8. April 2019

Pita-Taschen

Pita-Taschen (1)Für manche Rezepte braucht man einen Anstoß von außen. Warum ich bisher nie versucht habe, ein Rezept für Pita-Taschen zu entwickeln? Ich weiß es nicht. Zum Glück fragte eine Leserin, ob ich eine Idee hätte.

Und natürlich hatte ich eine Idee. Ich studierte etliche Rezepte und sie waren alle sehr ähnlich: Ein eher fester Teig und Unmengen an Hefe. Anstelle von viel Hefe setze ich lieber auf Sauerteig und eine lange, kalte Gare. Ein klein wenig Hefe unterstützt den Trieb. Lustigerweise hat auch Sara von Sara bakar Anfang April mit einem Pita-Rezept experimentiert. Und so habe ich mir bei ihr die kleinere Teigmenge und den Trick, die Fladen vor dem Backen einmal zu wenden, abgeschaut. Die kleineren Fladen finde ich sehr praktisch, denn so werden die gefüllten Taschen nicht so mächtig. Und wer mehr Hunger hat, kann ja noch eine halbe (oder ganze) Tasche essen.

Den Fladen beim Backen zuzusehen ist Ofenkino par excellence. Innerhalb einer Minute werden aus dünnen Fladen die reinsten Brotkugeln. Einfach herrlich! Und das Backen geht ruck-zuck. Nach nur 4 Minuten sind die Pita-Taschen fertig. Man darf dann aber nicht vergessen, sie mit einem Tuch abzudecken. Sonst werden sie beim Abkühlen leicht trocken und hart!

Gefüllt wurden die Pita-Taschen dann mit Salat, fein geschnittenen Zwiebeln, etwas Humus, Schafsjoghurtsoße mit Harrisa und frischen Falafeln. Das war bestimmt nicht das letzte Mal, das soetwas bei uns auf dem Tisch stand!

Pita-Taschen

Pita-Taschen (5)ergibt 10 Taschen

Sauerteig

  • 150g Mehl Type 550
  • 150g Wasser
  • 15g Sauerteig-Anstellgut (sehr aktiv)

Teig

  • Sauerteig
  • 350g Mehl Type 550
  • 150g Wasser
  • 15g Olivenöl
  • 10g Salz
  • 3g Hefe

 

Die Zutaten für den Sauerteig vermischen und 10-12 Stunden bei 25°C gehen lassen (von morgens um 8 Uhr bis abends um 8 Uhr).

Für den Teig alle Zutaten erst 3 min bei langsamer Geschwindigkeit mischen, dann weitere 10 min bis zur vollständigen Glutenentwicklung kneten. Der Teig ist eher fest und klebt nicht.

Über Nacht für ca. 16 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

Am nächsten Morgen den Teig in 80g Stücke teilen und zu Kugeln formen. 15 min ruhen lassen, dann zu  Fladen mit einem Durchmesser von 10 cm und einer Dicke von ca. 0,5 cm ausrollen.

In ein Bäckerleinen legen, abdecken und 90-120 min gehen lassen

Den Ofen zusammen mit einem Backstein (alternativ Backblech) auf 300°C vorheizen (250°C falls der Ofen nicht so höher heizt).

Pita-Taschen (2)Jeweils 5 Fladen umdrehen (Oberseite ist jetzt unten) und auf den heßen Stein einschießen. Bei 300°C etwa 1,5-2 min backen (bei 250°C beträgt die Backzeit etwa 3 min), dann die Fladen umdrehen und für weitere 1,5- 2 min backen . Die Pita-Taschen unter einem Tuch abkühlen lassen, damit sie weich bleiben.

3 Gedanken zu Pita-Taschen

  1. Angelika 8. April 2019

    Hallo Stefanie,

    Mmmhhh mir läuft das Wasser m Mind zusammen. Die werde ich bald backen.
    Da 10 Stück aber zu viel für uns zwei sind, kann ich sie doch sicher einfrieren oder ?

    Im Text schreibst Du von langer kalter Gare, in der Zubereitung steht nur, über Nacht 16 Std. gehen lassen.
    Ich gehe davon aus, dass der Teig nun in den Kühlschrank muss?

    Viele Grüße
    Angelika

    Antworten
    1. Stefanie 8. April 2019

      @Angelika: Ja, der Teig geht im Kühlschrank, ich ergänze es gleich, danke!
      Die restlichen Taschen kann man gut einfrien und dann kurz mit dem Toaster aufbacken.

      Antworten
  2. Isa 11. April 2019

    Mal wieder wie für mich gemacht, nach genau so einem Rezept habe ich in der letzten Zeit gesucht, und wo finde ich es? Bei Stefanie 🙂
    Jetzt muss ich nur noch meinen Weizensauer auffrischen, der zur Zeit im wahrsten Sinne des Wortes sehr, sehr sauer ist, da ist wohl mal ’ne Hefeführung fällig.
    Liebe Grüße,
    Isa

    Antworten

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