15. Februar 2010

Berliner

DSC_1619Karneval vertrage ich nur in homeopathischen Dosen. Da ich allerdings in einer der Hochburgen des rheinischen Karnevals arbeite und in einem kleinen, aber nicht weniger jecken Ort lebe, ist er für mich unumgänglich. Wie gut, das die Zeit des Straßenkarnevals auch mit allerlei leckeren Gebäck verbunden ist.

Schon im letzten Jahr hat Bäcker Süpke geschrieben, dass es zwei Möglichkeiten gibt, um gute Berliner zu genießen. Möglichkeit 1 ist, sie beim Bäcker seines Vertrauens zu kaufen. Da der Bäcker meines Vertrauens dieses Jahr allerdings Erdbeer-Hibiskus-Marmelade in seine Berliner füllt, kommt diese Variante für mich nicht in Frage. (Obwohl, lauter rote Punkte im Gesicht könnten ja vielleicht auch als Verkleidung durchgehen. 😉 ) Darum habe ich ich mich für Möglichkeit Nummero 2 entschieden: Selber backen.

Das Rezept von Bäcker Süpke habe ich allerdings durch 2,5 geteilt, da 24 Berliner vielleicht doch ein bisschen übertrieben gewesen wären.

Meine Füllung besteht aus leckerer, selbstgekochter Aprikosenmarmelade, die mit etwas Rum glatt gerührt wurde. Zum Füllen habe ich Zorras Idee etwas abgewandelt: Eine 10ml Spritze wurde mit einem 10 cm langen Strohhalmabschnitt zu einer perfekten Berliner-Füllhilfe.

Einzig an der Sache mit dem schönen weißen Kragen muss ich noch arbeiten, dass hat bis auf 2 Berliner noch nicht geklappt. Aber das tut dem Geschmack ja keinen Abbruch.

Berliner

ergibt 9 BerlinerDSC_1663

Vorteig

  • 200g Weizenmehl 405
  • 140 ml Milch
  • 30g Hefe

Teig:

  • gesamter Vorteig
  • 200g Weizenmehl 405
  • 60g Butter
  • 40g Zucker
  • 6g Salz
  • 45g Ei (1 Ei)
  • 35g Eigelb  (2 Eigelb)

Zum Frittieren:

  • 1 l hocherhitzbares Pflanzenöl (oder mehr)

Zum Wälzen:

  • Zucker

Füllung:

  • 100g Aprikosenmarmelade
  • Rum (nach belieben)

Die Zutaten für den Vorteig gut miteinander verkneten und 45 min gehen lassen.

Die Zutaten für den Teig in die Küchenmaschine geben und 10 min lang intensiv kneten. Der Teig soll dabei allerdings nicht zu warm werden (Teigtemperatur 24°C)

Den Teig in eine Schüssel geben und zu gedeckt 15 min stehen lassen. Nun den Teig aufziehen, d.h. den Teig von aussen in die Mitte falten, bis wieder eine straffe Kugel entsteht. Diesen Vorgang nach weiteren 15 min wiederholen. Den Teig für weitere 10 min ruhen lassen. Nun wird der Teig in Portionen von ca. 80g geteilt und diese rund geschliffen.

Auf ein leicht bemehltes Tuch geben und mit einem weiteren Tuch abdecken. 45 min gehen lassen. Die Teiglinge sollen dabei verhauten, so dass sie später nicht zuviel Fett aufnehmen.

In einem Topf Frittierfett auf 160°C erhitzen. Die Berliner mit der Oberseite nach unten ins Fett gleiten lassen und von beiden Seiten 2-3 min backen, jede Seite wird 2x gebacken. Wenn sich ein Kragen bildet, die Berliner nach dem 2. Wenden runterdrücken, so dass der Kragen mitbäckt und nicht zusammenfällt.

Nach dem Backen noch heiß in Zucker wälzen. Die abgekühlten Berliner mit Marmelade füllen.

 

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7 Gedanken zu Berliner

  1. Lena 22. Februar 2010

    Ich bin 10 Tage in Deutschland gewesen und habe jeden tag leckere Berliner genossen, einfach traumhaft…ich werde dein rezept auf jeden fall probieren..kompliment. Liebe gruesse Lena!

    Antworten
  2. Pingback: YeastSpotting February 19, 2010 | Wild Yeast

  3. Doireann (Dorothee) 9. März 2011

    Habe das Rezept ausprobiert und gerade den ersten Berliner getestet (Ja, ich weiß, es ist Aschermittwoch, aber heute hatte ich die Zeit). Sie sind einfach genial.Fluffig, lecker, auch ohne Füllung und mit relativ wenig Zucker. Wir sind völlig begeistert.
    Dankbare Grüße
    Dorothee + bessere Hälfte

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    1. Stefanie 9. März 2011

      @Dorothee: Wie schön, das die Berliner gut gelungen sind. Ich finde eh, dass man sie das ganze Jahr über essen kan (aber ich mag den Karneval ja auch nicht so sehr).

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  4. Pingback: Hefe und mehr » Blog Archive » Siedegebäck: Geknotetes und Berliner

  5. Birgit 23. Februar 2012

    Ich bin auf der Suche nach einem verbesserten „Faasekiechelche“-Rezept hier gelandet – und bin begeistert! So schön fluffige Berliner hab ich noch nie hinbekommen, obwohl ich nun beileibe kein Backanfänger mehr bin. Ich hab sogar (weil ich immer mein Gewissen mit etwas „gesünderem“ Mehl beruhigen muss) 630er Dinkelmmehl genommen. Dankeschön,auch im Namen meiner 2 Fressbären;-)) Birgit

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