27. Januar 2012

Bagel (Übernacht-Methode)

Bagel Nicht immer ist Platz im Kühlschrank, um Backbelchweise Brötchen darin unterzubringen. Ok, ganz ehrlich, für Bleche voller Brötchen ist eigendlich nie Platz im Kühlschrank. Die beiden Gärkörbchen, in denen mein Brot geht, bekomme ich normalerweise irgendwie in den Kühlschrank gepuzzelt. Meist muss ich dann schon anfangen, zu stapeln. Und wenn mein Schatz abends noch mal an die Käsedose will? Jenga lässt grüßen! 😉

Daher mag ich Rezepte, die ich einfach bei Raumtemperatur über Nacht gehen lassen kann. Und seit den Safransternen weiß ich, dass man sogar die Teiglinge bei Raumtemperatur gehen lassen kann, wenn man nur wirklich wenig Hefe nimmt. Die 1g frische Hefe im Bagel-Rezept sind also kein Tipfehler. Für das Aroma habe ich auch ein bisschen Sauerteig hinzugefügt, auch wenn ich mich nicht getraut habe, eine größere Menge zu verwenden. Da ist also noch Spielraum.

Am nächsten Morgen musste ich die Bagel nur noch ins siedene Wasser werfen und backen. Das braucht nicht mehr als 30 min, und dann gibt es ganz entspannt frische Bagel zum Frühstück.

Bagel

ergibt 10 Bagel

  • 500g Mehl Type 550
  • 260g Wasser
  • 1g Hefe
  • 20g Sauerteig(aus dem Kühlschrank)
  • 30g Butter
  • 10g Salz
  • 20g Honig

Alle Zutaten 5 min bei langsamer Geschwindigkeit und 8 min bei hoher Geschwindigkeit bis zur mittleren Glutenentwicklung kneten.

Den Teig eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.

Den Teig in 80g Portionen teilen und zu Kringeln formen. Das geht besonders einfach, wenn man den Teig erst zu Kugeln schleift, dann mit dem Stiel eines Holzlöffels durch die Mitte der Teigkugel sticht und dann dass so entstandene Loch weitet, indem man es zwischen den Fingern hin und her rollt.

Abgedeckt über Nacht (ca. 8-10 Stunden) gehen lassen.

Wasser in einem Topf zum sieden bringen und die Bagel jeweils 30 sec pro Seite sieden.

Auf ein Blech legen und mit Mohn bestreuen.

Im Backofen bei 250°C 15 min backen.

I send this to yeastspotting, Susans weekly showcase of yeast baked good.

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9 Gedanken zu Bagel (Übernacht-Methode)

  1. alexander 28. Januar 2012

    Cooles Rezept,
    ich wollte gerade dasselbe fragen Manu ;), Du magst wohl den Film „Ein Leben des Brian“?

    lg

    Antworten
  2. Reka Herberth 28. Januar 2012

    Hallo Alexander,
    als Insider kann ich dir verraten: Ja, sie mag “ Das Leben des Brian“.
    Und ich mag Bagels. Warum lese ich deine schönen Übernacht -Rezepte immer dann wenn es zu spät für diesen Tag ist? Und danke für den Link auf Jenga. So habe ich heute auch noch was Neues gelernt.

    Liebe Grüße Mama

    Antworten
  3. Stefanie 28. Januar 2012

    @Manu und Alexander: Lasst den Sauerteig einfach weg. Das schmeckt auch sehr lecker, und es ist nicht soviel Sauerteig, als dass sich etwas am Rezept ändern müßte.
    @Mama: Verrätst du meine Geheimnisse ;-)? Ich weiß auch nicht, warum du dass Rezept erst jetzt liest. Und habt ihr kein Jenga in der OGS? Dann wird es aber mal Zeit, es ist so ein einfaches und lustiges Spiel!

    Antworten
  4. Pingback: Weihnachtsfrühstück mit Bagels « waehnerk

  5. Franzi 29. März 2015

    Hallo Stefanie,

    hm diese Bagel haben mir das letzte mal ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Nach der lagen Stückgare habe ich sie nämlich nur noch leidlich vom Backpapier bekommen und noch bevor sie im Topf gelandet sind waren sie furchtbar zerquetscht und das ganze Gärgas ausgedrückt. :/
    Nur kurze Verständnisfrage:
    Wäre es auch möglich den Teig in der Stockgare über Nacht gehen zu lassen und in der Früh nach dem Formen eine Stunde Stückgare anzuhängen? Oder würde das die Krumenbeschaffenheit sehr verändern?

    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Stefanie 30. März 2015

      @Franzi: Das ist natürlich doof 🙁 Ich setze die Bagel auf ein bemehltes Tuch (da habe ich im Text nicht geschrieben, sorry), da geht das ins Wasser geben ganz gut. Die Stockgare über Nacht plus eine Stunde Stückgare geht aber auch, das ist keine Problem 🙂 Oder falls du einen kühlen Keller hast mit etwa 15°C, kannst du auch versuchen, die Teiglinge dort gehen zu lassen.

      Antworten

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