Durch unser Erkältungs-Pingpong in den letzten Wochen hat eines der Krümmelchen das große Osterfrühstück im Kindergarten verpasst. Die Traurigkeit war verständlicherweise groß und so musst eine Alternative her. Schnell stand der Plan: Wir backen Osterhäschen mit dem Teig vom Zopf-Herz. Doch beim Teigkneten stellte ich fest, dass der Kühlschrank wegen der Krankheitswelle unerfreulich leer war. Keine Eier und keine Sahne weit und breit. Also habe ich ein wenig improvisiert und stattdessen auf Süßlupinenmehl zurückgegriffen. Und weil ich schon am Rezept-Basteln war, habe ich auch noch ein paar weitere Anpassungen vorgenommen um den Teig an unsere Pläne anzupassen.
Die Form mit den separat geformten Ohren ist mir schon etliche Male im Netz über den Weg gelaufen. Es ist prima für Kinderhände geeignet und bringt ein sehr hübsches Ergebnis. Ich habe das Vorgehen ein wenig angepasst, damit Hasenkopf und Ohren in der Dicke relativ ähnlich sind.
Bis wir die Osterhasen in den Ofen schieben wollten, hatte der Liebste auch Feierabend und hatte uns die gewünschten Eier mitgebracht. Als Alternative hätte ich sonst auf die Glanzstreiche vom veganen Wochenend-Zopf zurückgegriffen, die kaum von einer Eistreiche zu unterscheiden ist. Nach dem Backen durften die Häschen über Nacht abkühlen und wurden dann noch mit Zuckeraugen und Mini-Smarties verziert und danach direkt von einem glücklichen Kind angeknabbert.
Osterhasen-Köpfchen
ergibt 10 Häschen
Teig
- 100g Süßer Starter aus dem Kühlschrank
- 340g Mehl Type 550
- 235g Milch
- 10g Hefe
- 5g Salz
- 2g aktives Malz (optional)
- 5g aktives Bohnenmehl (optional)
- 5g Hagebuttenpulver oder Acerolakirschsaft (optional)
Später Einkneten
- 50g Roggenmehl Type 1150
- 50g Wasser
- 5g Leinsamenmehl, Teilentölt (alternativ 2g Flohsamenschale)
- 25g Süßlupinenmehl, Teilentölt
- 60g Zucker
- 75g Butter
Dekoration
- 1 Ei (verquirlt) oder eifreie Glanzstreiche
- Zuckeraugen
- Mini-Smarties
- etwas geschmolzene Kuvertüre oder Zuckerguss zum Aufkleben von Nase und Augen.
Alle Zutaten für den Teig in der Küchenmaschine 3 min auf langsamer Stufe mischen, dann 8 min bei hoher Geschwindigkeit kneten. Nun die Zutaten, die später eingeknetet werden, hinzugeben und weitere 5 min bei schneller Geschwindigkeit kneten, bis das Gluten-Netzwerk vollständig entwickelt ist.
Den Teig für 2 Stunden gehen lassen.
Den Teig in 20 Portionen von jeweils etwa 45g teilen. Für den Kopf wird jeweils ein Teigstück rundgeschliffen (Anleitung s. hier) und ein Teigstück zu einem Teigstrang von ca. 32 cm gerollt. Der Teigstrang wird in die Form eines “M” gelegt und dann am unteren Ende etwas zusammengeschoben. Die Teigkugel wird auf das untere Ende gelegt und etwas flachgedrückt.

Bis zur Vollgare gehen lassen (ca. 90 min). Währenddessen den Ofen auf 200°C vorheizen.
Mit Ei oder Glanzstreiche abstreichen und für 18-20 min mit Dampf bei 200°C backen.
Abkühlen lassen und nach Belieben dekorieren.
Tipp: Anstelle des Süßen Starters kann eine Biga verwendet werden. Hierzu werden 65g Mehl Type 550, 35g Wasser und 0,3 g frische Hefe miteinander verknetet. Die Biga für mindestens 16 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

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