Kategorien-Archiv: Kuchen und Gebäck

9. April 2009

Brioche Tropézienne

Brioche standen schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. In meinem neuen Lieblings-Backbuch Advanced Bread and Pastry sind direkt drei verschiedene Grundrezepte angeben. Mit direkter Teigführung, vorfermentierter Teig und Sponge (Vorteig).

Der Vorteig war mir lieber, da ich diesen einfach über Nacht auf der Arbeitsfläche stehen lassen konnte, während ich bei dem vorfermentierten Teig nach einer Stunde diesen in den Kühlschrank hätte stellen müssen.

Und dann entdeckte ich die Variante Brioche Tropézienne. Und mir war klar, dass ich aus einem Teil des Teiges diese Brioche mit Vanillecremefüllung und Streuselbelag machen musste. Das war das perfekte Mitbringsel für das Geburtstagskaffee meiner Mutter. Weiterlesen

15. März 2009

Schokoladen-Pudding-Muffins

Eigentlich hatte ich ja geplant dieses Wochenende ein Schokoladensoufflé zum Nachtisch machen. Allerdings hatte ich mir (schon wieder) eine fiese Erkältung zugezogen, und lag damit am Samstag den ganzen Tag im Bett. 🙁 Auch am Sonntag war ich nicht fit genug für Küchenexperimente.

Somit habe ich das Soufflé auf nächstes Wocheende verschoben und stattdessen ein einfaches Rezept ausgewählt.

Die Schokoladen-Pudding-Muffins von Dan Lepard stehen schon lange auf meiner Nachbackliste. Da ich kein geschmacksneutrales Öl zur Hand hatte, habe ich einfach die Menge an Butter erhöht. Dem Ergebnis hat es nicht geschadet, die Muffins sind sehr locker und saftig. Weiterlesen

21. Februar 2009

Nuss-Schnecken

Mein Kollege und Laborbank-Nachbar Channa hat vor einem Monat seinen Doktor gemacht. Nun verläßt er uns in Richtung Cork (Irland). Was für ein seltsames Gefühl…

Am Freittagabend war daher seine Abschiedsparty, und ich hatte versprochen, etwas zu backen. Es sollte etwas sein, dass sich leicht transportieren läßt, da ich wegen des angekündigten Schnee und Glatteis lieber mit der Bahn fahren werde.

Schließlich habe ich mich für Schnecken entschieden – die kann man gut in eine Box packen. Auf die Zimtvariante hatte ich aber keine Lust, dafür aber geriebene Nüsse im Schrank.

Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?Für die Füllung habe ich mich von dem Guss (Glaze) für Sticky Buns inspirien lassen. Aber anstatt die Schnecken darauf zu setzen habe ich die Masse auf die Teigplatte gestrichen und mit den gerieben Nüssen bestreut. Weiterlesen

28. Dezember 2008

Quarkbällchen

Mein Schatz kam nach einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr erst heute morgen um vier ins Bett. Dementsprechend lange haben wir geschlafen, und Frühstück gab es erst um 11 Uhr – auf Mittagessen hatten wir beide daher keine Lust. Aber so gegen drei meldete sich dann doch der Magen. Ein leckerer Snack fürs Kaffetrinken wäre schon schön, meinten wir – aber schnell sollte es gehen! Daher habe ich diese Quarkbällchen gemacht, die nach dem Frittieren direkt in Zimt und Zucker gewälzt werden. Einhellige Meinung:Sehr gut!

Weiterlesen

26. Dezember 2008

Lebkuchen-Elche

Eine Kekssorte fehlt noch und wird nun nachgereicht: Die Lebkuchen-Elche.

Nach den Ausstecherle habe ich den ganzen Weihnachtsmarkt abgesucht – immerhin hatte ich sie schon im vergangenen Jahr gesehen, war dann zu geizig, und bereute zu Hause sehr, die paar Euro nicht ausgegeben zu haben.

Und in diesen Jahr fand ich sie zuerst nicht! Aber Köln hat viele Weihnachtsmärkte, und am Alter Markt bin ich fündig geworden 😀 Weiterlesen

23. Dezember 2008

In der Weihnachtsbäckerei

Die letzte Woche vor Weihnachten war ausgefüllt von Arbeit, so dass ich weder zum Backen noch zum Schreiben gekommen bin. Am Samstag war aber endlich Zeit, und so habe ich mich der Weihnachtsbäckerei gewidmet. Einige Rezepte haben Familientradition: Vanillekipfel, Liebesgrübchen und Linzer Ringe sind ein Muss. Wobei ich auf die Liebesgrübchen dieses Jahr verzichtet habe, da spekuliere ich auf meine Schwester 😉 Als Teenager habe ich die Linzer Ringe immer abgezählt, da meine kleine Schwester eine große Schwäche für dieses Gebäck hat, und zum Adventskaffetrinken dieses Sorte sonst “verdunstet” war. Daher ist das das einzige Rezept, bei dem ich eine Anzahl angeben kann: Es ergibt 25 Kekse 😀

Aber ich teste auch gerne neue Rezepte, besonders ansprechend fand ich dieses Jahr ein Rezept, das ich bei Chefkoch gefunden habe. Dabei lässt man den Teig, eine Mischung aus Mürbe- und Hefeteig ohne Zucker, eine Stunde unter Wasser gehen. Die Herstellungsweise reizte mich sehr. Und das Ergebnis lässt sich sehen: Sehr lecker mürbe, fast wie Vanillekipferl.

Zur Eiweißverarbeitung gibt es Basler Brunsli, Zimtsterne und Kokosmakronen. Die Brunsli und Zimtsterne waren dieses Jahr nicht perfekt, aber die Kokosmakronen! Ein Gedicht, zur Nachahmung empfohlen.

Weiterlesen

10. Dezember 2008

Panettone

Ich bin wahrhaftig kein Freund von kompakten, säuerlichen Sauerteigbroten. Den üblicherweise verwendeten Roggen vertrage ich nicht, und saure Speisen sind allgemein nicht mein Fall.

Mit Weizensauerteig habe ich zwar schon gebacken, aber so ganz war ich von der festeren Krume nicht überzeugt. Nach einigen Monaten wurde der Sauerteig getrocknet und in einem Schraubglas in den Winterschlaf geschickt.

Nun hat mich seit letzter Woche ein sehr fieser Infekt im Griff, und mein Hausarzt hat mich am Montag weitere drei Tage krankgeschrieben. Ich bin aber kein sehr geduldiger  Patient, und während ich die letzte Woche noch brav das Bett gehütet habe, so vermisse ich inzwischen meine Bakterien, Hefen und Pflanzenzellen im Labor.

Nachdem ich hier bei WildYeast die wunderschönen selbstgefalteten Panettonebackformen gesehen hatte, ließ mich der Gedanke an selbstgebackene Panettone nicht mehr los. Und ich hatte ja viel Zeit zu recherchieren. Und wie man bei Küchelatein und Chili und Ciabatta lesen kann, sind Sauerteig-Rezepte wohl die authentischeren Rezepte. Auch bei WildYeast findet sich ein Sauerteigrezept für Panettone. Weiterlesen

24. November 2008

Hello Dr. Kitty (part 2) or the left-overs

Die Verteidigung meiner Kommilitonin ist gut verlaufen: Es konnte also gefeiert werden 😀 !

Dazu gab es als Doktorkuchen einen Kasutera (japanischer Honigkuchen oder auch Spongecake) mit dem “Hello Dr. Kitty”-Aufleger, den ich letzte Woche vorbereitet hatte. Der Kasutera ist ihr Lieblingskuchen, und einige Stunden mit Internetrecherche brachten einige intressante Fakten sowie ein authentisch klingendes Rezept zu Tage. Der Teig für den Honigkuchen erinnert entfernt an einen Biskuitteig, sehr luftig aufgeschlagen, in den zusätzlich zum Zucker eine große Portion Honig und Malz (flüssiges Gerstenmalz aus dem Bioladen) gerührt wird.

Für europäische Geschmacksnerven ist er schon fast tötlich süß, aber wie meine Kommilitonin meinte, schmecke er wie das Orginal. Sie bevorzugt allerdings die Variante mit Grünen Tee, aber das Doktor-Kitty traf ihren Geschmack absolut 🙂

Und trotz des sehr süßen Geschmacks war auch vom Kuchen nach einer Stunde nicht mehr viel übrig :

23. November 2008

Zimtschnecken

Eigendlich war mein Plan, dieses Wochenende Schokomuffins zu backen. Aber als ich auf der Suche nach einem Rezept hier und hier auf Zimtschnecken gestoßen bin, habe ich mich umentschieden.

Der Hefeteig von Kochfrosch entspricht so ziemlich meinem Lieblinsrezept für süßen Hefeteig, nur bei mir ist die Hefemenge (natürlich) deutlich geringer. Da es schon etwas später war, habe ich die Hefemenge nochmals halbiert (also 5g anstatt 10g) und den Teig über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Bei so geringen Hefemengen empfiehlt es sich übrigens, die Hefe zuerst in der Milch aufzulösen. Leider hatte ich keinen Kardamon im Haus, aber im Teig würde er sich bestimmt gut machen! Weiterlesen