17. November 2019

Pameln

Pameln (1)Für die zweiten Brötchen aus Mecklenburg-Vorpommern, die ich in dem alten Diamaltbuch von 1930 gefunden habe, war das “Rezept” auch wieder nicht sehr genau (man verwende einen “Wasserteig mit Roggenbeimischung”) aber wenigstens die Form war verständlich beschrieben: “schrippenartig zustoßen und […] der Länge nach einschneiden.”

Leider fand ich dieses Mal auch bei der Suche im Netz keine weiteren Bilder, nur ein, zwei Foreneinträge, bei denen nach einem Rezept gesucht wurde. Wer also noch jemanden kennt, der Pameln kennt: Über weitere Informationen freue ich mich!

Die Brötchen selbst sind sehr lecker mit einer feinporigen, weichen Krume. Durch den den verwendeten Sauerteig werden sie auch sehr aromatisch

Pameln

ergibt 10 Brötchen

SauerteigPameln (2)

  • 150g Roggenmehl Type 1150
  • 150g Wasser
  • 15g Sauerteig

Teig

  • 350g Mehl Type 550
  • 170g Wasser
  • 30g Butter
  • 9g Hefe
  • 10g Salz

 

Für den Sauerteig alle Zutaten vermischen und ca. 16  Stunden bei 25°C gehen lassen.

Alle Zutaten für den Teig nun erst 3 min bei langsamer Geschwindigkeit, dann weiter 8 min auf schneller Geschwindigkeit kneten. Der Teig sollte weich, aber nur wenig klebrig sein.

Den Teig eine Stunde gehen lassen.

Nun den Teig in 85g-Stücke teilen und diese erst rundschleifen und dann langrollen. In ein Bäckerleinen setzen.

30 min gehen lassen, dann die Brötchen einschneiden und mit dem Schnitt nach unten weitere 20 min gehen lassen.

Inder Zwischenzeit den Ofen auf 250°C aufheizen.

Die Brötchen auf ein (Loch-) Blech setzen, mit Wasser bestreichen und in den Ofen schieben. Bei 250°C  für 10 min mit Dampf backen. Dann den Dampf ablassen (Türe für 3 min offen lassen) und für weitere 10-12 min backen.  Dabei noch ein, zwei Mal den Backofen kurz öffnen, um Dampf entweichen zu lassen.

4 Gedanken zu Pameln

    1. Stefanie 18. November 2019

      @Hans: Das Rezept hatte ich gesehen, es passt aber nicht zu der Beschreibung „Schrippe“, die sich auch im Hinterpommerschen Wörterbuch findet.
      Bei „Sauerteig-Pulver“ ist immer die Frage, um welches Pulver es sich handelt. Mit z.B Backferment aus dem Bioladen oder einem aktiven Trockensauerteig würde es funktionieren, es gibt aber auch inaktives Sauerteigpulver, das klappt nicht. Ansonsten wird es mit einem „modernen“, relativ enzymarmen Roggenmehl schon klappen. Bei Waldstaudenroggen oder anderen alten Sorten wäre ich allerdings auch vorsichtig.

      Antworten
  1. Hans W. 19. November 2019

    Hallo Stefanie,
    ja, dann war das Rezept wohl auch nichts. Und mehr findet man tatsächlich nicht. Aber danke für die interessanten Informationen.
    Immerhin ist das Rezept von dir schon mal richtig gut. Ich habe die Pameln gerade aus dem Backofen geholt, und nun können wir endlich frühstücken. Andere Leute essen zwar schon zu Mittag, aber bei Rentnern kommt es ja nicht mehr so darauf an! 😉
    Sie sind sehr gut geworden, innen flauschig, außen knusprig, und der herzhafte Geschmack ist genau richtig für uns. Meine Frau ist jedenfalls begeistert, und das ist wiederum gut für mich! 😉
    Die darf ich bestimmt noch öfter backen. Etwas länglicher muss ich sie beim nächsten Mal formen, damit auch die Optik stimmt. Aber ansonsten sehen sie aus wie auf deinem Bild, gut aufgegangen mit einem schönen Ausbund.
    Schon wieder mal danke für ein ganz tolles Rezept, und liebe Grüße von Hans und Ehefrau

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