Tag-Archiv: Mandeln

9. November 2019

Campingwecken zum Bloggeburtstag

Campingwecken (4)Wie die Jahre doch verfliegen. Inzwischen ist es bereits der 11. Bloggeburtstag, den wir feiern. Mein kleines Gedankenkind ist in der Zeit doch sehr gewachsen. Inzwischen sind es etwa 800 Rezepte, die sich auf der Seite wiederfinden. Das ist doch eine stattliche Auswahl, auf die ich ein bisschen stolz bin.

Über die Jahre gab es immer wieder Herzensthemen, die mir besonders viel Freude bereitet haben. Eines davon ist die Reihe “Regionale Brote”. Ich bin immer wieder entzückt, welch tollen Brote und Brötchen in den verschiedenen Regionen Deutschlands zu finden sind.

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8. Dezember 2018

Vollkorn-Stollenkonfekt

Vollkorn-Stollenkonfekt (1)Je öfter ich es backe, desto mehr liebe ich Stollenkofekt. Denn zum Naschen und zum Verschenken gibt es kaum etwas besseres als diese kleinen Häppchen. Und ausserdem ist es perfekt, um im kleinen Maßstab neue Stollenideen zu testen.

Die Sache mit der Vollkorn-Variante war etwas, das mich schon länger reizte. Da ich mir aber sehr unsicher war, ob ich das Aroma von Vollkornmehl im Stollen überhaupt mögen würde, habe ich nur eine kleine Portion Teig angesetzt, und damit Stollenkonfekt gebacken. Aber schon beim Probieren direkt nach dem Backen war mir klar, dass ich die volle Teigmenge hätte ansetzen können. Der leicht bittere, nussige Geschmack des vollen Korns harmoniert erstaunlich gut mit weihnachtlichen Gewürzen  und den verschiedenen Trockenfrüchten. Und nach zwei Wochen Ruhezeit kann ich auch mit Sicherheit sagen, dass sie genauso saftig bleiben wie ihre Geschwisterchen aus hellem Mehl. Und damit sind sie in jdem Fall eine Bereicherung für den bunten Teller! Weiterlesen

2. August 2018

Mohn-Nuss-Schnecken

Mohn-Nuss-Schnecken (2)Manchmal müssen einfach Reste verbraucht werden.  Nach der Inventur meiner Mehlkiste haben die Mutter des Liebsten und ich direkt bei ihren Backzutaten weitergemacht. Dabei förderten wir Mohn und verschiedene Nüsse zutage, die geradezu danach schrien, verbacken zu werden.   Und so haben wir trotz muckeliger 35°C spontan einen Hefeteig geknetet und nach bewährtem Schema eine Füllung gezaubert.

Ein Vorteil bei dem warmen Wetter ist, das die Stockgare geringfügig kürzer ausfallen konnte. Bereits nach 30 Minuten waren die Schneckchen in der Auflaufform so hoch aufgegangen, dass ganz schnell der Ofen angeheizt werden musste.   Nach dem Backen warteten wir nicht lange, sondern haben die Schnecken noch ofenwarm an einem schattigen Plätzchen vernascht.

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9. Februar 2018

Goldknödel – Fructosearm

Goldknödel (Fructosearm)Das Goldknödel ein Familienliebling ist, habe ich ja das eine oder andere Mal erwähnt. Nun ist es aber so, dass einige Familienmitglieder sich Fructose-arm ernähren müssen. Und da ein Geburtstag ohne Goldknödel quasi undenkbar ist,  musste jetzt auch das Goldknödel-Rezept angepasst werden.

Hauptsächlich wird dabei Haushaltszucker gegen Traubenzucker ausgetauscht. Allerdings neigen Hefeteige mit hohem Traubenzuckeranteil zu schnellem Trockenwerden. Damit aber auch an Tag 2 der Goldknödel noch schmeckt,  sorgt in dieser Variante ein Kochstück für ausreichend Saftigkeit. Ein anderes Problem sind die Nüsse, in denen die einzelnen Knödel gewälzt werden. Hier muss jeder nach eigener Erfahrung entscheiden, ob und welche Nüsse er verwendet. Bei uns kommt eine reduzierte Mandelmenge zum Einsatz, was in der Familie gut vertragen wird. Zum Ausgleich sorgt etwas Tonkabohne im Teig für zusätzliches Mandelaroma.

Und mit diesen Anpassungen schmeckt der Goldknödel gar nicht so anders als die “normale” Variante. Wer aber keinen Nüsse verträgt, kann die Nüsse aber auch ganz weglassen. Dann kann alternativ etwas Zimt mit dem Traubenzucker zum Wälzen vermischt werden – der Kuchen bekommt dadurch zwar einen etwas anderen Charakter, ist aber auch lecker!

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18. Dezember 2017

Zimtsterne

ZimtsterneKrank sein kann auch seine gute Seiten haben. Denn ohne den doofen Infekt, der mich in der ersten Dezemberwoche so gründlich ausser Betrieb gesetzt hatte, wäre ich nie über dieses Rezept gestolpert. Auf das Sofa verbannt schaute ich “Hier und Heute” und beobachtete erst amüsiert, dann leicht neidisch, wie Stefan Pinnow sich durch die Sendung naschte. Ein um den anderen Zimtstern fand unauffällig den Weg zum Moderator. Ich fand das sehr sympathisch – hätte aber gerne ein paar eigene Zimtsterne zum Verkosten gehabt, denn seiner Miene nach mussten sie schier köstlich zu sein. Die Zimtsterne landeten also sofort auf meiner imaginären Nachbackliste – das Rezept von Marcel Seeger  hatte ich mir zu dem Zeitpunkt schon längst heruntergeladen und abgespeichert.

Und am vergangenen Wochenende konnte ich – endlich wieder fit – das Rezept testen. Und ich verstehe jetzt, warum diese Zimtsterne so verführerisch sind. Supersaftig, superlecker, ein Rezept für die Favoritenliste!

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18. Dezember 2016

Marzipan

MarzipanEin fieser grippaler Infekt setzt mich ausser Gefecht und so bleiben meine aktuellen Pläne (unter anderem eine neue Version der Lussekatter, Kletzenbrot und Roggenfladen) reine Wunschträume. Der Vorrat an unverbloggten Brot-Rezepten ist auch aufgebraucht. Nur ein schönes Marzipanrezept-passend zur Weihnachtszeit – liegt noch “auf Halde”.

Beim Einkaufen in der Stuttgarter Markthalle im Herbsturlaub hatte ich ein kleines Paket bittere Aprikosenkerne erstanden. Bittere Aprikosenkerne und Bittermandeln sind mit Vorsicht zu behandeln, da schon wenige dieser Kerne bei kleinen Kindern zu einer Blausäurevergiftung führen kann – also immer gut wegräumen und nicht zusammen mit “normalen” Mandeln aufbewahren. Als gefährliche Dosis gilt eine Bittermandel pro Kilo Körpergewicht. 2 Kerne auf 200g Marzipan ist darum absolut unbedenklich. Wer aber Bedenken hat, nimmt einfach etwas Bittermandel-Aroma.

Das Marzipan ist mit einem Standmixer schnell gemacht und wird so auch zu einem schönen Weihnachtsgeschenk in letzter Minute.

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9. Dezember 2016

Zitrus-Schnitten

Zitrusschnitten (3)

Meine erste Begegnung mit diesen Schnittchen war vor ein paar Jahren. In dem Weihnachtskeks-Tütchen, dass ein elsässischer Kollege nach dem weihnachtlichen Familienbesuch mitbrachte, befanden sich neben Linzer Ringen und anderen Leckereien auch ganz unscheinbare, rechteckige Kekse. So unauffällig ihr Äusseres, so spektakulär war das Aroma: eine Melange aus Zitrone und Orange umschmeichelte meinen Gaumen und waren ein herrlich frischer Kontrapunkt zu den vanilligen und zimtigen Weihnachtsaromen. Und so bekniete ich den Kollegen, damit er mir das Rezept seiner Mutter beim nächsten Besuch mitbringen würde. Das tat er netterweise auch. Doch es war das Rezept für die zweiten Zitronenkekse in der Tüte und die Délices au citron waren zwar lecker,  aber nicht das ersehnte Rezept für die schlichten Köstlichkeiten…

Also habe ich lange und verzweifelt recherchiert und wurde auf der Seite von Betty Bossi fündig: Orangenschnittli. Das diente mir als Basis für eigene Rezeptbasteleien und schließlich hatte ich meine Zitrus-Schnitten nachgebaut. Mit einer Mischung aus Orangen- und Zitronensaft und –Schale werden die Schnittchen fruchtig frisch.  Es lohnt sich, sie einige Tage oder länger durchziehen zu lassen, denn ihr Aroma wird dadurch immer runder. Und dabei sind sie auch noch schnell gemacht! Ein klarer Favorite für meinen Plätzchenteller.

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27. November 2016

Dinkel-Christstollen

Dinkel-ChriststollenDinkel ist beliebt und so kam auch schon mehrfach die Frage nach einer Dinkelvariante bei meinem liebsten Christstollenrezept auf. Grundsätzlich sah ich kein Problem darin, das Weizenmehl gegen den Dinkel zu tauschen, aber ich teste solche Empfehlungen auch gerne selbst aus – dann weiß ich auch, wovon ich spreche 🙂

Und so wurde dieses Jahr der Stollen mit Dinkelmehl gebacken. Beim Teig gibt es sonst kaum Abweichungen zur alt bekannten Herstellungsweise, nur habe ich an Stelle der Rosinen eine Mischung aus Korinthen und Sultaninen verwendet und die Hefemenge testweise ein wenig reduziert. Das funktioniert auch tadellos.

Nach drei Wochen Lagerzeit war es passend zum ersten Advent jetzt soweit: Der Anschnitt offenbarte einen saftigen und mürben Stollen. Er ist ein wenig mürber als die Weizenvariante, ansonsten kann ich keine Unterschiede feststellen. Beim Aroma überwiegt auch hier das Stollengewürz und überdeckt ein wenig den nussigen Dinkelgeschmack. Und ich kann jetzt auch aus eigener Erfahrung sagen: Ja, ein Dinkel-Christstollen funktioniert perfekt!

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18. Mai 2016

Ribiselkuchen

RibiselkuchenBin ich die einzige, die im Gefierschrank Beeren der vorherigen Saison hortet, um sie dann kurz bevor die diesjährigen reif sind, noch schnell zu verbacken?

Neben einem kleinen Paket Brombeeren, das auch noch verbraucht werden möchte, habe ich ein ganzes Pfund Johannisbeeren den ganzen Winter nicht angetastet. Darum wurde es jetzt höchste Zeit und ich habe meinen liebsten Ribislikuchen gebacken. Er ist ganz schlicht, mit Mürbeteigboden und einer Füllung aus Baisermasse gemischt mit Semmelbröseln, Mandeln und den Beeren. Die Semmelbrösel und die Mandeln saugen den Beerensaft gut auf, so dass der Kuchen auch nicht durchsaftet. Die Semmelbrösel waren diesesmal angeröstet – sie waren nämlich eigentlich für ein Brot gedacht – aber die leichten Röstaromen machen sich auch im Kuchen ausgesprochen gut.

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4. März 2016

Macaron Orange

Macaron (1)An dieser Sache hier trägt Eva die Schuld. Immerhin schwärmte sie so ausführlich von Pierre Hermès neuestem Machwerk, dass sogar ich, die bisher keine große Veranlassung verspürte, Macarons zu backen, schwach wurde. Die Kölner Stadtbibliothek war dann auch noch so nett, und hat mir meinen Anschaffungswunsch flugs erfüllt. Und mit dem Berliner-Backen hatte ich dann genug Eiweiß im Haus, um eine erste Runde zu wagen.

Da beim Supermarkt meines Vertrauens blanchierte, gemahlene Mandeln gerade aus waren, habe ich stattdessen Mandelblättchen gekauft und diese im Mixer zu Mandelmehl vermahlen. Das geht erstaunlich gut. Auch sonst fand ich das Rezept gar nicht so schwierig, Evas Einschätzung, dass mit dem Rezept jeder Macarons herstellen kann, kann ich mich nur anschließen. Ich habe sogar direkt Macarons mit “Füßchen” gebacken, und das bei meinem ersten Versuch! Ähnlich wie Eva musste ich allerdings auch die Umlufttemperatur senken.

Bei der Füllung der Macarons bin ich ein wenig von Hermés Rezept abgewichen und habe Bitterorangensaft, der sich noch in den Tiefen des Gefrierschranks fand, anstelle von Zitronensaft verwendet. Das war ein Spiel mit geringem Risiko, da ich bereits wusste, wie köstlich Bitterorangencurd ist. Auch hier überzeugt die leichte Bitternote der säuerlichen Curd in Verbindung mit den süßen, innen zartschmelzenden, aussen knusprigen Macarons.  Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal schreiben werde, aber ich glaube, Macarons wird es bei uns noch öfter geben!

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