Irgendwann in diesem Sommer wurde ich vom jüngeren Krümmel mit den Worten “Mama, du musst Sesam backen” aus dem Mittagsschlaf gerissen. Ich blinzelte einige Male verwirrt und versuchte die Welt im Allgemeinen und diesen Wunsch im Besonderen zu begreifen. Langsam wachten auch die restlichen Gehirnzellen auf und ich erinnerte mich, dass die Kinder die “Griechenland-Maus” schauen durften, während ich ein dringend notwendiges Schläfchen machte. Nach ein paar weiteren Fragen hatte ich das Rätsel gelöst: Das Kind wünschte sich die griechische Sesamkringel namens Koulouri.
Koulouri sind eng verwandt mit den türkischen Simit. Allerdings werden Simit in Pekmez (Traubenmelasse) gewälzt, während für Koulouri oft eine Mischung aus Honig und Wasser verwendet wird. Honig ist in einem Imker:innen-Haushalt immer zu finden und so stand ich kurz nachdem ich geweckt wurde, bereits in der Küche. Mit altem Sauerteig aus dem Kühlschrank als Aromageber waren keine langen Vorlaufzeiten notwendig. Pünktlich zum Abendessen waren die Sesamkringel auf dem Tisch und machten nicht nur die Kinder glücklich. Seitdem werden sie bei uns häufig gebacken und mussten darum dringend auch in den Blog! Weiterlesen
Rein für die Alliteration würde ich die Brötchen eigentlich gerne Kieler Kartoffel-Semmel nennen. Ich glaube aber, dass mir im nächsten Urlaub im Norden dann eventuell die Einreise nach Schleswig Holstein verweigert wird. Immerhin ist das einzige, das die Brötchen mit der von mir so geschätzten Kieler Semmel (
Meine Liebe zu Zimt und Zimtschnecken ist Blog schwer zu übersehen. In den vergangenen Jahren habe ich da einige Rezepte angesammelt:
Salzsauerteig, auch Salzsauer genannt, ist eine perfekte Möglichkeit für alle, die gerne mit Sauerteig backen aber manchmal etwas unberechenbare Tage haben. Er enthält neben den üblichen Roggenmehl, Wasser und Anstellgut noch 2% Salz. Das Salz bremst die Entwicklung der Mikroorganismen und verlängert so die Standzeit des Sauerteiges. Er wird mit sehr warmen Wasser angesetzt und steht dann aber bei Raumtemperatur, wodurch die Sauerteig-Temperatur langsam von etwa 35°C auf 20°C absinkt. Durch die anfangs hohen Temperaturen können sich die Hefen gut vermehren und er bekommt ausreichend Triebkraft. Die kühleren Temperaturen sorgen zusammen mit der langen Stehzeit für ein ausgewogenes Geschmacksprofil. Der größte Vorteil ist aber sein großer Toleranzbereich für die Verarbeitung. Er kann am nächsten Tag in einem Zeit-Fenster von etwa 16-24 Stunden verwendet werden. Braucht man aber mehr Zeit, kommt er nach dieser Zeit für bis zu zwei Tage in den Kühlschrank, ohne das die Qualität oder Triebkraft leidet.
Eigentlich hatte ich für dieses Wochenende geplant, das Rezept für griechische Sesamring zu posten. Doch manchmal ist die Technik gegen einen und so hat die SD-Karte mitten im Fotographieren das Zeitliche gesegnet. Das ist in den zwei Jahrzehnten, in denen ich inzwischen digital fotographiere noch nie passiert. Zum Glück ist wirklich nicht mehr verloren gegangen als die Bilder der Sesamringe. Und die Sesamringe haben wir dann ohne Fotos gegessen und ich muss jetzt erstmal neue backen undl eine neue SD-Karte besorgen.
Eigentlich wollte ich den Blog nur in den Sommerferien auf zwei-wöchigen Ferienmodus stellen. Aber da hier die Erkältungen nicht abreißen und ich die letzten heißen Tage mit Fieber auf der Couch verbracht habe, ziehe ich den Start ein wenig vor. Diese und nächste Woche gibt es darum keine neuen Rezepte und danach wird es bis Anfang September neue Rezepte im zweiwöchigen Rhythmus geben.
Nach zwei Jahrzehnten habe ich den Liebsten inzwischen so weit, dass er mir etwas Sonnenblumenkerne zum Brotbacken übrig lässt. Das
Heute bin ich gedanklich mal wieder bei Willhelm Busch:
Es gibt Rezepte, die sind Dauerbrenner bei uns. Ein Beispiel dafür sind
Was für eine Woche! Gefühlt habe ich die vergangenen Tage nur damit verbracht, Bienen in Schwarmstimmung zu zähmen. Und weil Bienen dabei selten auf Imkerinnen-Terminkalender Rücksicht nehmen, fiel die geballte Schwarmstimmung in allen Völkern in eine natürlich eh schon volle Woche. Die Wettervorhersage hatte es aber schon ahnen lassen: Nach einer kalten Phase, bei der die Bienen außer Nachwuchs großziehen nicht viel zu tun hatten, war die letzte Woche sonnig und warm. Perfektes Schwarmwetter eben.