11. Mai 2024

Johannisbeer-Streuseltaler

Nachdem ich mit den Feiertagen im Mai völlig mit den Wochentagen durcheinanderkomme, gibt es heute ein Rezept, das ich jetzt schon ein ganzes Jahr für euch aufgehoben habe. Letztes Jahr habe ich es nämlich so sehr am Ende der Johannisbeer-Saison gebacken, dass es fast keine Beeren mehr gab, als alles fotographiert und geschrieben war. Und da es gemein wäre, euch die Zähne mit den Rezept langzumachen, habe ich es auf den Beginn der nächsten Johannisbeer-Saison verschoben. Dabei nahm das Rezept seinen Anfang ebenfalls im “Nicht-Bekommen”.

Meine Mama erzählte mir im letzten Jahr nämlich von leckeren Streuseltalern beim Bäcker vor Ort. Und das sie nicht einmal, sondern gleich zwei Mal keine bekommen hatte. Das eine Mal hatte der Herr in der Schlange vor ihr die letzten aufgekauft, das andere Mal wurden die bereits von ihr vorbestellten nicht geliefert. Wenn sich das Universum so gegen einen verschwört, hilft nur eines: selber backen!

Zum Glück sind Streuseltaler und Konsorten hier im Blog immer gern gesehen und so habe ich in Teilen auf altbekanntes zurückgegriffen: Die Quark-Füllung der Quark-Streusel-Kolatschen vereint sich hier aufs leckerste mit diesen Streuseln. Bei den Johannisbeeren habe ich experimentiert und sowohl Teilchen mit roten und Teilchen mit schwarzen Johannisbeeren gebacken. Die Variante mit den schwarzen schmeckt mir noch besser als die “klassische” Variante, aber das muss wahrscheinlich jeder für sich ausprobieren.

Johannisbeer-Streuseltaler

ergibt 10 Taler

Süßer Starter

Teig

  • Süßer Starter
  • 220g Mehl Type 550
  • 80g Buttermilch
  • 25g Zucker
  • 50g Ei (1 Ei Größe M)
  • 5g Hefe
  • 3g Salz
  • 70g Butter

Quarkfüllung

  • 2 Eier (Größe L)
  • 400g Magerquark
  • 60g Zucker
  • 30g Speisestärke
  • 100g Schmand

Obst-Füllung

  • 500g Johannisbeeren (schwarz oder rot, nach Belieben)

Streusel

  • 135g Zucker
  • 165g Butter
  • 205g Mehl Type 550

Für den süßen Starter alle Zutaten zu einem festen Teig verkneten und für 2-3 Stunden bei 30°C gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Alle Zutaten bis auf die Butter für 5 min bei langsamer Geschwindigkeit kneten, dann weitere 8 min bei schneller Geschwindigkeit bis zu einer mittleren Glutenentwicklung. Die kalte Butter währenddessen ins kleine Stücke schneiden. Nun Zucker und  Butter hinzufügen. Der Teig wird sehr weich und schmierig. Für etwa 15 min bei schneller Geschwindigkeit bis zur vollständigen Glutenentwicklung auskneten. Der Teig hat nun eine weiche, elastische Konsistenz und fühlt sich seidig und glatt an.

Den Teig 4 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.

Währenddessen die Zutaten für die Streuel zu einem bröseligen Teig verkneten. Wenn der Teig sich nicht zu dickeren Bröseln verkneten lässt, ein wenig Wasser hinzufügen.

Für die Quarkfüllung alle Zutaten miteinander verrühren

Den Teig in etwa 55g schwere Stücke abwiegen und zu Kugeln schleifen. Kurz ruhen lassen und  flach drücken. 10 min ruhen lassen, dann zu dünnen Fladen mit einem Durchmesser von ca. 15 cm ausrollen. Mit jeweils 65g Quarkmasse bestreichen und 50g Johannisbeeren und 50g Streusel darauf verteilen

1 Stunde gehen lassen.

Bei 200°C für etwa 20 min backen.

5 Gedanken zu Johannisbeer-Streuseltaler

  1. Corinna 11. Mai 2024

    Liest sich sehr sehr lecker, ich frage mich nur wie man die frisch auf die Kaffeetafel bekommen kann. Wie war dein Zeitplan? Könnte man auch eine ÜNG ins Kalkül ziehen, dann weniger Hefe ? Ich würde sie gerne nachbacken, bin aber der Monk, wenn Hefeteilchen vom Vortag sind . Danke

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    1. Stefanie 20. Mai 2024

      @Corinna: Ich würde den Hauptteig über Nacht gehen lassen. Auch Streusel und Quarkmasse lassen sich am Vorabend gut vorbereiten. Die Stückgare wird sich wahrscheinlich etwas verlängern, ich würde mit 75-90 min rechnen.

      Antworten
  2. Karin 19. Mai 2024

    Ich habe heute die Hälfte gemacht: 6 Stück auf einem Blech. Den LM habe ich gestern abend bereits angestellt, nach 2 Std in den Kühlschrank. Morgens den Teig geknetet, ….. mittags waren die Teilchen fertig-und sowas von lecker!!!
    Danke für’s Rezept! Auch wenn ich mich nicht 1:1 daran gehalten habe 😉

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    1. Stefanie 20. Mai 2024

      @Karin: Rezepte sind doch dazu da, dass man sie ändert 😀 Ich freue mich, dass es gut geklappt hat!

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