der Kuchen ist locker-leicht und fluffig, mit einer dezenten Süße und dem Aroma von Karamell und Nüssen. Ein Lieblingskuchen!

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9. November 2012

Kardamom-Haselnuss-Zopf

Haselnusszopf

Da habe ich in der Alltags-Hektik doch tatsächlich den 4. Bloggeburtstag von “Hefe und mehr” verschlafen! Wie konnte das nur passieren?

Und dabei hatte ich so einen leckeren Blog-Geburtstagszopf gebacken. Einen Festtags-Zopf, der durch Haselnuss-Mus und Kardamom ein besonders köstliches Aroma entwickelt.

Die Idee, geriebene Haselnüsse in einen Brotteig zu geben, geisterte schon länger durch meinen Kopf. Und da ich selbstgemachtes Nussmus sehr gerne esse, kam mir irgendwann der Gedanke, dass dieses Mus einem Brot bestimmt eine besondere Würze geben würde, unterstrichen von einer kleinen Menge dunklen Kakaos. Als Grundlage für den Teig habe ich mein Zopfrezept verwendet.  Ganz spontan habe ich mich dann noch für etwas Kardamom als Gewürz entschieden, eine wirklich gute Entscheidung, denn der Kardamom rundet das Aroma ganz fein ab.

Um einen Zopf mit einer langfasrigen Krume zu erhalten, muss der Teig bis zur vollständigen Glutenentwicklung geknetet werden. Um die Glutenentwicklung nicht zu stören, wird der Zucker, genau wie das Nussmus und die Butter ganz am Ende zum Teig hinzugefügt.

Der Zopf hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Aromatisch, locker, würzig – genau das richtige für einen Bloggeburtstag.

Und damit ich den nicht wieder vergesse, gibt es jetzt eine Erinnerung in meinem Kalender Smiley.

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11. Dezember 2011

Pflaumen-Päckchen

Pflaumenpäckchen Es ist bereits der dritte Advent, und ich habe noch gar kein Weihnachts-Plätzchen-Rezept gepostet! Das muss sich schleunigst ändern.

Bisher bin ich aber auch auf vertrauten Pfaden gewandelt, und habe meine üblichen Kekse gebacken: Vanillekipferl, Liebesgrübchen, Schwarz-Weiße Baiserküsschen und Linzer Ringe. Doch in der Dezember-Ausgabe der Schrot und Korn lockten mich die eleganten Pflaumen-Päckchen. Die Studie des Rezepts verriet, dass sie viel einfacher gemacht wrden als gedacht. Auf Mürbeteigsterne wird ein wenig der Füllung aus Pflaumenmus und Nüssen gesetzt und die Spitzen der Sterne über die Füllung geklappt. Alles mit einer Haselnuss verschließen und backen.

Beim Mürbeteig habe ich die Variante ohne Mohn gewählt, da Ich die dunklen Pünktchen im Teig nicht so hübsch fand. Ansonsten habe ich mich ziemlich an das Rezept gehalten und bin mit sehr leckeren Plätzchen belohnt worden. Nussig-fruchtig mit einem Hauch von Zimt und Vanille – das gibt die absolute Backempfehlung!

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13. November 2011

Pain aux Levain aux grains mélangés e noisettes

pain au levainVor einiger Zeit gab es bei Judd Pain aux levain aux grains melanges. Da ich eine große Vorliebe für Brote mit verschiedenen Saaten habe, war mein Appetit auf dieses Brot geweckt.

Diese Woche bin ich dann endlich auch dazu gekommen, es zu backen – wenn auch mit kleinen Änderungen. Da die Sonnenblumenkerne auf wundersame Weise verschwunden waren, habe ich sattdessen Haselnüsse verwendet. Geröstete Haselnüsse schmecken in Brot immer und passen gut zu einem Herbstbrot. Ansonsten habe ich das Verhältnis der Mehlsorten geändert, da es bei mir im Vorrat normalerweise nur Getreide für selbstgemahlenes Vollkornmehl und helles Weizenmehl Type 550 gibt. Ein bisschen Hefe beschleunigt die Gärung und macht das Brot für mich besser verträglich.

Ein sehr leckeres Brot, das durch das Leinsamen-Quellstück lange saftig bleibt.

Und wer meinen Adventskalender gewinnen möchte, der hat noch Zeit bis heute abend (13.11.2011, 23.59 Uhr), hier an der Verlosung teilzunehmen.

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11. Oktober 2011

Apfel-Haselnuss-Brot

Apfel-Haselnussbrot

MC hatte die Idee des lokalen Brotes, das wiederspiegelt, was die Umgebung ausmacht. Die Idee finde ich wunderschön, und gerade jetzt im Herbst gibt es viele Dinge mit denen man die Gegend, in der man lebt, in einem Brot einfangen kann.

Ich habe ihr Brotrezept also so abgeändert, dass es meine Heimat wiederspiegelt. Ländlich-rustikal, mit Saft aus leckerem Fallobst, Sommerblütenhonig des vergangen Jahres und Haselnüssen ist es ein Stück Bergisches Land zum Aufessen.

Die Äpfel für den Saft stammen von einem Baum, den meine Großeltern vor etwa 50 Jahren gepflanzt haben. Als Kind habe ich diesen Baum geliebt, und oft in der Krone gesessen, behütet in einer Astgabel und geträumt. Später wurde ein fast waagerechter Ast, etwa einem Meter über dem Boden, zu meinem Pferd und der Baum bekam Zügel und Steigbügel aus Seil. Viele Stunden bin ich so durch Traumwelten geritten. Weiterlesen

6. Oktober 2011

Haselnuss-Kakao-Schnecken

Haselnuss-Kakao-Schnecken (2)

Es ist schon anderhalb Jahre her, da gab es eine wahre Kakao-Schnecken-Flut in deutschen Food-Blogs. Anikó hatte das Rezepte verblogt, und alle haben es nachgebacken. Ich natürlich auch!

An diese Kakao-Schnecken musste ich denken, als ich bei The Patterned Plate das Rezept für Chocolate Hazelnut Rolls entdeckte. Ähnlich wie die Kakao-Schnecken wurden auch diese mit Kakao gefüllt. Doch zusätzlich kamen ausserdem geriebene Haselnüsse in die Füllung. Die Beschreibung des Geschmacks als nutella-gleich ließ mir das Wasser im Mund zusammen laufen.

Der Hefeteig, den ich als Grundlage gewählt habe, ist ein anderer als der für die Kakao-Schnecken. Er ist sehr weich, und braucht bei der Verarbeitung ein wenig Erfahrung. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Schnecken gehen wattig-weich auf. Bei mir über Nacht im Kühlschrank, dass gibt ein besonders gutes Aroma.

Wie die Kakaoschnecken habe ich die Haselnuss-Kako-Schnecken nach einem Drittel der Backzeit im kochender Milch begossen, damit sie besonders saftig werden. Zur Füllung habe ich noch etwas Kardamon und Zimt hinzufgefügt, nur ein kleines bisschen, damit es den Geschmack nicht dominiert.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Die Krume der Schnecken ist sehr zart und weich, die Füllung schmeckt nach Zartbitterschokolade, Nugat und einen Hauch von Zimt und Kardamon.

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6. März 2011

Nussecken

Nussecken

Manchmal sind die größten Köstlichkeiten so einfach herzustellen. Nussecken gehören ganz bestimmt in diese Kategorie –  einzig dass Eintauchen der Ecken in Schokolade nimmt hier etwas Zeit in Anspruch. Wer – wie ich – nach einem halben Blech die Geduld verliert, kann die Schokolade aber auch gut in graphischen Mustern über die gesamte Nussecke verteilen. Das sieht auch hübsch aus, geht viel schneller und schmeckt genauso gut

Das Rezept ist grob an jenes aus dem “Handbuch fürs tägliche Backen” angelehnt, allerdings habe ich die Mengen verdoppelt (wie man mit der Hälfte des Teiges ein ganzes Backblech füllen soll ist mir nämlich schleierhaft)  und den Zuckeranteil  reduziert. Und anstelle von gehackten Nüssen habe ich die Nüsse auf der ganz groben Reibe mit meiner Küchenmaschine gerieben. Das macht den Belag homogener. Anstelle der traditionellen Aprikosenmarmelade habe ich dieses Mal Quittengelee verwendet, was ebenfalls ausgesprochen lecker schmeckt.

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4. März 2011

Karamellisierte Haselnuss-Joghurt-Brötchen

Haselnuss-Joghurt-Brötchen

Das Joghurt- Vollkorn-Toast bei Lutz – eine Variation meines Vollkorn-Sandwich-Brots – hat mir Hunger auf ein Joghurtbrot oder –Brötchen gemacht. Joghurt im Brot – ich kann es gar nicht oft genug sagen – ist einfach nur köstlich. Auf unseren Frühstückstisch sind die Joghurt-Sesam-Brötchen ein gern gesehenes Gebäck. Aber immer nur Sesambrötchen sind langweilig. Und so habe ich beschlossen, dass ich etwas ähnliches zu backen. Mit einem höheren Vollkornanteil, dieses Mal Dinkel, karamellisierte Haselnüssen und etwas Honig – das ist eine schöne Mischung.

Bei den karamellisierten Haselnüssen kann ich übrigens nur empfehlen, direkt mehr zu machen, die sind so was von lecker, ich musste mich sehr zurück halten beim Naschen, damit auch noch ein paar Nüsschen im Teig landen. Das Rösten der Nüsse im Backofen sorgt übrigens dafür, dass die Nüsse gleichmäßig gebräunt werden, viel besser, als wenn man die Nüsse in der Pfanne röstet.

Die Brötchen sind genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe: Eine leichte Säure, gepaart mit der Süße von Honig und der Karamellisierten Nüsse. Sehr lecker!

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22. Dezember 2010

Früchtebrot

Früchtebrot(2)

Eigendlich wollte ich dieses Jahr endlich mal Kletzenbrot backen. Kletzenbrot heißt so wegen der Kletzen, die dem Teig zugesetzt werden. Kletzen, dass sind gedörrt Birnen. Doch dann erinnerte ich mich an die zwei großen Weckgläser im Vorratsschrank, in denen ich getrocknete Apfelscheiben aufbewahre. Im Herbst hatte ich nämlich fleißig Äpfel von unserer herrlichen Apfelernte getrocknetet. Warum also nicht diese für das Brot verwenden? Dann wird es halt kein Kletzenbrot, sondern ein Früchtebrot.

Der Teig für das Brot ist ein einfacher Brotteig mit Sauerteig, das süße Aroma des Brotes kommt von den zugesetzten Früchten und Nüssen. Es schmeckt besonders gut, wenn es in sehr dünne Scheiben geschnitten und nur mit Butter bestrichen wird. Es ist im Moment mein Lieblingsbrot zum Frühstück. Und durch die vielen Früchte und den Sauerteig bleibt es lange frisch und saftig.

Das Früchtebrot ist mein Beitrag für den letzten Bread Baking Day des Jahres, dessen Thema “Bread with dried Fruits” ist.

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13. Januar 2010

Nussbrot

Nussbrot This post is written in german as well as in english. To read this post in english, please scroll down to the tab-bar and click on the tab “English”.

Nach all den süßen Broten, Keksen und Stollen in der Weihnachtszeit brauchte ich nun zum Ausgleich ein herzhaftes Brot, etwas mit viel Vollkorn und gesunden Zutaten.

Als ich nach Sylvester den Inhalt meines Vorratregals ansah, fielen mir die vielen halbvollen Tüten mit Nüssen auf, die von der Weihnachtsbäckerei übrig geblieben waren. Im Kühlschrank stand auch noch ein halber Becher Joghurt, der verbraucht werden musste. Somit war klar, das Brot würde nicht nur herzhaft und gesund, ich würde damit direkt auch noch meinen Vorratsschrank leeren.

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