7. November 2026

Schokoladen-Stollen

Im letzten Jahr hatte ich eine Anfrage, ob man mein Stollenrezept auch zu einem Schokoladen-Stollen umbauen könnte. Ich machte ein paar Vorschläge und gleichzeitig lief mein Gehirn bereits auf Hochtouren. Und wie das manchmal bei mir so ist, wenn sich eine Idee so in meinen Kopf gräbt, muss ich den Plan direkt auch in die Tat umsetzen, damit wieder Ruhe in die Gedanken einkehrt. Und so habe ich zwei Wochen vor Weihnachten nochmal eine kleine Portion Stollen gebacken.

Das Grundgerüst für den Teig liefert das Rezept für Christstollen von 2023. Anstelle von Rosinen kommen hier aber Zartbitter-Schokoladentropfen in den Teig, denen ich Kakao-Nibs für mehr Crunch und ein noch intensiveres Schokoladengeschmack zur Seite gestellt habe. Abgeriebene Orangenschale und Orangeat bilden eine harmonische Kombination und eine gute Portion Kardamom hebt die Zitrusaromen nochmal auf neue Höhen. Beim Bestäuben habe ich mich ganz klassisch für Puderzucker entschieden. Im Netz findet man auch Varianten mit Schokobezug, aber das passt für mich nicht zu einem Stollen.

Beim Verkosten nach zwei Wochen waren wir begeistert: Schokolade, Orange und doch auch ganz klar ein Stollen. Das Rezept ist auf jeden Fall eine super Alternative für alle, die Rosinen nicht so gerne mögen.

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6. November 2026

Rezepte für die Stollenbäckerei 2026

Das Votum war eindeutig: Ihr möchtet schon jetzt mit der Stollenbäckerei loslegen. Und auch in der Blogstatistik sehe ich das deutlich, denn in den letzten Tagen steigen die Zugriffszahlen auf die diversen Stollenrezepte. Darum gibt es heute schon einmal meine alljährliche Übersicht, damit ihr die verschiedenen Rezepte schnell und unkompliziert findet. Morgen folgt dann noch ein Rezept für Schokoladen-Stollen und nächste Woche für Stollen im Weckglas.Ich bin immer erstaunt, wie groß meine Stollen-Sammlung inzwischen geworden ist, wenn man bedenkt, dass ich vorrangig jedes Jahr klassischen Stollen backe. Aber seht selbst: Weiterlesen →

31. Oktober 2026

Schnittbrötchen 2.0

Manchmal denke ich ja schon sehr darüber nach, ob es sich lohnt, eine kleine Verbesserung in einem bestehenden Lieblingsrezept an die große Glocke zu hängen. Dann ergänze ich das bestehende Rezept und lasse es damit gut sein. Manchmal hängen aber Überlegungen daran, die ich gerne erklären würde oder bei denen ich gerne euren Input hätte. Und so ist das Rezept heute eigentlich eine Wiederholung meines liebsten Schnittbrötchen-Rezeptes. Es gibt nur zwei wirkliche Veränderungen. Zum einen habe ich die Stockgare verkürzt, zum anderen das 550er-Mehl durch Pizzamehl ersetzt. Durch das andere Mehl gewinnen die eh schon sehr fluffigen Brötchen nochmal mehr Volumen.

Das ich mich im letzten halben Jahr durch die verschiedenen Supermarkt-Pizzamehle getestet habe, habe ich ja schon im Sommer berichtet. Und wer auf der Suche nach einem Mehl mit etwas höheren Proteingehalt ist, aber nicht gerne im online bestellen möchte, ist mit den Supermarkt-Pizzamehlen gut bedient. Je nach (Eigen-)Marke bekommt man Mehle mit einem Proteingehalt von 12-14 %, die für Gebäcksortem, die ein gutes Glutennetzwerk brauchen, sehr gut funktionieren. Weiterlesen →

24. Oktober 2026

Auffrisch-Kürbis-Waffeln

In NRW sind gerade Herbstferien und so startet der Morgen hier gerade ein wenig ruhiger. Also theoretisch ruhiger… so ruhig halt, wie es mit zwei Wirbelkinder so ist. Vielleicht sollte ich lieber sagen: Wir haben morgens mehr Zeit. Und das mehr an Zeit haben wir jetzt mehrfach dafür genutzt um Waffeln zum Frühstück zu backen. Zuerst gab es sie mit Apfelmus, dann lief mir beim Einkauf im Drogeriemarkt Kürbis-Püree über den Weg.  Ich fand die Idee, für kleine Back-Abenteuer mal eben schnell auf Kürbispüree zurückgreifen zu können, recht praktisch. Immerhin teilen nicht alle hier im Hause “Hefe und mehr” meine Vorliebe für Kürbis.

Wieder daheim schaute ich mir das Kürbispüree-Glas genauer an und dachte: Es sieht aus wie ein größeres Babygläschen. Der einzige Unterschied zu den Gläschen mit der Aufschrift “ab fünf Monaten” ist der Wassergehalt. Das Babygläschen enthält 5% mehr Wasser, hat aber dafür einen deutlich (!) günstigeren Preis pro Kilogramm. Ich glaube, das nächste Mal, wenn ich eine kleine Menge Kürbis brauche, plündere ich direkt das Beikostregal. Weiterlesen →

20. Oktober 2026

Rezeptideen für Halloween, Allerseelen und Sankt Martin

Ende Oktober und Anfang November gibt es etliche Feiertage und damit einige Gelegenheiten zum Backen. Damit ihr in den vielen Rezepten hier im Blog die richtigen findet, habe ich wie auch im letzten Jahr eine Übersicht für euch.
Vermisst ihr noch ein Rezept, das bei euch Tradition hat? Dann schreibt mir gerne einen Kommentar, ich freue mich über noch mehr Brote mit Geschichte!
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17. Oktober 2026

Aberdeen Butteries

Wie heißt es so schön: Erst passiert nichts und dann alles auf einmal. Wobei ich momentan das Gefühl habe, dass das “alles auf einmal” gar nicht abreißt. Immerhin war bei uns im September mit Einschulung und einem kurzen Krankenhausaufenhalt eigentlich schon genug los. Aber dann kam auch noch die Mitteilung von BOD, dass sie die Verträge für alle Ringbuch-Varianten meiner Bücher kündigen, da sie den Druck auf 200g-Papier einstellen. Das ich gerade einmal bis Ende Oktober für eine Neuauflage Zeit hatte, machte es auch nicht besser. Ich habe mächtig mit den Zähnen geknirscht, auch wenn ich den Grund dafür irgendwie verstehe. Die Papierpreise sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, was sich natürlich grundsätzlich auch auf die Buchpreise auswirkt. Trotzdem schmerzt es mich sehr, dass trotz der nun schlechteren Ausstattung (130g-Papier) der Preis für die Bücher steigt und zeitgleich meine Marge geringer wird. Als ausgleichende Gerechtigkeit habe ich die ebook-Preise etwas gesenkt, denn ich weiß, dass die aktuellen Lebenshaltungskosten es für viele nicht leicht macht, Bücher zu kaufen. Und grundsätzlich findet ihr die Rezepte ja auch hier im Blog. Wer gerne noch ein Buch in der alten Ausstattung zum alten Preis haben möchte, kann mir eine Mail an post@hefe-und-mehr.de schicken. Wir haben hier noch ein paar Exemplare auf Lager.

Und jetzt kommen wir zu erfreulicheren Themen. Das heutige Rezept ist bereits in diesem Sommer im Brot-Magazin erschienen. Es stammt aus dem Nordosten Schottlands und heißt Abberdeen Butteries. Diese  Brötchen, die sich mit gutem Recht als ein Cousin des Croissants bezeichnen lassen, werden mit viel Butter und Schmalz gebacken. Die Fischer, die in Aberdeen und Umgebung lebten, nahmen sie einst als Proviant auf ihre langen Fangfahrten mit, denn durch ihren hohen Fettgehalt sind sie sehr haltbar und liefern viele Kalorien. Serviert werden sie mit Marmelade, die auf die Rückseite der flachen Brötchen gestrichen wird. Weiterlesen →

10. Oktober 2026

Krusti

Schon als Kind hatte ich eine Schwäche für rustikale Brötchen. Durfte ich mir ein Brötchen beim Bäcker aussuchen, fiel meine Wahl des Öfteren auf die wild aufgerissenen Krusti. Auch im Blog findet man darum bereits eine breite Auswahl an Krusti-Rezepten. Aber ein weiteres Krusti-Rezept kann ja nie schaden. Es ist eine weitere Abwandlug des Schnittbrötchen-Teiges, dieses Mal mit einem etwas höheren Sauerteig-Anteil. Durch den Salz-Hefe-Ansatz und das Vitamin C aus dem Hagebuttenpulver sind sie sehr gärstabil und man kann sie problemlos in zwei oder drei Durchgängen abbacken, ohne die Teiglinge zwischendrin zu kühlen. Das macht sie sehr praktisch zum Auffüllen des Brötchen-Vorrats.

Heute gibt es ein letztes Rezept aus der Sommerpause, bevor es Zeit für aktuelle Ideen und Rezepte wird. Auch wenn der Herbst jetzt erst so langsam angefangen hat, habe ich die Weihnachtszeit bereits ein wenig im Blick.  Ich habe hier zwei Stollen-Rezepte in der Hinterhand, die es im letzten Jahr nicht mehr in den Blog geschafft hatten. Da Stollen ja ein wenig Lagerzeit brauchen, dürft ihr jetzt Wünsche äußern: Möchtet ihr die Rezepte lieber Anfang / Mitte November, damit die Stollen bis zum ersten Advent durchziehen können? Oder reicht euch Ende November / Anfang Dezember, damit die Stollen für die Weihnachtstage perfekt durchgezogen sind?

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8. Oktober 2026

Rezepte für den Herbst

Gestern noch trat das kleine Krümmelchen nach dem Kindergarten barfuß den Heimweg an – heute ist schon Gummistiefelwetter. Bei Regen und Wind wird es Zeit, die Herbst-Rezepte aus dem Blog herauszukramen. Mit Federweißer, Apfel und Kürbis kann man die kalte Jahreszeit dann in der warmen Küche genießen

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3. Oktober 2026

Dinkel-Feinbrot mit Salzsauer

Schon beim Frankenlaib habe ich es gesagt: Salzsauer ist perfekt, wenn man einen großen zeitlichen Spielraum beim Backen braucht. Am Vortag angesetzt ist der Salzsauer bei Raumtemperatur 16 bis 24 Stunden einsatzbereit. Und sollte dann etwas dazwischen kommen, kann der Sauerteig auch noch zwei weitere Tage im Kühlschrank gelagert werden. Eine feine Sache an hektischen Tagen!

DIeses Mal habe ich euch ein Rezept für ein Dinkel-Feinbrot mit Salzsauer mitgebracht. Als Feinbrot bezeichnet man im Hamburger Raum ein helles Mischbrot. Es ist mit dem Rezept für das Hamburger Feinbrot verwandt, weist aber ein paar wichtige Abänderungen auf. Neben der Tatsache, dass bei dieser Variante ein Salzsauer verwendet wird und statt Weizenmehl Dinkel zum Einsatz kommt, ist die wichtigste Neuerung das Vorgehen beim Kneten. Damit sich das empfindliche Glutengerüst des Dinkels ungestört entwickeln kann, wird der Roggenmehlanteil erst zugegeben, wenn sich das Klebergerüst bereits ausgebildet hat. Dadurch Ich kann die verspätete Zugabe von Roggenmehl wirklich nur immer wieder empfehlen, es macht tatsächlich einen Unterschied! Weiterlesen →

26. September 2026

Eclipse (proteinreich)

Im Moment arbeite ich mich mal wieder durch meine Vorratsschrank und versuche Reste und Restchen aufzubrauchen. Bei manchen Dingen habe ich einen so hohen Verbrauch, dass die Vorratsgläser regelmäßig gespült und frisch aufgefüllt werden. Andere Gläser wandern irgendwann in die hinteren Reihen und geraten dann in Vergessenheit. Das passiert mit Vorliebe mit Mini-Getreiderestchen, die für ein eigenes Brot einfach zu wenig sind.

Dieses Rezept startete so mit einem kleinen Rest Kamutkörner. Nachdem ich sie durch den Flocker geschickt hatte, wanderten sie mit Sonnenblumenkernen, roten Linsen und Sojaflocken in ein Kochstück. Die Hülsenfrüchte und Sonnenblumenkerne bringen zum einen Geschmack und erhöhen gleichzeitig den Proteingehalt des Brots. Damit lässt das Brot den Blutzucker langsamer ansteigen und hält lange satt. Aroma kommt außerdem vom alten Sauerteig aus dem Kühlschrank. Auch das ist eine gute Resteverwertung und macht das Brot gleichzeitig perfekt für eine relativ spontane Brotback-Lust. Weiterlesen →