20. September 2010

Rheinischer Apfelkuchen – Riemchenkuchen

Rheinischer Apfelkuchen (2) Dieses Jahr ist ein wirklich gutes Apfeljahr. Der alte Apfelbaum im Garten meiner Eltern biegt sich geradezu unter den Früchten. Am Samstag haben wir mit der Ernte gegonnen. Nachdem wir alle Äpfel, die mit dem Apfelpflücker zu erreichen waren, geerntet hatten, haben wir vorerst mit dem Ernten aufgehört. Immerhin hatten wir etwa ein Zentner geerntet, ein bis zwei Zentner hängen aber noch.

Rund zwölf Kilo haben wir direkt mit nach Hause genommen und Apfelscheiben eingeweckt und Chutney und Apfelmus gekocht. Ein Teil des Apfelmus habe ich direkt genutzt, um Rheinischen Apfelkuchen zu backen. Wegen des Gitters, das die Oberfläche ziert, wird dieser Kuchen auch Riemchenkuchen oder Riemchenapfel genannt.

Und was machen wir mit den restlichen Äpfeln? Da es sich bei den Äpfel zwar um einen sehr guten Kochapfel handelt, der aber leider nicht lagerfähig ist, werden wir die restlichen Äpfel nächste Woche zur lokalen Fruchtsaft-Kelterei bringen.

Rheinischer Apfelkuchen – RiemchenkuchenRheinischer Apfelkuchen (3)

Teig:

  • 300g Mehl Typ 550
  • 75g Vollmilch
  • 100g Sahne
  • 50g saure Sahne
  • 1 Ei
  • 40g Zucker
  • 5g Salz
  • 5g frische Hefe

Füllung:

  • 500g Apfelmus

Ausserdem

  • Hagelzucker zum Bestreuen

Alle Zutaten für den Teig 5 min bei langsamer Geschwindigkeit kneten, dann weitere 3 min bei mittlerer Geschwindigkeit.

1,5 Stunden gehen lassen.

Nun 2/3 des Teiges dünn ausrollen und eine Tartform damit auskleiden. Das Apfelmus auf dem Boden verteilen, dann den restlichen Teig  zu einer Länge ca 30 cm ausrollen und in 1 cm breite Streifen schneiden. Diese Teigstreifen als Gitter über das Apfelmus legen.

1 Stunde gehen lassen. Das Gitter mit Wasser bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

Bei 175°C ca. 30 min backen.

Because this cake is baked with yeast, I send it to Susans weekly Yeastspotting.

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13 Gedanken zu Rheinischer Apfelkuchen – Riemchenkuchen

  1. bolliskitchen 20. September 2010

    den liebe ich, aber irgendwie fehlte das rezept bisland. Die saure Sahn e kann man ja sicherlich durch crème fraîche ersetzen, gibtg’s hier nämlich nicht.

    Antworten
    1. Stefanie 20. September 2010

      @Toni: Das Chutney habe ich so gemacht: 300g rote Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen, bis sie weich sind, 2 gehackte Knoblauchzehen dazu und kurz mit braten. 1 kg Äpfel schälen und würfeln, zu den Zwiebeln geben, mit 250g Essig, 250g Zucker, 3 zerstoßener Pimentkörner und 2 getrockneten Chilischoten köcheln, bis die Apfel weich sind. Mit Salz abschmecken und noch heiß in Twist-off-Gläser füllen.
      @bolli: Die Saure Sahne im Teig war Teil meiner Resteverwertung. :-) Crème fraîche ist bestimmt ein guter Ersatz, ansonsten kann man bestimmt auch 25g süße Sahne verwenden.

      Antworten
  2. Toni 20. September 2010

    Riemchenkuchen ist ja ein netter Ausdruck und so passend. Kannte ich noch nicht, hatte aber sofort ein Bild im Kopf.

    Wie machst Du das Apfel-Chutney?

    Antworten
  3. Stefanie 21. September 2010

    @Toni: Gern geschehen.
    @ Katrin: Bei Mama und Papa stehen noch ca 35 kg Äpfel in der Garage, damit könntest du ganz viel Apfelmus kochen fürs Kuchen backen ;-)

    Antworten
  4. Elle 25. September 2010

    Love this kuchen! I have apples that make great applesauce but don’t store well and this would be the perfect dessert to make with them.

    Antworten
  5. Katrin 28. September 2010

    Stimmt denn die Mehlangabe?. Mein Teig war ganz weich. Den konnte ich nicht formen. Oder lag es an mir? Hab den Teig dann komplett für den Boden nehmen müssen und alternativ Apfelscheiben draufgelegt und noch Streusel oben drüber gebröselt. Schmeckte auch, aber war ja nicht Sinn der Sache :-(

    PS: Hab schon Äpfelchen von Mama abgestaubt :-) Ihr wart ja echt fleißig.

    Antworten
    1. Stefanie 28. September 2010

      @Katrin: Der Teig ist schon ziemlich weich. Dadurch wird der Boden halt schön locker. Ich habe die Streifen auf dem Kuchen auch nicht wie “Würstchen” gerollt sondern habe den Teig als Platte auswellt und dann in Streifen geschnitten. Mit etwas Mehl bestäubt ging das ganz gut.
      Ansonsten nimm das nächste Mal einfach 20g weniger Milch, dann sollte sich der Teig leichter handhaben lassen.
      Hoffentlich wird das Wetter noch besser, damit wir am Wochenende die restlichen Äpfel vom Baum holen können.
      Bei Weber bekommt man übrigens für 10 kg Äpfel etwa 1 Flasche Saft.

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  6. Pingback: Hefe und mehr » Blog Archive » Ammerländer Apfelkuchen

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