13. Juni 2013

Treberbötchen

TreberbrötchenWarum dieses Rezept nicht schon früher verblogt wurde? Ich weiß es nicht. Manchmal, wenn die Zeit bei mir knapp ist, kann es passieren, dass so ein Rezept zwar fotographiert und notiert , aber nicht direkt verblogt wird. Und dann rutscht es immer weiter nach hinten. Bei den Treberbrötchen ist es mir so ergangen.

Dabei waren sie sehr lecker, diese Brötchen. Durch den Zusatz von Trebermehl zum Brotteig bekommt der Teig aus hellem Weizenmehl eine dunkle Farbe, doch ohne das es die Krume zu fest macht. Der Treber fügt leicht malzige Röstaromen zu der zarten Joghurt-Säure hinzu. Und die lange Gare sorgt für ein vielschichtiges Aroma.

Wie gut, dass es manchmal Nachfragen  nach bestimmten Rezepten gibt.

Und so gibt es jetzt doch noch das Rezept der Treberbrötchen hier im Blog.

Treberbrötchen

  • 400g Mehl Type 550
  • 40g Trebermehl
  • 300g Joghurt
  • 80g Milch
  • 50g gemischte Saaten (Mohn, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne)
  • 3g Hefe
  • 8g Salz

Zum Wälzen

  • 50g gemischte Saaten (Mohn, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne)

Am Vorabend die Hefe im Joghurt auflösen und dann mit den restlichen Zutaten für den Teig miteinander verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Bei Raumtemperatur gehen lassen.

Am nächsten Morgen den Teig 85g Stücke teilen. 20 min ruhen lassen. Nun zu einem dünnen Oval ausrollen und sehr fest wieder aufrollen. Die Teiglinge leicht anfeuchten und in der Saatenmischung wälzen. Auf einer bemehlten Couche (dickes Küchentuch) 1 Stunden gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen mit dem Backstein auf 250°C vorheizen.

Die Brötchen zwei Mal einschneiden, einschießen, mit einer Blumespritze die Seitenwände einsprühen um für Dampf zu sorgen und die Brötchen für 20 min backen.

Dies ist mein Beitrag zu Susans wöchentlichen Yeastspotting!

13 Gedanken zu Treberbötchen

  1. Heidi 17. Juni 2013

    Liebe Stefanie,
    ich habe ein wenig recherchiert und bin ratlos wo ich Treber besorgen kann?
    Vielleicht hast du einen Tip für mich.
    Grüße
    Heidi

    1. Stefanie 18. Juni 2013

      @Heidi: Am Besten hörst du mal bei einer Brauerei aus deiner Umgebung nach, ob sie dir Treber abgeben. Ansonst würde ich versuchen, einen Hobbybrauer aus der Umgebung zu finden, vielleicht über das Hobbybrauer-Forum. Notfalls musst du halt ins Brau-Geschäft einsteigen 😉
      Viel Erfolg bei der Suche!

  2. Martina 1. November 2015

    Hallo Stefanie,
    möchte nächste Woche mal die Treberbrötchen ausprobieren, hab aber leider keine Möglichkeit Trebermehl aufzutreiben…
    Da aber ja nur ne kleine Menge in die Brötchen kommt, wollte ich fragen ob man dies durch ne Alternative ersetzen kann? Vielleicht Vollkornmehl oder nur ne Portion Malz?

    Liebe Grüße und noch nen schönen Sonntag

    1. Stefanie 1. November 2015

      @Martina: Kommst du an Treber? Denn das Trebermehl ist ja nichts weiter als getrockneter, vermahlener Treber. Aber alternativ würde ich eine 1:1 Mischung aus Hafer- oder Weizenkleie und dunklem Malz vorschlagen.

  3. Ingrid Wollner 24. April 2021

    Guten Morgen Stefanie,
    Ich habe eine Frage zu den Treberbrötchen: kann ich anstelle des Joghurt auch Buttermilch nehmen? Wenn nicht, wie löst sich die Hefe im Joghurt auf?
    LG Ingrid

    1. Stefanie 24. April 2021

      @Ingrid: Das geht, du musst die Flüssigkeitsmenge aber reduzieren (fang den Teig mal 250g Buttermilch an und stelle die Teigkonsistenz beim Kneten ein). Die Hefe löst sich gut im Joghurt auf, einfach reinbröseln, einmal umrühren, kurz stehen lassen und nochmal umrühren 🙂

  4. Kassandra 26. November 2021

    Hallo Stefanie, das Problem mit dem “Woher den Treber nehmen, hatte ich auch, bin bei Ebay Kleinanzeigen fündig geworden (habe allerdings eine Anzeige setzen müssen) Trotz Versand hat es Super geklappt, im Sommer bei 40°C wahrscheinlich nicht!
    Die Brötchen sind leider noch im Ofen, sehen aber schon sehr verführerisch aus!
    Vielen Dank für das Rezept

  5. Kassandra 29. November 2021

    Hallo,
    nochmal in der Vorbereitung hatte ich echt etwas gezweifelt, erst in den Dörrex mit der Masse, dann zweimal gemahlen, dann den Spelz ausgesiebt, dachte noch ” Kein Wunder,dass es die nirgends zu kaufen gibt” ABER JETZT denke ich “Selber schuld wer sich DAS entgehen lässt” Habe schon viel von dir nachgebacken mit reichlich Suchtfaktor (allen voran die Springbrötchen und das Wurzelbrot) aber dies hier schlägt alles VIELEN DANK

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