12. Dezember 2009

Podvodnik

Podvodnik (süße Betrüger)Um ein Thema für meinen Adventskalender-Eintrag für Zorras kulinarischen Adventskalender 2009 zu finden, mußte ich lange nachdenken. Im Oktober war Weihnachten einfach noch zu weit weg.

Schließlich habe ich mich für Podvodnik entschieden. Es ist ein Plätzchen-Rezept, dass als Backtriebmittel Hefe verwendet und das passt natürlich gut zu meinem Blog.

Podvodnik ist tschechisch und bedeutet süßer Betrüger oder auch Unterwassermann. Gefunden habe ich das Rezept auf der Seite von Radio Praha, und die Art der Herstellung hat mich sehr fasziniert. Ein Knetteig ganz ohne Zucker, der dann zum Gehen in eine Schüssel kaltes Wasser gegeben wird. Kann so ein Rezept funktionieren?

Die Kekse lassen nur eine Antwort zu: Ja, es funktioniert sogar ganz wunderbar! Die Kekse sind wunderbar mürbe und durch den Vanillepuderzucker, in dem sie gewälzt werden, sind sie angenehm süß. Ein bisschen wie Vanillekipferl, aber doch auch wieder anders. Sehr lecker!

Podvodnik (süße Betrüger)

Teig

Kulinarischer Adventskalender 2009 - Türchen 12

  • 200g Mehl (Type 405)
  • 150g Butter
  • 1 Ei
  • 15g Hefe
  • 1 Prise Salz

Zum Bestäuben

  • 50g Zucker
  • 1/2 Vanillestange

Mehl, Butter, Hefe, Ei und Salz zu einen glatten Teig verkneten und in einer Schüssel mit kalten Wasser eine Stunde gehen lassen. Dann den Teig dünn ausrollen und runde Kekse austechen.

Bei 175°C etwa 15 min backen, bis die Kekse goldgelb sind. Die Backzeit ist von der Keksgröße abhänigig, also zwischen durch kontrollieren! Die Kekse sind noch ein wenig weich, wenn sie aus dem Ofen kommen, werden beim Auskühlen aber knusprig.

In der Zwischenzeit im Mixer eine halbe Vanileestange mit 50g Zucker zu Puderzucker vermahlen.Die Kekse noch heiß in Vanille-Puderzucker wälzen!

 

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15 Gedanken zu Podvodnik

  1. Petra 12. Dezember 2009

    Das mit dem Hefeteig in kalten Wasser geht gut. Jutta von Schnuppschnüss hat das mal ausprobiert und ich habe es nachgemacht. Das war allerdings bei einem Hefezopf. Solche Betrüger würde ich auch gerne nehmen.
    Viele Grüße

    Antworten
  2. Karin 12. Dezember 2009

    Wenn “ Betrüger “ so süß und verführerisch daher kommen, dann mag ich sie auch :-))
    tolles und trotzdem einfaches Rezept, steht auf der Plätzchenlisten !

    Antworten
  3. Ulli 12. Dezember 2009

    Kenn ich so ähnlich als Hefeteigplätzchen – allerdings ist da kein Ei drin, sonderne 1/16 l Milch und etwas mehr Hefe. Die Gehzeit beträgt 2 bis 3 Stunden im kalten Wasser. Die Plätzchen blähen sich richtig auf und sind innen praktisch hohl. Werde mal dieses Rezept zum Vergleich ausprobieren.
    🙂

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  4. Stefanie 13. Dezember 2009

    @all: Danke
    @ Ulli: Genz hohl klingt auch gut. Ich werde mal testen, was bei längeren Gehzeiten passiert.
    @ Petra: Das Rezept für den Wasserkringel habe ich mir direkt mal abgespeichert!
    @ Buntköchin: Die gleiche Erfahrung habe ich mit der tschechischen Küche (besonders der böhmischen) auch gemacht. 😀

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  5. Ulli 13. Dezember 2009

    Wenn Du das mal ausprobieren willst – abweichend von deinem Rezept: 125 g Butter, 20 g Hefe, 1/2 Essl. Zucker, 1/16 l Milch und kein Ei. Backtemperatur 130 g – ca. 20 Minuten. Aus 2 EL Milch, Hefe und Zucker wird ein Vorteig gemacht, die Butter kommt später flüssig hinzu. Wenn man den Teig nach dem Gehen im Wasser (er schwamm bei mir übrigens sofort an der Oberfläche) im Kühlschrank liegen lässt kann man ihn wesentlich besser ausrollen und ausstechen. Viel Vergnügen 🙂

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  6. Jutta 21. Dezember 2009

    Ja, ja, das kommt mir irgendwie bekannt vor. Es ist schon komisch, den Teig ins kalte Wasser zu geben, gell? Aber es klappt ja tatsächlich und die süßen Betrüger werde ich auf jeden Fall einmal ausprobieren. Sie schmecken bestimmt auch noch nach Weihnachten.

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