16. Juni 2013

Pizzateig (Übernacht-Variante)

Pizza(3)Ich weiß, ich weiß … es gibt in diesem Blog bereits mehr als ein Rezept für Pizzateig. Aber dieser Teig hier ist so einfach und lecker, denn konnte ich nicht verschweigen.

Und dabei ist es eines dieser “Was ist noch im Küchenschrank”-Rezepte, entstanden an einem Sonntagabend, als  ich noch auf die Schnelle einen Pizzateig für den nächsten Tag ansetzen wollte. Ein Rest Dinkelmehl lachte mich an und wanderte spontan in den Teig, dieser wurde einige Male gefaltet und wanderte dann für 24 Stunden in den Kühlschrank. Schnell, simpel unkompliziert.

Am nächsten Abend, nach einem langen Arbeitstag, zeigte sich, wie gut diese spontane Eingebung war. Durch das Dinkelmehl lässt sich der Teig besonders gut in Form ziehen, die lange und kalte Gare macht ihn sehr aromatisch und sorgt dafür, dass er beim Backen herrliche Blasen wirft.

Pizzateig

  • 250g Mehl Type 550Pizza (2)
  • 250g Dinkelmehl 1050
  • 320g Wasser
  • 30g Olivenöl
  • 3g Hefe
  • 10g Salz

Hefe im Wasser auflösen und zu den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Alle Zutaten für den Teig verrühren. Nun den Teig 20 min ruhen lassen, dann den Teig von den Seiten der Schüssel in die Mitte falten. Wieder 20 min gehen lassen.

Das Falten noch zwei Mal wiederholen, dann den Teig mindestens 24 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

Pizzaofen auf 450°C oder den Pizzastein im Backofen (250°C, 1 Stunde) aufheizen.

Den Teig in ca 200g schwere Stücke teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln 15 min entspannen lassen. Dünn ausrollen oder noch besser mit den Händen erst plattdrücken und dann mit bemehlten Händen zu einer runden Pizza ausziehen (Durchmesser etwa 30 cm) und mit Belag nach Wahl belegen.

Bei 450°C 4 min backen (oder 10 min bei 250°C)

Dies ist mein Beitrag zu Susans wöchentlichen Yeastspotting!

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17 Gedanken zu Pizzateig (Übernacht-Variante)

  1. Lucas 21. Juni 2013

    Ich finde es super mit welcher Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit du über die Herstellung von Pizzateig sprichst. Genau mit dieser Einstellung wird er perfekt 🙂

    Ich habe ja selbst eine Website über Pizzateig (link) und bin mittlerweile auch soweit, dass ich sehr sehr gute Varianten herstellen kann und das ohne groß nachzudenken.

    Gerade der Aspekt, den Teig lange gehen zu lassen (über Nacht) ist glaube ich sehr wichtig für die Teig-Struktur und der Punkt an dem die meisten scheitern.

    grüße

    Lucas

    Antworten
    1. Stefanie 22. Juni 2013

      @Lucas: Bei uns gibt es so häufig Pizza, da kommt die Selbstverständlichkeit mit der Erfahrung 🙂 Das lange Gehen lassen kann ich jedem empfehlen, es ist die einfachste Art, eine aromatische Pizza zu bekommen.

      Antworten
  2. Ascot Thortersqu 21. November 2013

    Schön, dass immer öfter für eine Pizzateigherstellung mit langer Gare geworben wird. In der heutigen schnelllebigen Zeit, wo viele am liebsten alles immer sofort haben wollen, ist es doch mal schön zu sehen, dass es noch Genussmenschen wie dich gibt, die sich auch die nötige Zubereitungszeit gönnen.
    Weiterhin viel Spaß mit deinem Blog!

    Antworten
  3. Renate Rieger 23. November 2014

    Habe diesen Pizzateig für kleine Paprika-Quiches verwendet. Sie wurden ein Gedicht!

    Antworten
  4. feli 12. August 2015

    hi leute !

    wie viele Pizzas werden des ungefähr ?
    ausgehend von ø30

    wir sind nur zu zweit und in vielen rezepten wird oft für 4 leute gekocht

    + wenn ich zuviel teig hab, kann ich den dann einfrieren ?

    vielen dank schonmal für eure tipps !
    feli

    Antworten
    1. Stefanie 12. August 2015

      @feil: das kommt darauf an, wie dick du deine Pizza machst. Es werden 4 dünne oder 3 dickere. Teig einfrieren geht, aber nur mit qualitätseinbußen. Der Teig lässt sich aber bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren. Das würde ich machen oder halt nur das halbe Rezepte machen.

      Antworten
  5. Angelika 30. Januar 2017

    Hallo,

    ich habe diesen Teig ausprobiert und ich muss sagen er war einfach nur köstlich!
    Vielen Dank für das tolle Rezept 🙂

    Liebe Grüße

    Antworten
  6. Metzler Astrid 17. April 2017

    Hallo Stefanie,
    ich glaube, ich bin infiziert. Du weißt schon.
    Der Alfredo verfolgt mich. Kannst du mir sagen wie genau dein Alfredo noch heißt. Ich hab bei Amazon ein bißchen geschaut. Gibt da viele Modelle.
    Liebe Grüße aus dem Regenland
    Astrid

    Antworten
  7. Metzler Astrid 17. April 2017

    Danke dir Stefanie, dann gehörst du zu den ganz glücklichen und ich werd’s ganz sicher nicht weitersagen.
    Ganz liebe Grüße astrid

    Antworten
  8. Metzler Astrid 17. April 2017

    Steffilein, ganz kurz noch eine Frage – auf was für Mehl oder Grieß rolle ich den pizzateig aus?
    Gute Nacht
    Astrid

    Antworten
    1. Stefanie 17. April 2017

      @Astrid: Du kannst z.B. Weizendunst nehmen, das ist optimal, oder ein feiner Weizengries.

      Antworten
  9. Metzler Astrid 18. April 2017

    Vielen Dank für Deine wie immer schnelle und hilfreiche Antwort
    Grüße astrid

    Antworten
  10. Metzler Astrid 22. April 2017

    Hallo Stefanie,
    Leider – diese übernacht-Variante ist in die Hosen gegangen.
    Teig war 5 Tage im Kühlschrank. Hab es ganz gut gemeint. Er hat sich nicht ausziehen lassen und war nur klebrig. Kann man zum auswalken auch das falsche Mehl nehmen oder war das nicht der Fehler. Hab jetzt keinen weizendunst daheim gehabt. Hab die belegte Pizza dann wie calzone einfach zusammen geklappt und hab damit meinen Stein ruiniert weil natürlich Füllung ausgekommen ist. Pizza war zwar richtig fein aber heute hab ich den restlichen Teig in eine Form geschmissen und so gebacken aber das war nur halb so gut.
    Was bitte hat nicht gepasst? Ich geb noch nicht so schnell auf😜.
    Oder vielleicht gibt’s noch eine andere Variante
    Liebe Grüße Astrid

    Antworten
    1. Stefanie 22. April 2017

      @Astrid: Wie war der Teig denn bevor er in die Kühlung ging? Auch schon so klebrig? Dann könnte es helfen, den Teig mit etwas weniger Wasser zu machen – verschiedene Mehle nehmen nunmal unteschiedlich viel Wasser auf. Wenn er vor der langen Teigruhe nicht klebrig war, danach aber schon, dann waren die fünf Tage zu lang und der Teig baute schon wieder ab.
      Und hast du den Teig vor dem Formen nochmal durchgeknetet? Das könnte den Teig schwer händelbar machen, weil sich das Klebernetzwerk strafft – dann hilft es, den Teig einfach nochmal ruhen zu lassen, bis sich das Glutennetzwerk entspannt hat. Man kann die rundgeformten Teiglinge sonst auch nochmal ein Stündchen gehen lassen, dann gehen sie auf und man sie eigendlich sehr leicht in Form ziehen. Grundsätzlich funktioniert das Flachdrücken und in Form ziehen besser als das Ausrollen.

      Antworten
  11. Metzler Astrid 22. April 2017

    Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Werde es nochmal probieren mit weniger Wasser und auch weniger lange Kühlschrank.
    Grüassle Astrid

    Antworten

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