23. Februar 2018

Dreikorn-Kasten

Dreikornkasten (2)Meine Mama drückte mir vor einiger Zeit zwei Rezepte in die Hand. Eine ganz liebe Nachbarin (die wir gemeinerweise mit dem Brotbackvirus infiziert haben) ließ fragen, ob ich zwei Rezepte überarbeiten könnte. Beim ersten Blick auf den ersten Rezeptausdruck schwant mir nichts Gutes– es war eine Thermomix-Variante des Ruckzuck – oder 5-Minuten-Brotes. Nicht meine erste Wahl, wenn es ums Brotbacken geht, denn diese Art der Ruckzuck-Brote kranken – neben einer alle anderen Aromen übertönenden Hefenote – auch sehr häufig an einer stark krümelnden Krume.

Dem Ganzen kann man jedoch leicht beikommen, allerdings braucht das Brot dann mehr als fünf Minuten Aufmerksamkeit. Damit die Krume nicht krümmelt, muss man dem Vollkornmehl zum einen genug Zeit zum quellen geben, zum anderen muss der Teig gut ausgeknetet werden. Ein Sauerteig und ein Brühstück sind genau das richtige, um diese Aufgabe zu erfüllen. Der Sauerteig ersetzt dabei auch gleich den Essig und bringt neben Säure auch noch komplexe Aromanoten in den Teig.  Ausserdem braucht der Teig eine vernünftige Stock- und Stückgare, was am Ende zu einem saftigen Vollkornbrot führt.  Die zusätlich investierte Zeit macht sich auch beim ausgewogenen Geschmack und bei der Haltbarkeit bemerkbar. Und damit ist es eine gute Investion!

Dreikorn-Kasten

ergibt 2 Brote von je 600g

Dreikorn-KastenBrühstück

  • 120g Sonnenblumenkerne
  • 100g Dinkel, fein gemahlen (alternativ Dinkelvollkornmehl)
  • 300g kochendes Wasser
  • 12g Salz

Sauerteig

  • 150g Roggen, fein gemahlen (alternativ Roggenvollkornmehl)
  • 150g Wasser
  • 15g Sauerteig

Teig

  • Sauerteig
  • Brühstück
  • 200g Dinkel, fein gemahlen (alternativ Dinkelvollkornmehl)
  • 150g Weizen, fein gemahlen (alternativ Weizenvollkornmehl)
  • 8g Hefe
  • 120 g Wasser

Zum Formen

  • Dinkelkleie oder Vollkornmehl

 

Für den Sauerteig am Voraband Mehl, Wasser und Sauerteig zu einem homogenen Teig verrühren und 14-16 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Für das Brühstück alle Zutaten vermischen, abkühlen lassen und  in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tages alle Zutaten für den Teig erst 5 min auf kleiner Stufe kneten, dann bei hoher Geschwindigkeit bis zur vollen Glutenentwicklung kneten (ca. 8 –10 min).

Den Teig 90 min gehen lassen.

Den Teig halbieren und zu langen Broten formen und in der Kleie wälzen. In die gefettete Kastenformen (500g-Formen) setzen.

90 min gehen lassen.

Den Ofen in der Zwischenzeit auf 250°C aufheizen. Die Brote in den Ofen schieben und 10 min mit Dampf backen. Nun die Temperatur auf 200°C reduzieren und weitere 40 min backen.

Tipp: Wer statt 2 kleinen Broten 1 großes Backen möchte, verlängert die Backzeit um 10-15 min.

41 Gedanken zu Dreikorn-Kasten

  1. reka herberth 24. Februar 2018

    Danke Steffi,
    ich werde das Rezept Bärbel ausdrucken und gleich für unsere Teamsitzung am Montag nachbacken. Über die Rückmeldungen berichte ich dann hier.

    🤗 Mama

    Antworten
  2. bernhard ungericht 24. Februar 2018

    Liebe Steffi
    das ist jetzt ein guter Anlass, eine Frage zu stellen, die mich schon lange umtreibt: Meine Brote (auch wenn ich auf deine Rezepte zurückgreife wie das Landbrot mit dreierlei Vorteigen) krümeln recht stark. Kann das daran liegen, dass ich ausschließlich frisch gemahlenes Getreide von einem Bauern verwende (Kleberanteil?)
    bzw. was kann ich machen, um das Krümeln zumindest etwas zu reduzieren?
    besten Dank
    bernhard

    Antworten
    1. Stefanie 24. Februar 2018

      @Bernhard: Häufig liegt das Krümmeln an zu kurzer Quellzeit oder an zu wenig Wasser. Frisch gemahlene Mehle verhalten sich aber manchmal auch abweichend von gekauften (und abgelagerten) Mehl. Je nachdem, wie warm das Mehl beim Mahlen wird, kann das Klebereiweiß Schaden nehmen und dann lässt sich der Teig nicht mehr vernünftig auskneten. Auch lässt sich gelagertes Mehl oft besser ausknete. Schau mal hier, den Fall hatte ein Leser hier nämlich.

      Antworten
  3. Isa 2. März 2018

    Hi Steffi,
    das macht Lust auf Vollkorn, es kann ja nicht immer Stuten sein 😉
    Allerdings habe ich keine Kleie zum Wälzen: Was wären Alternativen? Ginge auch Weizengries?
    Lieben Gruß,
    Isa

    Antworten
      1. Isa 3. März 2018

        Ich frühstücke gerade dieses SEHR leckere Brot. Außen knusprig, innen saftig, durch den Roggensauer aromatisch, und die Kürbiskerne (vertrage ich besser als Sonnenblumenkerne) passen perfekt. Der Teig war allerdings sehr weich, da musste beim Formen ordentlich Roggen-VK-Mehl drunter, damit ging’s aber dann gut.
        Aber das „Konkurrenzbrot“ lauert schon in der Warteschleife: Alle Welt bloggt Saatenbrote, da muss ich auch noch der ‚Saaten-Kasten‘ vom Brotdoc antesten. Und dann haut Lutz heute noch ein Rezept für Saatenbrötchen raus: Sprecht ihr euch eigentlich für eure Blogrezepte ab? 😉
        Liebe Grüße aus dem Backlabor
        von
        Isa

        Antworten
        1. Stefanie 3. März 2018

          @Isa: Kürbiskerne klingen auch sehr fein! Und ja, der Teig ist schon weich, dass stimmt. Aber das macht das ganze dann auch so saftig.
          Ich schiebe die Schuld für all die Körnerbrote aufs Wetter 😉 Bei so kalten Tagen braucht man doch eine kernige Grundlage… anders kann ich das auch nicht erklären. Und ich bin auch noch nicht am Ende der VOllkorn-Phase angelangt. In der nächsten Woche kommt nämlich noch eine weitere Dreikorn-Variante ohne Vorteig für Anfänger oder wenn es mal schnell gehen muss…

          Antworten
  4. Valentin 5. März 2018

    Großartiges Brot, hält nun schon seit 3 Tagen frisch und schmeckt super lecker. Vielen Dank für das Rezept!

    Antworten
  5. Julia 7. März 2018

    Ich bin auch sehr begeistert, nach einer längeren Phase fast reiner Roggenvollkorn-Brote habe ich letzte Woche dieses hier gemacht und erstmal wieder gemerkt, wieviel flauschiger der Teig doch mit einem richtigen Glutengerüst wird =D
    Für uns das perfekte Alltagsbrot, danke dafür!

    Antworten
  6. Klaus 12. April 2018

    Hallo,
    das Rezept veranlasst mich zu einer Frage, kann ich auch die anderen Brotrezepte als Kasten backen. Da ich im Moment weder Brotkorb noch Backstein mein Eigen nenne?
    Muss ich dabei etwas besonderes beachten?
    Viele Grüße
    Klaus

    Antworten
    1. Stefanie 12. April 2018

      @Klaus: Das kann man machen, die Backzeit verlängert sich um etwa 10 min. Aber man kann auch ohne Backstein und Gärkörbchen freigeschobene Brote backen, indem man ein Sieb oder eine Schüssel mit einem Geschirrtuch (optimalerweise Leinen) auslegt, gut bemehlt und das Brot dort hinein setzt. Dann heizt man das Backblech (je dicker, desto besser) im Ofen auf und stürzt das Brot aus der Schüssel auf das heiße Blech. Alle Brote der „Anfängerreihe“ sind nach diesem Prinzip entstanden.

      Antworten
  7. Annett 12. August 2018

    Ich bin total begeistert von diesem Brot.Heute gebacken und natürlich zum Abendbrot gleich angeschnitten,ein Traum! Ein schönes Vollkornbrot für den Sommer,nicht so fest wie mein Liebling das Ostfriesische Vollkornbrot von dir.
    Vielen Dank für das Rezept!

    Antworten
  8. Susanne Fräulin 15. November 2018

    Hallo Stefanie
    ich möchte das Brot über Nacht in der Form gehen lassen ,im Kühlschrank .
    Damit ich es nur noch am nächsten Morgen backen kann. Geht das ?
    oder soll ich es am Abend vorher backen , ist es dann noch frisch ?
    Oder hast du ein geeigneteres Rezept.
    Gruß Susi

    Antworten
    1. Stefanie 15. November 2018

      @Sussane: Am Abend vorher backen geht auf jeden Fall, ich schneide Vollkornbrote ja grundsätzlich erst am nächsten Tag (außer ich muss mal wieder dringend warmes Brot mit Butter und Salzflocken naschen 😉 ). Aber du kannst das Brot auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen, ich würde nur die Hefemenge auf 5g reduzieren.

      Antworten
  9. Celine 19. Januar 2019

    Liebe Stefanie,
    Ich hoffe dieses Brot wird mein neues alltagsbrot. ☺️
    Drei fragen habe ich noch bevor ich anfange:
    Kann ich statt Weizen halb Lichtkornroggen und halb Dinkel nehmen (frisch gemahlen)?
    Ich habe eine 30 cm Brotbackform, ist die mit größer gemeint?
    Kommt das AS direkt aus dem
    Kühlschrank?

    Liebe Grüße,

    Céline

    Antworten
    1. Stefanie 19. Januar 2019

      @Celine: Wenn du die Roggenmenge erhöhst, verändert sich die Krume. Darum würde ich den Weizen eher einen Verwandten der Weizenlinie (Dinkel, Kamut, Emmer, Einkorn) ersetzen. Lichtkornroggen anstelle von „normalen“ Roggen ist kein Problem. Die 30cm-Kastenform ist wahrscheinlich zu groß. Die Länge alleine ist nicht so aussagekräftig, eher das Volumen. In eine Form für 1kg Mischbrot passt etwa 2,3-2,5 L Wasser hinein. Falls es die Kastenform von Dr.Oetker ist, ist die etwas zu groß, die fast nämlich fast 3 L. Du kannst dann entweder die Teigmenge um 20% erhöhen (alle Zutaten mal 1,2 rechnen) oder du lebst mit einem etwas flacheren Brot 😉
      Und das ASG kommt bei mir aus dem Kühlschrank, da es sehr fit ist. Falls deines ein wenig träge ist, schadet es nicht, es vorher schonmal zu füttern oder eine Hefeführung zu machen.

      Antworten
      1. Céline 19. Januar 2019

        Liebe Stefanie,
        Danke für deine schnelle Antwort. Meine Form ist von Kaiser und fast ziemlich genau 2,3l. Müsste dann ja passen, oder?

        Inwiefern ändert sich die Krume? Ich mag Roggenbrote eigentlich sehr gern, wenn dadurch die Krume etwas fester und weniger fluffig würde fände ich das nicht so schlimm. Im Moment backe ich mit 250g Lichtkornroggen und 250g Dinkel im Hauptteig und zwar dieses Rezept:
        http://vegan-und-lecker.de/2014/05/31/saftiges-roggenvollkornbrot-mit-kuerbiskernen/
        Allerdings ohne Hefe da braucht mein Sauerteig dann je nach Temperatur 4 bis 8 h in der Stückgare.

        Der Hauptgrund warum ich von diesem Rezept weg möchte ist: du hast mich neugierig gemacht.
        Nachdem deine Hefe Gebäcke allesamt sehr lecker schmecken bin ich einfach neugierig ob die lange Gare meinem mittlerweile 5 Jahre alten ASG ein neues Aroma entlockt.

        Ok. Lange Rede kurzer Sinnn… ich werde mich jetzt mal an deinen Hinweis halten und bin auf den Geschmack gespannt.
        Wie aktiv ist dein ASG?

        LG, Céline

        Antworten
  10. Céline 22. Januar 2019

    @Stefanie
    Das Brot ist lecker und Saftig geworden. Für uns darf es gern mehr Roggen und Sauerteiggeschmack sein.
    Von der Machart finde ich das Brot für meinen Alltag optimal.
    Es sind schnelle einfache Handgriffe und es sind viele Saaten enthalten außerdem ganz wichtig es ist ein Vollkornbrot.

    Müsste ich denn die Flüssigkeitsmenge oder ähnliches verändern wenn ich mehr Roggen verwenden möchte?
    Oder einfach die Hefe weg lassen und das Brot länger gehen lassen?

    Liebe Grüße,

    Céline

    Antworten
    1. Stefanie 22. Januar 2019

      @Celine: Das freut mich. Und du bekommst das Rezept bestimmt auf euren Geschmack umgebaut 🙂 Die Hefe ist auch nur im Rezept, weil es für eine Backanfängerin war und mit Hefe die Gehzeiten einfach besser kalkulierbar sind.
      Von daher kannst du auf jeden Fall die Hefe streichen und evtl. auch die Sauerteigmenge erhöhen (200g RM, 200g Wasser, 20g ASG), damit bekommst du noch etwas mehr Säure. Bei der Flüssigkeitsmenge würde ich mich an der Teigkonsistenz orientieren. Es kommt auch ein wenig darauf an, welche Roggenart du verwendest, bei Lichtkornroggen oder „normalen“ Roggen wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern, bei Waldstaudenroggen könntest du mehr Wasser brauchen.

      Antworten
      1. Celine 23. Januar 2019

        @Stefanie
        Vielen Dank für deine Antwort <3
        Ich verwende eigentlich nur Lichtkornroggen da er direkt hier bei uns angebaut wird und zwar in Demeter Qualität.
        Der Dinkel nennt sich Urdinkel.

        Ok. Ich werde es versuchen die Sauerteigmenge zu erhöhen. Muss ich dann noch was anderes verändern? Knetzeit oder Geschwindigkeit?

        Achja, hat es einen bestimmten Grund warum der Teig erst in der Schüssel geht und dann erst in die Form gegeben wird, oder? 😅

        Und kommt das Brühstück Kühlschrank kalt in den Teig?

        Bei dem letzten Versuch war der Teig sehr schwer zu Formen. Er war ziemlich klebrig. Wie formt man in dem Fall einen Laib?
        Normal ja Rechteck ziehen und aufrollen, oder?
        Machst du ein Bett aus Kleie und legst den Teig dort hinein? Aber wie verhindere ich dann das etwas von der Kleie in das Brot kommt?

        Vielen Dank noch mal für das beantworten meiner Fragen.

        Liebe Grüße,
        Céline

        Antworten
        1. Stefanie 23. Januar 2019

          @Celine: Bei Weizenmischbroten braucht der Zeit die Stock- und Stückgare für eine optimale Krume. Du kannst halt die Stückgare nicht auf die Stockgare-Zeit hochsetzen, da dann das Brot übergehen würde. Das Brühstück würde ich auf Raumtemperatur bringen (z.B. in der Mikrowelle). Und beim Formen würde ich, wenn der Teig arg klebt, eher etwas mehr Mehl (Weizen, kein Roggen) nehmen. Notfalls kann man dann beim Aufrollen die Innenseite auch wieder etwas anfeuchten, damit es gut zusammenhält. Die Kleie sorgt sonst gerne dafür, dass sich die „Schichten“ nach dem Aufrollen des Rechtecks trennen und dann hat man ein Loch im Brot. Alternativ kannst du auch versuchen, auf einer nassen Oberfläche zu arbeiten, das klappt erstaunlich gut. Die Hände dann auch nass machen!

          Antworten
          1. Céline 23. Januar 2019

            @Stefanie
            Ich bin leider auf Weizen allergisch deshalb kann ich nur Dinkel oder Roggen verwenden.
            Stockgare ist wenn der Teig in der Schüssel geht, oder? Und Stückgare wenn der Teig schon geformt ist?
            Am Wochenende wird es das Brot wieder geben diesmal mit mehr Roggenanteil. 😍 ich freu mich schon drauf. Danke für den Tipp mit der nassen Oberfläche.
            Liebe Grüße,

            Céline

          2. Stefanie 24. Januar 2019

            @Celine: Genau, Stockgare ist der gesamte Teig, Stückgare ist das geformte Brot!

          3. Céline 25. Januar 2019

            @stefanie
            Sooo, Brot ist angesetzt.
            Zwei fragen hab ich jetzt noch 😅
            Ich hab den Vorteig jetzt mit 200g angesetzt. Verändert sich dadurch was?
            Wenn ich die Hefe weg lasse, muss ich dann die stockgare oder Stückgare verlängern?
            Ich kann ja keinen Weizen verwenden wegen meiner Allergie, braucht das Brot dann trotzdem eine Stockgare?
            LG, Céline

          4. Stefanie 26. Januar 2019

            @Celine: Das waren jetzt aber drei Fragen 😉
            Zu der ersten: Die 50g Mehl und Wasser, die du zusätzlich im Sauerteig hast, musst du vom Hauptteig abziehen.
            Zu zwei: Die Stockgare würde ich beibehalten, bei der Stückgare dauert es dann halt so lange, wie es dauert 😉 Wenn dein Sauerteig fit ist, werden 90-120 min reichen. Du kannst den Teig mit sehr warmen Wasser (50°C) ansetzen, dann ist die Teigtemperatur höher und der Teig geht schneller.
            Zu der dritten: Dinkel ist auch ein Getreide aus der Weizenlinie, genau wie Emmer, Einkorn und Kamut, besser gesagt ist Dinkel der Zwillingsbruder von Weizen. Die beiden lassen sich weder genetisch und biochemisch zuverlässig unterscheiden. Das bedeutet, dass sie sich beim Backen extrem ähnlich verhalten. Einzig Roggen ist da anders, aber der stammt auch aus einer anderen Abstammungsreihe. Von daher würde ich die Stockgare beibehalten. Das Brot profitiert davon!

          5. Céline 26. Januar 2019

            @Stefanie
            Herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort und deine Geduld.
            Ich werde es so machen wie du gesagt hast. Bin gespannt. Mein Sauerteig hat ein paar Hefeführungen hinter sich sollte also fit sein. 😉

  11. Céline 28. Januar 2019

    @Stefanie
    Das Brot schmeckt ohne Hefe und mit den höheren Sauerteiganteil ganz wunderbar 😍
    Es ist etwas dichter und fester als das vorherige aber das war ja zu erwarten dafür sehr saftig und unheimlich aromatisch ☺️
    Das mit der nassen Oberfläche hat sehr gut funktioniert. Weniger Wasser reicht da auch… Frau muss nicht die ganze Küche Unterwasser setzten 😳
    Allerdings betrug die Stückgare ohne Hefe ca. 4 1/2 h ist das zu lang?
    Bringt es was aktives Malz hinzuzufügen?
    Oder doch ein wenig Hefe?
    Wieviel?

    Schon wieder soooo viele Fragen 😅
    Auf jeden Fall wird es das Brot wieder geben. Vielen herzlichen Dank! 💕
    Liebe Grüße,
    Céline

    PS.: Wenn Du mal einen veganen – weizenfreien Kurs gibst komm ich sogar aus dem Süden angereist.

    Antworten
    1. Stefanie 28. Januar 2019

      @Celine: Klasse 🙂 Und das mit dem überfluten der Küche könnte auch bei mir vorkommen 😳
      Wegen der langen Stückgare: Vielleicht braucht dein Sauerteig doch noch ein kleines Fitnessprogramm, oder du versuchst es mal mit 3g Hefe. Schmeckt nicht vor, sollte die Gehzeit aber auf 2 Stunden reduzieren. Aktives Malz ist keine gute Idee, denn das Roggenmehl bringt schon eine Menge Amylasen mit – darum braucht man nämlich den Sauerteig, der hält die Amylasen im Schach.
      Den weizenfreien Kurs habe ich ja schon im Angebot, am „Vegan“ muss ich aber noch arbeiten 🙂

      Antworten
      1. Celine 29. Januar 2019

        Super Erklärung. Danke.
        Ich Probier es das nächste mal den Sauerteig 2 Tage vorher schon zu füttern mal sehen was das bringt.
        ☺️ Das mit dem Kurs klingt klasse. Ich hab ja selber schon VHS Koch und Backkurse geben. 😉 jetzt ist es mal wieder Zeit das ich mich weiter bilde.
        Das Brot ist übrigens immer noch köstlich ❤️
        LG

        Antworten
  12. Elke 29. Januar 2019

    Hallo Stefanie,
    wenn ich ein Rezept verdopple, verdopple ich dann auch die Hefe und ASG Menge? Das Brot ist mir gestern bei 23 Grad Raumtemperatur in 45 Min schon Reif für das Backrohr gewesen. Allerdings war es viel zu weich und musste in der Kastenform gebacken werden, hat aber wunderbar geschmeckt.

    Danke Elke

    Antworten
    1. Stefanie 29. Januar 2019

      @Elke: Der Teig ist in der Tat zu weich für ein freigeschobenes Brot 🙂 Der Dreikorn-Kasten ist – wie Name, Bild und Rezept zeigt 😉 – ein Kastenbrot.
      Was das verdoppeln an Hefe und Anstellgut angeht: das wird verdoppelt. Ich vermute eher, dass du entweder einen sehr fitten Sauerteig hast oder das die Teigtemperatur recht hoch war (ca. 30°C). Das kann entweder von der Teigbereitung kommen (Thermomix macht den Teig z.B. extrem warm) oder von zu warmen Zutaten (Schüttwasser, Brühstück).

      Antworten
      1. Elke Feichtinger 30. Januar 2019

        @Stefanie,
        Das Brühstück war aus dem Kühlschrank, da ich vergessen hatte es rechtzeitig zu temperieren. Geknetet mit meiner Kenwood, meine Kü che hat 24 Grad. Ja logisch, Kastenbrot gehört in den Kasten, habe mich falsch ausgedrückt. Es war nicht möglich das Brot zu kneten oder formen, ich schaufelte den Teig in die Form. Oft stelle ich erst nach der Stockgare fest, dass vielleicht zu viel Schüttflüssigkeit dabei ist.
        Dein neues Buch ist wieder gut gelungen.
        Lg Elke

        Antworten
        1. Stefanie 30. Januar 2019

          @Elke: Dann hatte ich dich falsch verstanden, entschuldige 🙂 Nach deiner Beschreibung würde ich sagen: 1. Der Sauerteig war sehr fit und 2.bei dir war der Teig wirklich etwas zu weich. Die Wasseraufnahme von verschiedenen Mehlen kann schwanken. Versuch mal, beim Kneten 10% des Wassers zurückzuhalten und nur bei Bedarf zuzugeben. Die Regulation der Teigfeuchtigkeit ist Übungssache, aber mit der Zeit bekommt man das ins Gefühl. Und im Notfall ist es hilfreich, Flohsamenschale zur Hand zu haben. Dann gibt man etwas Flohsamenschale in den Teig (bis max. 10g), dass bindet dann das überschüssige Wasser.
          Bei diesem Rezept ist der Teig schon relativ weich. Formen klappt an besten mit einer großzügigeren Mehlmenge auf der Arbeitsfläche (Weizenmehl kein Roggenmehl!) ODER mit einer feuchten Arbeitsfläche und nassen Händen. Der Teig wird plattgedrückt und aufgerollt. Dann in Mehl oder Kleie wälzen und in die Kastenform setzen.

          Antworten
  13. Céline 8. Februar 2019

    Liebe Stefanie,

    das Brot ist ganz wunderbar.
    Beim letzten Durchgang hat die Stückgare (ohne Hefe) knapp 3 h gedauert. Damit kann ich leben.
    Hab mir Emmermehl besorgt und als Brühstück Haselnüsse verwendet.
    Es schmeckt phantastisch und wird auf jeden Fall unser Alltagsbrot. Danke 💕

    Antworten
  14. Pingback: 2019-58 – Rausgelinst

  15. Petra aka Cascabel 20. Februar 2019

    Ich habe dein Brot (1 1/2fache Menge in 2 Formen) jetzt auch gebacken, nachdem ich es bei Micha gesehen hatte. Bei mir durften DinkelVK, Lichtkornroggen und Granat-Rotkornweizen in den Teig (davon hatte ich noch Restbestände). Der Teig war wirklich sehr weich, Formen hab ich beim ersten Versuch aufgegeben und den Teig dann einfach in die Form gelöffelt, nass glattgestrichen und mit feinem Roggenschrot bestreut. Würde ich genauso wieder machen. Gerade haben wir das erste Stück verputzt: supersaftig, sehr lecker! Herzlichen Dank für’s schöne Rezept.

    Antworten

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