10. Oktober 2010

Kürbis-Zimt-Schnecken

Kürbis-ZimtschneckeAnderswo sind ja bereits die Kürbiswochen in vollen Gange, bei uns spielen eigendlich immer noch die Äpfel die Hauptrolle. Das liegt vielleicht auch daran, dass Kürbis hier nicht von allen gerne gegessen wird. Besonders mein Vorschlag Kürbissuppe zu kochen, löst da schon mal massiven Wiederstand aus.

Aber das hat mich aber nicht daran gehindert, mich beim Obstwiesenfest unseres Freilichtsmuseums einmal quer durch das Sortiment des Kürbis-Händlers zu probieren. Dem angepriesenen Muskateller-Kürbis konnte ich nicht so viel abgewinnen, der “Australian Butternut” hingegen war genau mein Fall: Allein schon, dass er im Gegensatz zu den mir bekannten Butternuts eine grüne Schale hatte, macht mich neugierig. Und unter der grünen Schale verbarg sich leuchtend oranges Fruchtfleisch, das wunderbar nussig und leicht süß schmeckte.

Die Empfehlung des Händlers war, den Butternut in dünne Scheiben zu schneiden und dann wie ein Schnitzel zu panieren (was ich bestimmt noch ausprobiere), doch ich hatte bereits ein Rezept für Kürbis-Zimt-Schnecken im Kopf.

Den Teig ein wenig mit Kardamon und Muskat gewürzt und mit einem leichten, jedoch gut wahrnehmbaren Kürbisaroma schmecken sie sogar dem Kürbissuppen-Verweigerer.

Ich schicke dieses Rezept zu Susans wöchentlichem Yeastspotting!

Kürbis-Zimt-Schnecken

Pâte fermentée

  • 125 g Mehl
  • 85g Wasser
  • 1g Hefe
  • 2 g Salz

Kürbispüree

  • 600g geschälter Kürbis (Butternut)

Teig

  • 200g Pâte fermentée
  • 15g Hefe
  • 900g Mehl Type 550
  • 600g Kürbispüree
  • 2 Eier
  • 5g Salz
  • 120g Zucker
  • 2g Kardamon (frisch gemahlen)
  • 1 Prise Muskatnuss

Füllung

  • 200g weiche Butter
  • 200g Zucker
  • 20g Vanillezucker
  • 20g Zimt

Alle Zutaten für den Pâte fermentée für 3 min verkneten und 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen, dann im Kühlschrank für mindestens 12 Stunden (bis zu 48 Stunden) fermentieren.

Den Kürbis mit wenig Wasser in der Mikrowelle garen, bis er weich ist (ca. 15 min), dann mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zu Püree zerdrücken.

Am nächsten Tag den Pâte fermentée, Kürbispüree, Eier, Mehl und Hefe  in der Küchenmaschine erst 3 min bei langsamer Geschwindigkeit zu einer homogenen Masse vermengen. Nun den gemahlenen Kardamon, Muskat und Salz hinzufügen und für 6 min kneten.

Den Zucker Esslöffel-weise zum Teig hinzufügen. Zwischen den Zugaben jeweils 1 min kneten.

Den Teig 1,5 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.

Für die Füllung die Butter mit Zucker, Vanillezucker, Zimt und frisch gemahlenen Karadamon cremig rühren.

Den Teig ausrollen, mit der Füllung großzügig bestreuen und von der Längsseite her aufrollen. In 3 cm breite Scheiben schneiden, auf in 2 gefettete Auflaufformen (24 x 40 cm) setzen und 1 Stunde gehen lassen.

Bei 175°C 30 min backen.

10 Gedanken zu Kürbis-Zimt-Schnecken

  1. Laura 15. Oktober 2010

    These look amazing. I sometimes make challah with pumpkin and it is always delicious. I spice it with cinnamon, but I have to try cardamom and nutmeg, because that sounds really good. Pecans and dried cranberries are really, really good with this kind of bread, if you are able to get them.

  2. Céline 25. November 2018

    Liebe Stefanie,

    ich bin gerade im Kürbis Fieber und dieser Leckereien soll es als nächstes geben.
    Wie sollte ich die Eier am besten ersetzten. Ich hab mittlerweile sojaletzitin, nur leider keine Ahnung wie ich das dosieren soll.
    Liebe Grüße,

    Céline

      1. Stefanie 26. November 2018

        @Celine: Ein Ei der Größe M enthält etwa 1,5g Lecithin. Mit 3g liegst du hier in jedem Fall richtig. Denk daran, dass du dann die Wassermenge entsprechend anhebst, wenn du das Ei weglässt. Den Zucker im Teig kannst du auch ganz weglassen!

  3. Wienke 10. August 2020

    Hallo Stefanie,

    Ich würde die Stückgare der Schnecken gern über Nacht im Kühlschrank machen. Sollte ich die Hefe dazu reduzieren?
    Viele Grüße
    Wienke

    1. Stefanie 10. August 2020

      @Wienke: Grundsätzlich ist sowohl eine kalte Stock- als auch Stückgare möglich – ganz wie es in deinen Alltag besser passt.
      Die Hefemenge würde ich dann allerdings auf 10g reduzieren.

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