Kategorien-Archiv: Brot

18. Januar 2010

Hanf-Saaten-Brot

HanfbrotHanf hat einen schlechten Ruf. Zu nah ist die Assoziation mit Drogen. Dabei war Hanf seit der Antike ein wichtiger Liferant von Fasern für Seile und Stoffe. Auch die nährstoffreichen Saaten wurden schon immer genutzt. Und wie auf meiner Packung Hanf-Saaten vermerkt ist, sind die Sorten, die man hierzulande erhalten kann, quasi THC frei. Und sie sind gesund. Sie enthalten alle acht essentiellen Aminosäuren, viel Vitamin B, Vitamin E, Magnesium, Eisen, Kalzium und Kalium und sind reich an Ballaststoffen. Es ist also eine perfekte Zutat für ein gesundes Brot.

Und da ich ja auch immer noch versuche, meinen Vorratsschrank zu aufzuräumen, habe ich in dem Brot auch einen Rest Leinsamen und etwas Sesam verbacken.

Da ich Brotstücke, die nicht gegessen werden, da sie schon altenbacken sind, auf der Heizung trockne, habe ich 200g Mehl durch Semmelbrösel aus diesem trocken Brot ersetzt. Quasi ein Brot-Recycling. 😉 Man kann das Brot aber natürlich auch nur mit Mehl backen.

Es ist ein ausgesprochen nussig-aromatisches Brot, das durch die ungeschälten Hanfsaaten beim Kauen laut knuspert. Ich esse es am liebsten mit Fleur de Sel und Butter, das unterstreicht das Eigenaroma des Brots am Besten.

Hanfsaaten-Brot

ergibt 2 Brote von je ca. 1,1 kg

Pâte fermentée

  • 250g Mehl Type 550
  • 175g Wasser
  • 2g Hefe
  • 5g Salz

 

Teig

  • gesamter Pâte fermentée
  • 800g frisch gemahlener Weizen
  • 200g Semmelbrösel
  • 800g Wasser
  • 10g Backmalz
  • 5g Hefe
  • 20g Salz
  • 60g Sesam
  • 40g Leinsamen
  • 100g Hampfsamen

Alle Zutaten für den Pâte fermentée vermengen und bis zu mittlerer Glutenentwicklung kneten. 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, dann für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank stellen, länger (bis zu drei Tagen) ist aber auch kein Problem.

Die Saaten in der Pfanne trocken anrösten, und zum Abkühlen zur Seite stellen.

Für den Hauptteig alle Zutaten bis auf die Saaten erst 3 min auf kleiner Stufe kneten, dann bei hoher Geschwindigkeit bis zur mittleren Glutenentwicklung kneten (ca. 6 min). Nun die Saaten hinzugeben und weitere 2 min kneten.

2,5  Stunde ruhen lassen. Dabei den Teig 3 mal falten.

Den Teig zu 2 Broten formen und in die gut ausgemehlten Brotkörbchen legen. 1 Stunde gehen lassen.

Währenddessen den Backstein auf 250°C aufheizen.

Nach dem Gehen die Brote auf den Brotschieber stürzen, zwei Mal einschneiden und in den Ofen einschießen. Kräftig schwaden und für 40 min backen.

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13. Januar 2010

Nussbrot

Nussbrot Nach all den süßen Broten, Keksen und Stollen in der Weihnachtszeit brauchte ich nun zum Ausgleich ein herzhaftes Brot, etwas mit viel Vollkorn und gesunden Zutaten.

Als ich nach Sylvester den Inhalt meines Vorratregals ansah, fielen mir die vielen halbvollen Tüten mit Nüssen auf, die von der Weihnachtsbäckerei übrig geblieben waren. Im Kühlschrank stand auch noch ein halber Becher Joghurt, der verbraucht werden musste. Somit war klar, das Brot würde nicht nur herzhaft und gesund, ich würde damit direkt auch noch meinen Vorratsschrank leeren.

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6. Januar 2010

Neujahrsbretzel

DSC_1265Jedes Jahr wieder backe ich Sylvester eine Neujahrsbretzel, die dann am Neujahrsmorgen zum Frühstück serviert wird. Da wir dieses Jahr am 30.Dezember erst spät abends von unserer Kurzreise zurückgekommen sind, war ich zu müde, um noch einen pâte fermentée für dieses Rezept anzusetzten. Darum habe ich für dieses Jahr ein Rezept mit Water roux und einem schnellen Vorteig gewählt. Der Water roux macht das Gebäck schön weich und hält es länger frisch.

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26. Dezember 2009

Pandoro

PandoroPandoro habe ich vor etwa drei Jahren zum ersten Mal gegessen. Eine Kollegin aus Italien brachte nach den Weihnachtsferien bei ihrer Familie einen Pandoro tatufato mit. In einer nachweihnachtlichen Kaffeepause durften wir dann alle ein Stückchen probieren. Danach war mir klar, soetwas möchte ich einmal selber backen. Die hauchzarte, federleichte Krume dieses Festgebäcks hatte es mir angetan.

Nach ein wenig Internet-Recherche bin ich bei Petra von Chili und Ciabatta auf das Pandoro-Rezept der Schwestern Simili gestoßen. Das Rezept ist arbeitsaufwendig, das Ergebniss rechtfertigt jedoch je Sekunde, die man dafür in der Küche verbringt.  Seitdem habe ich es bereits mehrfach erfolgreich nachgebacken.

Und dann bin ich bei Wild Yeast auf eine Sauerteigversion gestoßen. Das Rezept der Schwestern Simili erscheint im Vergleich dazu mit einem Mal schnell, aber mir war klar, dieser Pandoro muss gebacken werden.

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26. Dezember 2009

Süßer Starter (Sweet Starter)

Süßer Starter Um Gebäck wie Panettone oder Pandoro zu backen empfiehlt Michael Suas in “Advanced Bread and Pastry” einen süßen Starter herzustellen. Ein süßer Starter ist ein Sauerteig, bei dem die Hefevermehrung durch häufiges Füttern und hohen Temperaturen (30°C) angeregt wird. Der Teig enthält deutlich mehr Milchsäure und kaum Essigsäure und ist dadurch sehr mild.

Durch das häufige Füttern ist der Sauerteig sehr triebstark, und diese Triebstärke braucht man, um die hemmende Wirkung von hohem Zucker- und Buttergehalt im Teig dieser Gebäcksorten auszugleichen.

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20. Dezember 2009

Hamburgerbrötchen

Hamburgerbrötchen Manchmal muss es einfach “Fast Food” sein: Veggie-Burger bzw. Cheeseburger mit selbstgemachten Fritten. Doch wenn man Fritten, Bratling und das Burger-Brötchen selbst macht, ist “Fast Food” auf einmal gar nicht mehr so schnell.

Da ich laberige Burgerbrötchen ohne Geschmack so gar nicht mag, habe ich einen langsam geführten Teig mit Sauerteig und Poolish für meine Brötchen gewählt. Die Kruste der Brötchen war zwar dünn, aber vorhanden und sie hatten einen angenehm würziges Aroma, dass sich aber dezent im Hintergrund hielt.

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19. November 2009

Quarkbrot mit Weizen, Hirse und Dinkel – BBD #24

QuarkbrotFür Bread Baking Day hat IDania von El Aroma de Idania ein wunderbares Thema gewählt: “Mixed Bread” – Brot mit zwei oder mehr unterschiedlichen Mehlsorten. Da ich gerne mit verschiedenen Getreidearten arbeite, war es nicht weiter schwierig, ein schönes Rezept für Bread Baking Day zu entwickeln. Mit Weizen und Dinkel backe ich häufig, Hirse habe ich aber noch nie vewendet, also war es eine gute Gelegenheit, einmal Hirse zu verbacken.

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15. November 2009

Challah (laktosefrei)

challah laktosefrei (2)Normalerweise backe ich Frühstückszöpfe mit süßem Milchbrötchen-Teig. Doch für dieses Wochenende brauchte ich eine laktosefrei Alternative. Also waren Butter und Milch für dieses Brot tabu. Daher habe ich dieses Challah-Rezept so abgewandelt, dass es anstatt Butter und Milch Öl und Wasser enthält, zusätzlich habe ich die Eimenge erhöht, während ich den Zuckeranteil gesenkt habe.

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22. Oktober 2009

Dreikorn-Brot mit ganzen Haferkörnern

Dreikornbrot (2)Meine letzten Brote hatten alle eine eher weiche Struktur, so dass mir der Sinn nach etwas herzhaften mit Biss stand. Also habe ich meinen Sauerteig aus seinem Kälteschlaf geweckt, zusätzlich einen Poolish angesetzt und ein Brot mit Dinkel, Weizen und Hafer gebacken. Die Haferkörner für das Brot habe ich mit kochenden Wasser übergossen und über Nacht quellen gelassen. Dadurch werden sie weich, behalten aber auch noch ein wenig Biss.

Leider ist das Brot etwas in die Breite gelaufen, da ich es etwas zu lange habe gehen lassen. Es stört zwar nur die Optik, aber es ärgert mich schon etwas, denn der Geschmack ist sehr gut.

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16. Oktober 2009

Joghurt-Honig-Vollkornbrot mit Pâte fermentée

Joghurt-Honig Brot mit VorteigZorra von 1x umrühren bitte hat zum 4ten Mal zur Teilnahme am World Bread Day aufgerufen. Dem komme ich natürlich nur zu gerne nach. Jeder, der am 16.10.09 ein Brot bäckt und verbloggt oder auch über ein gekauftes Brot einen Post schreibt, kann daran teilnehmen. Man muß nur bis zum 17.10. seinen Beitrag über das Formula auf Zorras Seite anmelden.

Mein Brot für den World Bread Day ist im Grunde kein neues Rezept. In ähnlicher Form habe ich es hier mit Buttermilch und hier mit Joghurt gebacken. Aber diese Variante mit Pâte fermentée gefällt mir am Besten. Es ist so wunderbar locker geworden, dass man nie denken würde, dass es sich hierbei um ein Vollkornbrot handelt! Durch den etwas höheren Buttergehalt eignet es sich auch sehr gut als Toastbrot, doch ich esse es lieber ungetoastet entweder zum Frühstück mit Honig oder mit Salat und Käse als Sandwich. Weiterlesen