21. Februar 2016

Restle-Brot

Restel-Brot (1)Manchmal entstehen die besten Brote eher ungeplant. So wie bei diesem Brot, das eher für die Resteverwertung gedacht war:  Beim Irländer hatte ich ein etwas größeres Aromastück angesetzt, damit sich der Energieaufwand auch lohnte. Im Kühlschrank fand sich noch eine größere Portion süßer Starter, den ich nicht komplett füttern wollte. Was lag da näher, als beides in einem Brot zu verwenden? Der Mehlvorrat gab auch noch den einen oder anderen Rest her, und schon hatte ich einen Plan.

Es ist ein klassisches Alltagsbrot mit einer saftigen Krume. Das Aromastück sorgt hierbei für eine gute Frischhaltung und gibt eine feine Malznote. Der gereifte süße Starter gibt eine milde Vielschichtigkeit im Aroma, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Ein feines Brot, das mich über weitere Experimente mit dem Aromastück nachdenken lässt.

Restle-Brot

AromastückRestel-Brot (2)

  • 80g Roggenvollkornmehl
  • 240g Wasser
  • 2g aktives Malz

Teig

  • Aromastück
  • 250g süßer Starter (1 Woche alt)
  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 400g Mehl Type 550
  • 120g Roggenvollkornmehl
  • 330g Wasser
  • 20g Butter
  • 15g Hefe
  • 10g Salz

Für das Aromastück Roggenvollkornmehl, aktives Malz und Wasser vermischen und unter Rühren auf 65°C erwärmen. Das Aromastück für 2 – 3 Stunden auf 65°C halten (Backofen), dabei verändert sich die Farbe zu einem dunkleren Braun und es bekommt einen leicht süßen Geschmack. Das Aromastück nun unter Rühren aufkochen lassen und vor der Verwendung vollständig abkühlen lassen.

Alle Zutaten für den Teig erst 5 min bei langsamer Geschwindigkeit kneten, dann weitere 8 min bei schneller Geschwindigkeit bis zu einer mittleren Glutenentwicklung kneten.

90 min bei Raumtemperatur gehen lassen.

Nun den Teig halbieren, kurz entspannen lassen und zu zwei länglichen Broten formen. Diese mit dem Schluss nach oben in Gärkörbchen geben.

80 min gehen lassen.

Den Brotbackstein in der Zwischenzeit auf 250°C aufheizen.

Das Brot auf den Brotschieber stürzen, einschneiden und in den Ofen einschießen. Für Dampf sorgen und die Temperatur 190°C reduzieren. Die Brote 50 min backen .

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6 Gedanken zu Restle-Brot

  1. Martina 22. Februar 2016

    Hallo Stefanie,
    das Brot hört sich super lecker an, bevor ich jedoch starten kann habe ich noch ein paar Fragen:
    Kann ich das Aromastück über Nacht auskühlen lassen? Wenn ja, im Kühlschrank?
    Den süßen Starter gibst du ohne auffrischen direkt aus dem Kühlschrank mit in den Teig?

    Liebe Grüße und schon mal Danke für die Antwort
    Martina

    Antworten
    1. Stefanie 23. Februar 2016

      @Martina: Du kannst das Aromastück ohne Probleme über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Raumtemperatur würde ich nicht machen, da es dann evtl. anfängt zu gären. Den süßen Starter habe ich unaufgefrischt in den Teig gegeben, wenn du aber nicht so eine große Menge im Kühlschrank hast, spricht aber auch nichts gegen Auffrischen 🙂 (das wären dann 100g süßer Starter, 100g Mehl, 50g Wasser, 2-4 Std. bei 30°C).

      Antworten
      1. Martina 23. Februar 2016

        Super vielen Dank, dann kommt das Rezept sofort auf die Backliste am Wochenende …😊

        Antworten
  2. Maria Potthoff 25. Februar 2016

    Man sieht das lecker aus! Viel besser als bei jedem Bäcker 🙂 Muss mich definitiv mehr mit dem Backen beschäftigen, ist ja super, was man alles machen kann! Dagegen sieht meine Brotbackmaschine aber alt aus.. Liebe Grüße aus Südtirol 🙂

    Antworten
  3. Julia 26. Februar 2016

    Ich hab mal noch eine Frage zum Aromastück: werden die Enzyme erst bei 65 Grad so aktiv, dass sie alles brav aufspalten oder dient die Wärme nur der Beschleunigung des Prozesses?
    Praktisch formuliert: Könnte man das Aromastück auch einfach 2 oder 3 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen, statt es zu erwärmen? Könnte vor allem für den Sommer relevant werden, wenn man den Ofen nur so kurz wie möglich anhaben möchte 😉

    Liebe Grüße,
    Julia

    Antworten
    1. Stefanie 26. Februar 2016

      @Julia: Ich müsste mal eine Temperaturkurve für die Amylaseaktivität raussuchen, es kann gut sein, dass man bei längerer Stehzeit und geringerer Temperatur schon eine recht gute Verzuckerung hinbekommen würde. Aber ich sehe bei der Überlegung, das Aromastück bei sagen wir mal 30°C stehen zu lassen, noch ein ganz anderes Problem: Die lieben Mikroorganismen im Mehl würden bei so einer langen Stehzeit das Aromastück bestimmt zum Gären bringen. Darum würde ich eher einmal eine richtig große Menge ansetzen, und diese Portionsweise für das Brot einfrieren. Wenn man dann das Aromastück über Nacht im Kühlschrank auftauen lässt, besteht auch keine Gefahr von Fremdgärung.

      Antworten

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