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Nach einer sehr stressigen Woche mit vielen Fehlschlägen und langen Abenden im Labor, aber auch einem Happy End am Ende meiner Experimente, war ich noch nicht so richtig in Weihnachtstimmung.
Aber ich wußte, dass wenn ich jetzt keinen Christstollen backen würde, es in diesem Jahr nichts mehr mit einer Lagerzeit von mindestens zwei Wochen bis Weihnachten würde. Also habe ich Rolf Zuckowskis “Weihnachtsbäckerei”, seit Kindertagen ein Muss bei Keks- und Stollenbackaktionen, angeschaltet und begonnen, nach einem Rezept zu suchen. In Zotero hatte ich dieses Jahr zwei gespeichert: ein Rezept von Dan Lepard für extra saftigen Stollen und das Rezept für Thüringer Stollen von Bäcker Süpke.
Aber welches sollte ich denn nun nehmen? Die Entscheidung fiel mir schwer.
Also habe ich beide Rezept in Bäckerprozent umgerechnet und verglichen. Bei dem Rezept von Bäcker Süpke gefiehl mir die große Menge an Früchten und Nüssen und der höhere Buttergehalt, dafür schien mir der Flüssigkeitsgehalt zu gering (Inzwischen hat er die Milchmenge erhöht).
Das Rezept von Dan Lepard hat auf der Plusseite die höhere Flüssigkeitsmenge und die Verwendung von einer Art water roux (Mehl mit Milch gekocht), was mehr Flüssigkeit im Teig bindet. Auch sieht dieses Rezept Marzipan für den Teig vor. Das ist natürlich ein Muss bei Christstollen für mich. Dafür ist seine Menge Früchten zu gering und es kommen keine Mandeln in den Teig. 
Da beide Rezepte ihre Vor- aber auch Nachteile hatten, habe ich mir aus beiden das Beste herausgepickt und mein eigenes Rezept gebastelt. Mein Rezept enthält einen water roux, vielen Früchten und Nüssen, Marzipan und einer angemessen hohe
Buttermenge.
Der Teig ist weich, läßt sich aber gut handhaben. Im Gegensatz zu meinen bisher getesteten Stollenrezepten ist der Stollen im Ofen nicht breitgelaufen. Damit bin ich schonmal sehr zufrieden. Beim Formen muß ich allerdings noch üben, wirklich stollentypisch sieht er nämlich nicht aus.
Nach einer Woche Lagerung habe ich jetzt schon mal probiert. Sehr schön saftig, bei weitem der saftigste Stollen, den ich je gebackene habe. Sogar der Rosinenverweiger hat probiert und festgestellt, das es ganz gut schmeckt.
Leider kommt dieser Post zu spät für die Weihnachtsausgabe von Yeastspotting (die wirklich toll gelungen ist), aber es ist ein tolles Rezept für Bread Baking Day # 25, das dieses Mal von Cinzia von Cindystar abgehalten wird. Bis zum 1.1.2010 kann man ihr weihnachtliche Back-Rezepte schicken, die sie in einem ständig aktualiserten Round-up sammelt.
Christstollen
ergibt 2 Stollen von je 800g
Zum Einweichen:
- 300g Rosinen
- 100g Mandeln
- 30g Rum
- kochendes Wasser
Water roux:
- 30 g Mehl Type 550
- 150g Milch
Vorteig:
- 100g Mehl Type 550
- 100g kalte Milch (ca. 15°C)
- 35g Hefe
Teig:
- gesamter Water roux
- gesamter Vorteig
- 400g Mehl Type 550
- 5g Salz
- je 0,5g (eine kräftige Prise) Muskatblüte, Kardamon, Zimt
- Mark einer halben Vanilleschote
- 75g Zucker
- 250g Butter, Zimmertemperatur
- 50g Orangat (am Besten am Stück)
- 50g Zitronat (am Besten am Stück)
- 140g Marzipan
Zum Bestreichen:
- 50g Butter
- 100g Zucker
- 100g Puderzucker
Am Vorabend Rosinen und Mandeln in eine Schüssel geben und mit Rum vermengen. Dann mit Wasser auffüllen bis alles mit Flüssigkeit bedeckt ist.
Für den Water roux Mehl mit Wasser klümpchenfrei verrühren, dann auf den Herd unter ständigen Rühren auf 65°C erwärmen (dauert ca 3 min), die Masse hat nun die Konsistenz eines festen Puddings. In eine Schüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie abdecken, so dass die Oberfläche beim Abkühlen nicht austrocknet.
Mehl, kalte Milch und Hefe verrühren und gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Währenddessen die eingeweichten Rosinen gut abtropfen lassen und Orangat und Zitronat fein hacken.
Für den Teig Butter, Zucker und Gewürze cremig gerrührt und mit Mehl, Vorteig und Water roux zu einem glatten Teig geknetet (ca 3 min). Der Teig sollte dabei nicht zu warm werden!
30 min ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Ofen auf 200°C vorheizen.
Die Rosinen, Mandeln, Zitronat und Orangat vorsichtig in den Teig einkneten. Dabei nur so lange kneten, bis sich die Früchte gleichmäßig verteilt haben.
Den Teig teilen und kurz ruhen lassen.
Marzipan halbieren und jeweils zu einem etwa 30 cm Strang rollen. Den Teig zu einem ovalen Laib formen und mit einem Nudelholz längs eindrücken. Die Marzipanrolle in den eingedrückten Teil legen und den Teig zusammenfalten.
Bei 200°C etwa 40 min backen.
Nach dem Backen den noch heißen Stollen mit geschmolzener Butter einpinseln und mit feinen Zucker bestreuen. Über Nacht auskühlen lassen, dann den Stollen dick mit Puderzucker bestäuben und ihn in Alufolie einwickeln. Vor dem Probieren muss der Stollen an einem kühlen Ort ein bis zwei Wochen gut durchziehen.
After a week with experiments which seemed to fail one after another and long evenings spend in lab to figure out what went wrong, I was not in Christmas mood last weekend. Friday night I leave the lab happy because of one experiment worked at least, but I was so exhausted that even baking seemed to much work on this weekend.
But then I realized that if I want to have a stollen for Christmas that rested at least two weeks (four weeks would be better) I had to bake it now. I had all ingredients on hand, only a recipe was missing. Looking through my bookmarks I found that I bookmarked two different recipe for this year: Dan Lepards recipe for a extra moist Stollen and the recipe for Thüringer Stollen from Bäcker Süpke.
But what recipe should I choose? Both sounded good but although had small details I did not like so much. Bäcker Süpkes stollen seemed to have to less liquid (something he changed now) but I like the amount of fruits and nuts very much, Dan Lepard worked with cooked flour (similar to water roux), a unusual but fascinating idea, but I did not like the idea of eggs in a stollen and the amount of fruits was to low in my eyes. So what to do? In the end I take inspiration from both recipes and created my own version.
This version use a water roux as well as a preferment, contains lots of raisins, almonds and candid orange and lemon peels, and lots of butter. The dough was soft, but easy to handle and the stollen keeps its form very well.
After one week (which was as busy as the last one) I could not resist any longer and cut some slices for us: A nicely moist crumb with a delicious flavour of vanilla, cinnamon and cardamom. Even my raisin-hating boyfriend eat a slice!
I am sorry but I am to late for the Holiday Editon of Yeastspotting, but it is the perfect post for Bread Baking Day # 25. The host of this month is Cinzia from Cindystar. Until 1.January 2010 you can send her Entries for “Baking under the Christmas Tree” for her updating Round-up .
Christstollen
yields 2 Stollen of 800g each
Soaker:
- 300g raisin
- 100g almonds, chopped
- 30g rum
- hot water
Water roux:
- 30 g flour Type 550
- 150g milk
Preferment:
- 100g flour Type 550
- 100g cold milk (about 15°C)
- 35g fresh yeast
Dough:
- Water roux
- preferment
- 400g flour Type 550
- 5g salt
- 0,5g of mace, cardamom, cinnamon
- seeds of a half vanila been
- 75g sugar
- 250g butter
- 50g candid orange peel
- 50g candid lemon peel
- 140g marzipan
Glazing:
- 50g butter, melted
- 100g sugar
- 100g powdered sugar
The evening before: Mix almonds, raisins and rum in a bowl, then add boiling water until the fruit mixture is covered with water.
The next mornig: Mix flour, milk and yeast for the preferment. Ferment until the size double. For the water roux whisk water and flour until lump free, then heat it up to 65°C (needs about 3 min) while whisking. Fill the water roux in a bowl, cover its surface with cling foil and let it cool down to room temperature.
Cream butter and sugar, then add water roux, preferment, flour, salt and spices. Knead until a homogenous dough forms, but be carful, the dough temperature should not become higher then 22°C.
Rest for 30 min. Drain raisins in the meantime and chop the lemon and orange peels finely.
Knead the fruits in the dough. Knead just as long as you need to incorporate the fruits.
Heat the oven to 200°C.
Divide the dough and rest it shortly.
Half the marzipan and roll it to two 30 cm strands.
Form the dough into an oval loaf and flatten the middle with a rolling pin. Lay the marzipan in the middle and fold the dough over it.
Bake for 40 min.
Glaze with melted butter and sprinkle thickly with sugar. Let it cool overnight, then cover thickly with powdered sugar and wrap in alu foil. Store it at a cool place for at least one week (better two or more).








Mittwoch, 16. Dezember 2009
I’m drooling!!!!! I love stollen, I’ve got to try this one, whether I have the time or not! Thanks!
Mittwoch, 16. Dezember 2009
so rich and joyful … just like Christmas should be!
my best wishes for a long, relaxing, peaceful holiday time!
Samstag, 26. Dezember 2009
Hallo Stefanie, du weißt ja dein Vater ist unbestechlich wenn es ums Essen geht. Er sagt was er denkt. Zu deinem Christsollen ( Danke für das große Stück ) hat er nicht viel gesagt, sondern mit einem genussvollen Gesicht zufrieden gegessen. Und das sagt ja auch schon viel aus. Super lecker!
Mama
Montag, 28. Dezember 2009
Hallo,
ich habe für den BBD auch Stollen gebacken (hier: http://ap269.wordpress.com/2009/12/26/bbd-25-stollen/), aber Deiner sieht auch SEHR lecker aus!
Montag, 28. Dezember 2009
Aaah, da ist die Klammer im Link mit drin und deswegen geht er nicht. Hier nochmal: http://ap269.wordpress.com/2009/12/26/bbd-25-stollen