19. Oktober 2013

Frühstücksbrötchen mit Joghurt

Frühstücksbrötchen mit Joghurt (2) Eigendlich wollte ich dieses Rezept “schnelle Frühstücksbrötchen” nennen. Aber andererseits weiß ich, dass meine Auffassung von “schnell” mit der anderer Leute oft nicht konform geht. Schnell bedeutet bei mir: Abends 15 min Zeitaufwand (wobei mir hier die Küchenmaschine die ganze Arbeit abnimmt) und am nächsten Morgen nochmals 45 min (inklusive der Zeit fürs Backen), bis die fertigen Brötchen aus dem Ofen kommen. Und ja, dazwischen liegt eine Gärzeit von zehn bis zwölf Stunden, aber da ich dann eh schlafe, zählt sie für mich nicht 😉 Und durch die lange Teigruhe entwickeln die Brötchen ein wunderbares Aroma, unterstrichen von der leichten Säure des Joghurts, ähnlich wie bei meinen Lieblings-Joghurtbrötchen. Die kurze Stückgare hingegen habe ich mir dabei beim Brotdoc abgeguckt.

Aromatisch, knusprig und mit einer weichen, gleichmässig geporten Krume sind diesen Brötchen der perfekte Start ins Wochenende!

Frühstücksbrötchen mit Joghurt

ergibt 10 Brötchen

  • 500g Mehl Type 550
  • 100g JoghurtFrühstücksbrötchen mit Joghurt
  • 230g Wasser
  • 3g Hefe
  • 15g Honig
  • 15g Butter
  • 10g Salz

 

Am Vorabend alle Zutaten erst 5 min bei langsamer Geschwindigkeit mit der Küchenmaschine kneten, dann weitere 8 min bei schneller Geschwindigkeit. Der Teig ist weich, aber kaum klebrig. Nun den Teig auf der Arbeitsfläche etwas in die Länge ziehen und von links und rechts und von oben und unten in die Mitte falten, so dass ein rechteckiges Paket entsteht. Mit der Unterseite nach oben in eine geölte Schüssel legen und etwa 10 – 12 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Am nächsten Morgen den Ofen auf 250°C vorheizen.

Den Teig aus der Schüssel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen und von Hand vorsichtig zu einer Teigplatte von etwa 2 cm Dicke drücken. Mit einem Teigschaber in 10 gleichgroße Quadrate teilen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

15 min gehen lassen.

Nun in den Ofen schieben und eine Handvoll Eiswürfel für Dampf auf den Ofenboden werfen. 15 min backen, dann die Ofentüre einen Spaltbreit öffnen und bei Umluft weitere 10 min backen.

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34 Gedanken zu Frühstücksbrötchen mit Joghurt

  1. Tonia 20. Oktober 2013

    ach das klingt lecker. So ein bisschen Säure im Brötchen gefällt mir. Jetzt weiß ich auch wieder woher ich das federweißerrezept habe. Werd dich morgen mal verlinken. Du hast hier echt tolle Rezepte und dafür lohnt es sich auch mal etwas „länger“ in der Küche zu stehen.
    Ganz liebe Grüße von Toni von Backen macht froh

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  2. Stefanie 21. Oktober 2013

    @Susanne: Ich hoffe, die Brötchen haben dir geschmeckt!
    @Tonia: Danke schön! Und danke für das zurück verlinken, davon lebt die Bloggerwelt, finde ich.
    @Eva: Hui, bist du schnell!

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  3. Pingback: Apfel-Haselnuss-Brötchen | Hefe und mehr

  4. Jule 30. Oktober 2013

    Liebe Stefanie,

    dein Blog ist toll, habe ihn gerade entdeckt! Ich habe gerade meine ersten (Hefe-)Brote gebacken und werde mich nach dem Urlaub das erste Mal an einen Sauerteigansatz und ein Brot damit wagen. Solange schaue ich mich bei dir noch um, einige Rezepte sind schon auf die Nachbackliste gewandert. 🙂

    Wenn du magst, schau doch mal bei meinem Blogevent vorbei. Ich feiere gerade Bloggeburtstag und habe mir ein nettes Thema ausgesucht und schöne Preise zu vergeben. Würde mich freuen, wenn du auch eine „Flotte Rolle“ beisteuerst. 🙂

    http://www.kochmaedchen.de/kochmaedchen-hat-geburtstag-blogevent-die-flotte-rolle-und-grosses-gewinnspiel/

    Sei lieb gegrüßt
    Jule

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    1. Stefanie 30. Oktober 2013

      @Jule: Danke für die liebe Einladung! Ich kann noch nichts versprechen, der November ist bei mir sehr vollgepackt mit (beruflichen) Terminen. Aber ich werde mir Mühe geben!

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  5. Jofe 24. November 2013

    Gerade nachgebacken, Teig ist über Nacht wunderbar aufgegangen, dann beim Rausnehmen aber in sich zusammen gefallen. Keine Ahnung was da passiert ist. (jemand nen Tipp?) Jetzt gab’s eben kleine flache Brötchen, die aber immerhin prima geschmeckt haben.

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    1. Stefanie 24. November 2013

      @Jofe: Wie lange hast du den Teig gehen gelassen? Länger als 12 Stunden? Oder stand er recht warm (wärmer als 20°C)? Das klingt so, als wäre der Teig zu lange gegangen. Beim nächsten Mal kannst du den Teig entweder kühler stellen, z.B. im Keller bei 16-18°C, oder du nimmst noch weniger Hefe.

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      1. Jofe 25. November 2013

        Glaube es war wohl tatsächlich zu warm, und der Teig stand dann auch noch über 13 Stunden. Werde das alles nochmal neu machen und dann berichten. 😉
        Aber die Fladenfrühstücksbrötchen waren auch lecker. 😀

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      2. Jofe 30. November 2013

        So, neuer Versuch. Dieses Mal ging der Teig knapp 10 Stunden, es war definitiv nicht zu warm, mein Teig ging prima auf, beim Rausholen aus der Schüssel fiel er aber wieder zusammen. (Vielleicht ist das ja auch normal, so locker wie er ist) Ich komme dann auch problemlos zu der 2 cm dicken Teigplatte. Auf dem Blech beim Ruhen sowie im Ofen passiert dann höhenmässig aber nicht mehr viel, die werden dann vielleicht noch 1 -2 cm höher das war’s dann aber. Nicht mal ansatzweise werden die so hoch wie auf Deinen Bildern. Keine Ahnung was ich falsch mache.

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        1. Stefanie 30. November 2013

          @Jote: Hmmm, ich glaube, bei der Fehlersuche müssen wir jetzt Schritt für Schritt vorgehen – schreib doch mal ganz genau auf, wie du genau vorgehst. Ach ja, und nimmst du frische Hefe oder Trockenhefe?

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  6. Pingback: Frühstücksbrot mit Joghurt im Topf gebacken

  7. Petar 4. Februar 2014

    Hallo Stefanie
    Erstmal Herzliche Grüße aus Serbien.Bin durch zufall auf dein Block gestoßen,und muß sagen das ich begeistert bin.Habe die Brötchen meinen Freunden hier gereicht -was soll ich sagen ? Voller Erfolg.Denn so etwas gibt es hier in ganz Belgrad nicht.Unter uns gesagt,dabei bleibt es auch.
    Schönen Gruß
    Petar (Bayerischer Serbe )

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    1. Stefanie 3. Januar 2015

      @Tim: Wenn du Trockenhefe nehmen möchtest, musst du die angegebene Hefemenge durch 2,5 teilen. Anstellen von 3g frischer Hefe nimmst du nur 1,2g Trockenhefe.

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      1. Tim 10. Januar 2015

        Hi,

        Danke für die Antwort. Hab es mit frischer Hefe gemacht, war aber nicht wirklich erfolgreich.
        Bei mir ist der Teig ebenfalls wieder zusammengefasst. Der Teig war sehr schön aufgegangen. Und als ich das Tuch von der Schüssel genommen hab ist der Teig zusammen gefallen.

        Antworten
          1. Stefanie 10. Januar 2015

            @Tim: Das klingt, als wäre der Teig ein wenig zu lange gegangen. Sind die Brötchen denn dann wieder aufgegangen?
            Ich würde die Frischhefemenge jedenfalls auf 2g reduzieren.

  8. Luise 25. März 2015

    hallo, reden wir hier wirklich von 2-3 g Hefe?? Das ist ja nicht mal ein Zehntel eines hefewürfels… Alle brötchen Rezepte die ich in letzter Zeit getestet habe hatten mind einen halben Würfel (also 21g) drin.
    *ratlos*
    Luise

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    1. Stefanie 25. März 2015

      @Luise: Ja, wir reden hier tatsächlich über 2-3 g Hefe! 🙂 Das liegt daran, dass der Teig viel Zeit hat, bei Raumtemperatur zu gehen. Das würde bei mehr Hefe nicht funktionieren, da der Teig sonst „übergehen“ würde. Und ehrlich gesagt sind 21g Hefe auf 500g Mehl etwas viel. Normalerweise geht man von max. 2% frischer Hefe aus um ein Gebäck oder Brot mit ausgewogenen Aroma zu bekommen, mit mehr bekommt man diesen stark hefigen Geschmack. Darum sind 10g frische Hefe pro 500g Mehl mehr als genug, wenn es „schnell“ gehen soll (z.B. wie in diesem Rezept). Hat man mehr Zeit, reicht auch weniger Hefe aus. Und durch die lange Gärzeit bekommt der Teig ein viel besseres Aroma, denn die Hefen produzieren neben Alkohol und Kohlenstoffdioxid halt auch noch andere Nebenprodukte, die dann den guten Geschmack ausmachen.

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  9. nicole 26. April 2015

    Hi Stefanie,

    wir haben soeben die ersten Brötchen verspeist – superlecker! So tolle Brötchen habe ich noch nie hinbekommen. Alles passt: Geschmack, Kruste, Konsistenz der Krume.
    Der Teig war allerdings zu weich, um ihn nach Deiner Methode zu formen. Heute morgen war er völlig in der Schüssel veraufen und nur schwer unbeschadet da raus zu bekommen. Also musste ich improvisieren und habe aus Teigstreifen die Brötchen gerollt. Hat dem Ganzen aber keinen Abbruch getan – die Brötchen waren sogar optisch immer noch ansprechend. Und der Rest, wie gesagt, einfach super! Vielen Dank für das Rezept!

    Antworten
  10. Susanne 15. Mai 2015

    Tolles Rezept! Hab die Brötchen gestern angesetzt und heute frisch zum Frühstück gebacken. Sie hatten zwar nicht so einen hohen Ofentrieb wie auf deinem Foto, waren aber super lecker-locker.

    Antworten
  11. Petra 23. August 2015

    Wunderbar! – Hallo Stefanie,
    habe heute diese Jobhurtbrötchen zum 2. Mal gebacken und 1/3 Mehl durch selbstgemahlenes Dinkelvollkornmehl ersetzt.
    Was mich an den Brötchen fasziniert: sie sind ja so schnell gemacht… kaum Aufwand, denn beim Gehen muß man den Teig nicht an die Hand nehmen :-).
    Diese Brötchen werde ich öfter backen.

    Antworten
  12. Ramona 6. September 2015

    Liebe Stefanie! Über Pinterest bin ich auf deine oberlecker aussehenden und sicher auch schmeckenden Joghurt-Brötchen aufmerksam geworden…gepinnt…und nun das erste Mal gebacken…leider ist mit der Teig nicht richtig aufgegangen. Hast du eine Idee, was die Ursache hierfür sein kan??? Habe mich genau an die Mengenangaben im Rezept gehalten. Habe 3 gramm Trockenhefe genommen – hätte keine Frischhefe im Haus…Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen! Einen schönen Sonntag und weiter so-toller Blog! LG, Ramona

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    1. Stefanie 6. September 2015

      @Ramona: Das ist ja ärgerlich! Ist der Teig über Nacht auch nicht aufgegangen? Dann würde ich darauf tippen, dass die Trockenhefe nicht mehr gut war.
      Oder ist er aufgegangen und wieder zusammengefallen? Dann hatte der Teig wahrscheinlich Übergare, denn 3g Trockenhefe entsprechen etwa 8-9g Frischhefe und damit war die Hefeportion in deinem Teig eigentlich zu hoch.

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  13. Kathy 26. November 2015

    Liebe Stefanie, Dein Rezept klingt verlockend. Ich bekomme am WE Besuch und würde den Teig gern einen Tag vorher vorbereiten und in den Kühlschrank stellen, damit ich ihn dann in der Nacht vor dem vielversprechenden Frühstück gehen lassen kann. Ist das möglich bzw. hast Du damit schon einmal Erfahrungen gemacht? Freue mich über eine Antwort, danke! Viele Grüße Kathy

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    1. Stefanie 26. November 2015

      @Kathy: Du möchtest den Teig für die Brötchen für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen und dann am Vorabend backen, ja? Das ist möglich, ich würde die Hefemenge allerdings ein klein wenig erhöhen und 5g verwenden. Bei dieser langen, kalten Gare kann es sein, das die Krume etwas grobporiger wird, aber das ist ja nicht schlimm 🙂

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  14. Elke Preuß 24. Januar 2016

    Schnell – ist relativ. Wenn ich meinen Mann (Frühaufsteher) dazu bekomme, statt zum Bäcker an die Backmatte zu gehen, und die Quadrate abzustechen, dann werden diese Brötchen unser Samstagmorgen-Frühstücksklassiker! Ich musste sie mit Dinkelmehl 630 backen, da mir beim Kuchenbacken das 550-er Mehl ausgegangen war. Sie schmecken wunderbar kross und ganz leicht nussig!

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    1. Stefanie 24. Januar 2016

      @Elke: Mein Lieblingsargument ist dabei ja immer, dass man Brötchen im Schlafanzug backen kann. Und das man – je nach Jahrszeit – auch nicht in die Kälte / den Regen hinaus muss 😉

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  15. Noch eine Stefanie 23. Februar 2016

    So schnell und so köstlich! Vermutlich gibt’s die morgen gleich nochmal. Vielen Dank auch für dieses schöne Rezept!
    Wenn mir jemand begeistert etwas von kohlenhydratfreier Ernährung vorschwärmt, fliegt vor meinem inneren Auge immer ein Schwarm von Baguettes und Brötchen nach Deinen Rezepten vorbei und ich denke: mit mir nicht! Einfach zu lecker.
    Stefanie

    Antworten

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