Tag-Archiv: Kichererbsen

27. Dezember 2016

Maronen-Rote Beete-Kohlroulade mit Veggi-Jus

Vegetarische KohlrouladeWenn ich Kohlrouladen mache, dann ist eine ganz wichtige Stellschraube die Konsistenz. Und so fiel die Kürbis-Steinpilz-Maronen-Kohlroulade, die ich beim Testkochen für Weihnachten ausprobierte, auch gnadenlos durch. Der Geschmack war gut, aber die Konsistenz war viel zu weich und breiig.

Eines meiner Lieblingsrezepte für Kohlrouladen stammt aus dem Kochbuch “Deftig Vegetarisch” von Ann-Kathrin Weber und ist ein Gedicht aus gekochtem Dinkel, Feta und Thymian. Und als ich so darüber nachdachte, wurde mir klar, dass ich bei diesem Rezept den Biss schätze, den die Getreidekörner liefern. Doch für Weihnachten war mir diese Version zu rustikal. Und so habe ich auf Grundlage meiner liebsten ABC-Burger-Patties eine Rouladenfüllung mit Maronen, roter Bete, Chamingnons und Kichererbsen gebaut. Der notwendige Biss kommt hier von Kichererbsen, die roh durchgewolft werden, und dem herzhaften Vollkorn-Buchweizenmehl, das auch zur Bindung beiträgt. Für etwas mehr Spannung im Geschmack sorgen Kapern, die einen säuerlich-frischen Kontrapunkt zu den erdigen und süßen Aromen von Maronen und roter Beete setzen. Auch optisch macht der Kontrast aus roter Füllung und grünen Blättern viel her. Als Sauce gab es dazu die “perfekte Veggie-Jus”, die Eva vor einiger Zeit mal gepostet hat. Nachahmung wird hier aus tiefsten Herzen empfohlen, mit all den verschiedenen Umami-Quellen gibt es einen unwahrscheinlich aromatische, tiefgründige Soße, die fantastisch zu den Rouladen passt.

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8. November 2015

ABC-Burger

ABC-BurgerIch habe es endlich gefunden: mein perfektes vegetarisches Burgerpatty. Es ist ein Aubergine, Beete & Champignon -Bratling, der durch Kichererbsen, Haferflocken und Buchweizenmehl seine Bindung erhält.

Und damit ist er nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan. Weizenfrei ist er auch noch – wer ihn ganz glutenfrei haben möchte, sollte allerdings die Haferflocken durch Hirseflocken ersetzen. Wichtig ist, das man die Kichererbsen roh verwendet und nicht aus Bequemlichkeit die aus dem Glas nimmt, denn sonst stimmt die Bindung und die Konsistenz nicht mehr.

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29. Juni 2015

Falafel

Falafel (1)Nach bestandener Doktorfeier gibt es bei uns im Labor immer etwas Leckeres zu Essen, denn sowohl der frisch gebackene Doktor als auch alle andere brauchen eine Stärkung nach der Aufregung der Prüfung. Für die letzte Prüfung sollte es ein rein vegetarisches Büffet geben und ich hatte Falafel versprochen. Und so saß ich morgens um acht in der Kaffeeküche und formt Falafel. Ich brauchte 45 Minuten für 100 Stück und irgendwo in der Mitte fragte ich mich dann, ob ich es nicht doch mit der Menge übertrieben hatte.

Als die Falafel dann aber auf dem Buffet standen, waren sie schnell verschwunden und die Frage nach dem Rezept kam auf. Ob es auf dem Blog steht? Da noch nicht, aber jetzt schon 🙂

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18. Mai 2012

Süßkartoffel-Kichererbsen-Brot

Süsskartoffel-Kichererbsen-Brot

Seit Weihnachten habe ich bei keinem Bread Baking Day mehr teilgenommen, zu sehr war ich mit der Fertigstellung meiner Doktorarbeit beschäftigt. Das liegt nun (endlich) hinter mir und ich kann mich wieder auf die Dinge konzentrieren, die Spass machen – Brot backen und Laborarbeit.

BBD wird dieses Mal von Sandra von From Snuggs Kitchen ausgerichtet und hat das Thema: “Brot mit Gemüse”. Da traf es sich doch gut, dass ich einen Süßkartoffel-Rest hatte, der nach einer Resteverwertung schrie. Und das Kichererbsenmehl (Kichererbsen = Gemüse) vom letzten Ausflug in den Indischen Supermarkt war bis auf einmal Pakoras backen auch vernachlässigt worden. Und so habe ich nicht lange gezögert, und einen Brotteig mit Süßkartoffeln und Kichererbsenmehl-Zugabe geknetet. Das Kichererbsenmehl macht den Teig ziemlich weich, weshalb ich deutlich weniger Wasser als normal verwendet habe.

Die Brote durften die Nacht in ihren Gärkörbchen im Kühlschrank aufgehen und wurden am nächsten Morgen gebacken. Dabei roch schon bald die ganze Küche nach Kichererbsen.

Das Brot hat während des Backens eine wunderbar rösche, dunkle Kruste bekommen, von der sich die Einschnitte in einem dunklen Orange abheben. Auch die Krume hat durch die Süßkartoffel einen zarten Orangeton, wie ich ihn auch von manchen Kürbisbrot kenne. Beim Abkühlen knisterten die Brote vernehmlich, ein Geräusch, dass in mir immer die Vorfreude aufsteigen lässt, denn es verspricht eine lockere Krume unter der knusprigen Kruste.

Beim Geschmack überwiegt die Kichererbse, aber der Geschmack ist insgesamt sehr ausgewogen und lecker.

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