Bereits im vergangenen Jahr ist meine Anleitung für den Bau von Holzbackrahmen im Brotmagazin erschienen. Und da es im Sommer doch immer Hitzeperioden gibt, bei denen der Ofen lieber aus bleibt, kann ein kleines DIY-Projekt die Wartezeit bis zum nächsten Brotbacktag verkürzen.
Bei mir findet sich schon seit vielen Jahren ein großer Backrahmen für vier Brote von je 1kg im Küchenfundus. Und auch im Blog gibt es ein paar wenige Rezepte (Die Rezepte verlinke ich euch ganz unten in diesem Blogbeitrag). Denn meistens benutze ich den Backrahmen dann, wenn ich soviel Brot backen möchte, dass es freigeschoben nicht in meinen Ofen passt. Der Begriff freigeschobenes Brot meint dabei ein Brot, das ohne Backform gebacken wird, so dass es rundum eine knusprige Kruste entwickelt. Im Backrahmen wird hingegen angeschoben gebacken. Das bedeutet, dass das Brot Seite an Seite mit anderen Broten in einem Rahmen gebacken wird. Es entwickelt dabei eine knusprige Ober- und Unterseite, während die Seitenflächen weich bleiben. Weiterlesen
Das Netz-Spültücher super sind, weiß ich schon lange. Ich habe hier einen ganzen Stapel Netz-Spültücher, die einst von der Oma des Liebsten aus Baumwollgarn gehäkelt wurden, und hier gerne genutzt werden. Vor einigen Jahren wurden dann Netz-Spültücher aus Polyester “DAS DING” zum Spülen von Teigschüsseln. Zu Kaufen gab es entweder die billige, aus Asien importierte Ursprungsvariante oder den teuren deutschen Nachbau. Nachdem ich irgendwann einmal ein solches Tuch in den Händen hatte, bin ich wieder daheim schnurrstraks an meinen Nähschrank gegangen und habe ein Stück Netzstoff zum Taschennähen abgeschnitten. Es sieht aus wie ein Netz-Spültuch, fühlt sich an wie ein Netz-Spültuch, besteht aus dem gleichen Material wie ein Netzspültuch.
Bei uns in der Küche gärt und fermentiert eigentlich immer irgendetwas. Darum ist es eigentlich erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis ich in die Welt von Miso, Sojasauce und Sake abgetaucht bin. Und irgendwann stolperte ich dabei über den Begriff Sakadane und war plötzlich wieder bei meinem Lieblingsthema Brot. Aus etwas Biologen-Neugier und Spaß an Experimenten wurde große Faszination für etwas, das in Japan als der “nationale Pilz” bezeichnet wird. Die große Gemeinsamkeit bei all diesen unterschiedlichen Produkten ist eine sehr wichtige Zutat: Koji. Böse Zungen bezeichnen Koji als “verschimmelten Reis”, doch das ist so ähnlich, wie wenn man einen herrlichen Roquefort als “schimmeligen Käse” bezeichnen würde. Im Kern nicht ganz falsch und doch meilenweit daneben. Genau wie bei der Käseherstellung Edelschimmel verwendet werden, um Aroma und Konsistenz zu beeinflussen, kommen auch bei der Herstellung von Koji Edelschimmel zum Einsatz. Der Begriff Koji meint dabei sowohl den Pilz an sich als auch Getreide bzw. Hülsenfrüchte, die mit dem Pilz bewachsen sind. Damit es hier halbwegs übersichtlich bleibt, werde ich darum immer, wenn vom Pilz die Rede ist, den Begriff Koji-Pilz verwenden.
Manchmal stolpert man zufällig über Ideen, die das eigene Gehirn zum Arbeiten bringen. So stieß ich bei der Suche nach fermentierten Roggenmalz bei diesem
Heute wird es etwas wissenschaftlich hier im Blog. Denn schon lange stört sich die Biologin in mir an den Erklärungen, die sowohl im Netz als auch in Fachbüchern des Bäckerei-Handwerks zum Salz-Hefe-Verfahren gebracht werden. Denn es gilt wie immer: Nur weil etwas überall steht, muss es nicht richtig sein. Und so habe ich das getan, was man als Wissenschaftler tut, wenn man vor einem Problem steht: Ich habe wissenschafltiche Publikationen gelesen, die verschiedene Teilaspekte des Salz-Hefe-Verfahrens beleuchten. Und nach und nach entstand ein recht klares Bild von dem, was in der Hefe und im Teig abläuft, das ich nun gerne mit euch teilen möchte. Aber der Reihe nach…
Im Moment schießen die Vorschläge, wie man Hefe “vermehren” könnte, wie Pilze aus dem Boden. Manches ist dabei leider schlampig recherchiert, anderes ist fachlich betrachtet schlicht und ergreifend falsch.
Vor einigen Tagen wollte ich eine Portion Sauerteig mit der Post verschicken. Das geht sehr gut, wenn aus dem Sauerteig ein Krümmelsauer – auch Gerstl genannt – hergestellt wird. Das Vorgehen ist ganz einfach. Der Sauerteig wird aufgefrischt und nach dem Auffrischen mit so viel Mehl vermengt, dass sich ganz feine Krümmel bilden – je feiner, desto besser. Dadurch entzieht man den Mikroorganismen im Sauerteig einen Großteil des Wassers und so wird die Gärung auf ein Mindestmaß reduziert. Der perfekte Zustand für den Postversand.

