Im Moment bin ich ganz auf dem “Brot mit mehreren Vorteigen”-Trip. Und da ich Appetit auf ein simples Vollkornbrot hatte, habe ich den Sauerteig mit frischen Vollkornmehl angesetzt, während der Pâte fermentée mit weißen Mehl zubereitet wurde.
Damit das Brot rustikal aufreißt, habe ich es mit dem Saum nach unten in die Gärkörbchen gesetzt. Dadurch ist der Saum nach dem Stürzen auf der Oberseite. Im Ofen reißt das Brot dann unregelmäßig auf, das sieht hübsch aus und man spart sich das Einschneiden. 😉
Pumpernickel ist kein Brot für mich, denn es besteht nur aus Roggen. Aber mein Freund mag Schwarzbrot sehr gerne, daher habe ich die Chance ergriffen und Pumpernickel gebacken, dessen Herstellung mich schon immer gereizt hat. Das besondere an diesem Brot ist, dass es weniger gebacken als im eigenen Dampf gesotten wird. Da der Teig sich nur langsam erhitzt laufen im Inneren Enzymreaktionen ab, die die Stärke zu Zucker abbauen. Durch Karamelisierung dieses Zuckers und durch die Maillard-Reaktion, bei der Zucker mit Proteinen reagiert, erhält das Brot seine dunkle Farbe.
Wie schön, wenn man bei der Suche nach einer Inspiration für das Abendessen über ein so tolles Rezept stolpert.
An manchen Tagen, wenn es wieder einmal spät wird im Labor, brauche ich am an der Grenze zwischen späten Nachmittag/frühen Abend nochmal eine kleinen Dosis Kohlehydrate, um wieder zur Höchstform aufzulaufen. Ein oder zwei Kekse sind dann genau das Richtige, am Besten zusammen mit einer Tasse Kaffee und einem kleinen Plausch mit den lieben Kollegen.
Kaum bin ich aus dem Urlaub zurück, bin ich zurück im Chaos: Der lang ersehnte Umzug meiner Arbeitsstelle in das neue Biozentrum wurde von Freitag auf Montag vorverlegt. Eigentlich hätte ich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub noch eine Woche gehabt, um alles zu packen, doch so blieb mir nur noch das Wochenende. Was für ein Glück, das ich vor meinem Urlaub schon alles sortiert hatte.