Meine Liebe zu Zimt und Zimtschnecken ist Blog schwer zu übersehen. In den vergangenen Jahren habe ich da einige Rezepte angesammelt: vegane Zimtschnecken, mit Kartoffel, Zimtknoten, Kürbis-Zimtwirbel-Brot, fluffige Zimtwaffeln, Zimtwirbel und zweierlei Rezepte für Franzbrötchen. Und aus den skandinavischen Ländern waren Kanelbullar, Kanelfläta und Korvapuusti natürlich auch mit dabei. Kardamom kommt bei meinen Zimtrezepten oft zum Einsatz: Dezent, zurückhaltend, in kleiner Dosis und nur als Unterstützung, damit das Zimtaroma noch besser zum Vorschein kommt. Was für ein Fehler!
Denn Kardamom kann absolut eine tragende Rolle spielen. In den skandinavischen Ländern weiß man das, und so nennt man dieses Gebäck in Norwegen und Dänemark als Kardemommesnurrer kennt, während es in Schweden Kardemummasnurra genannt wird. I
ch konnte es aber nicht lassen, und habe auch dem Kardamom ein Gewürz zur Unterstützung an die Seite gestellt. Ich bin vor einigen Jahren darüber gestolpert, wie gut Zitrus und Kardamom miteinander harmonieren, als ich Lemon Curd mit etwas Kardamom würzte. Und so, wie wenig Kardamom den Zitrusgeschmack unterstützen kann, verstärkt ein wenig Zitronen- oder Orangenschale den Kardamoms. Bei diesem Rezept kommt daher ein wenig Zitronenschale im Teig. Das ist nicht ganz klassisch, hebt aber die Zitrus-Noten des Kardamoms auf ein neues Level. Wer es lieber traditionell mag, lässt sie einfach weg. Wichtig ist es aber immer, das Kardamom frisch gemahlen / gemörsert wird, da diese feinen Aromen bei der Lagerung leicht verfliegen.
Salzsauerteig, auch Salzsauer genannt, ist eine perfekte Möglichkeit für alle, die gerne mit Sauerteig backen aber manchmal etwas unberechenbare Tage haben. Er enthält neben den üblichen Roggenmehl, Wasser und Anstellgut noch 2% Salz. Das Salz bremst die Entwicklung der Mikroorganismen und verlängert so die Standzeit des Sauerteiges. Er wird mit sehr warmen Wasser angesetzt und steht dann aber bei Raumtemperatur, wodurch die Sauerteig-Temperatur langsam von etwa 35°C auf 20°C absinkt. Durch die anfangs hohen Temperaturen können sich die Hefen gut vermehren und er bekommt ausreichend Triebkraft. Die kühleren Temperaturen sorgen zusammen mit der langen Stehzeit für ein ausgewogenes Geschmacksprofil. Der größte Vorteil ist aber sein großer Toleranzbereich für die Verarbeitung. Er kann am nächsten Tag in einem Zeit-Fenster von etwa 16-24 Stunden verwendet werden. Braucht man aber mehr Zeit, kommt er nach dieser Zeit für bis zu zwei Tage in den Kühlschrank, ohne das die Qualität oder Triebkraft leidet.
Eigentlich hatte ich für dieses Wochenende geplant, das Rezept für griechische Sesamring zu posten. Doch manchmal ist die Technik gegen einen und so hat die SD-Karte mitten im Fotographieren das Zeitliche gesegnet. Das ist in den zwei Jahrzehnten, in denen ich inzwischen digital fotographiere noch nie passiert. Zum Glück ist wirklich nicht mehr verloren gegangen als die Bilder der Sesamringe. Und die Sesamringe haben wir dann ohne Fotos gegessen und ich muss jetzt erstmal neue backen undl eine neue SD-Karte besorgen.
Heute bin ich gedanklich mal wieder bei Willhelm Busch:
Es gibt Rezepte, die sind Dauerbrenner bei uns. Ein Beispiel dafür sind
Für das vorsommerliche Großfamilien-Treffen hatte ich Brot versprochen. Gerne backe ich bei solchen Gelegenheiten Fladenbrote. Dieses Mal fiel meine Wahl auf Focaccia, die ich für ein wenig Abwechselung in verschiedenen Varianten gebacken habe. Neben einer einfachen Variante ohne Belag gab es noch Tomaten-Mozzarella-Focaccia und Karamellisierte Zwiebel-Focaccia.
Ich habe kann den meisten Dingen ja auch positive Seiten abgewinnen, sogar der Sache mit dem hohen Blutzucker. Seitdem ich mich gezwungener Maßen mit einer Kohlenhydrat-ärmeren und entsprechend Protein-reicheren Ernährung beschäftige, habe ich einige neue Lebensmittel entdeckt. Wusstet ihr z.B., dass Vollkorn-Nudeln tatsächlich lecker schmecken können, wenn man darauf achtet, dass sie aus Vollkorn-Hartweizengries hergestellt und vorzugsweise durch Bronzeformen gepresst wurden? Sehr gut passt dazu ein Zitat aus
Ich gebe zu, diese Schnecken sind eine Form der Resteverwertung. Sogar der Honig fällt darunter, denn er ist der Rest, der beim Abfüllen einer Charge Honig am Ende im Abfülleimer zurückblieb. Und so habe ich das Beste daraus gemacht und Schnecken gebacken. Bei den Nüssen dürft ihr gerne nach Lust und Laune experimentieren. Da wir noch ein paar Walnüsse aus dem letzten Herbst hatten, die dringend verbraucht werden wollten, habe ich darauf zurückgegriffen.
Burger gehen bekanntlich ja immer. Und da ich ja jetzt bei der Kohlenhydratmenge aufpassen muss, stand ein neues Burger Bun recht weit oben auf meiner toDo. Und dieses Rezept wagt den Spagt: Weniger Kohlenhydrate, mehr Protein, trotzdem genauso fluffig und lecker wie die im Hause “Hefe und mehr” sehr geliebten
Die letzten zwei Wochen waren entspannt und anstrengend zugleich. Die Krümmelchen brauchten ein bisschen Erholung vom wirbeligen Kita-Alltag und so haben wir zwei Wochen Ferien daheim gemacht. Wir haben uns auf Spielplätzen herumgetrieben, Picknicks gemacht (sowohl Draußen als auch auf dem Wohnzimmerfußboden) und zusammen gekocht und gebacken. Nur die Sache mit dem Vollkorn habe ich ein kleines bisschen schleifen lassen und so ist es gut, wenn jetzt der Alltag wieder einkehrt.