18. Dezember 2017

Zimtsterne

ZimtsterneKrank sein kann auch seine gute Seiten haben. Denn ohne den doofen Infekt, der mich in der ersten Dezemberwoche so gründlich ausser Betrieb gesetzt hatte, wäre ich nie über dieses Rezept gestolpert. Auf das Sofa verbannt schaute ich “Hier und Heute” und beobachtete erst amüsiert, dann leicht neidisch, wie Stefan Pinnow sich durch die Sendung naschte. Ein um den anderen Zimtstern fand unauffällig den Weg zum Moderator. Ich fand das sehr sympathisch – hätte aber gerne ein paar eigene Zimtsterne zum Verkosten gehabt, denn seiner Miene nach mussten sie schier köstlich zu sein. Die Zimtsterne landeten also sofort auf meiner imaginären Nachbackliste – das Rezept von Marcel Seeger  hatte ich mir zu dem Zeitpunkt schon längst heruntergeladen und abgespeichert.

Und am vergangenen Wochenende konnte ich – endlich wieder fit – das Rezept testen. Und ich verstehe jetzt, warum diese Zimtsterne so verführerisch sind. Supersaftig, superlecker, ein Rezept für die Favoritenliste!

Zimtsterne

Teig

  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 90g Eiweiß
  • 250 g Puderzucker
  • 2 TL Zimt, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Mandeln, fein gemahlen

Glasur

  • 30 g Eiweiß
  • 160 g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft

Zum Ausstechen

  • warmes Wasser
  • etwas Speiseöl

In der Küchenmaschine Marzipanrohmasse mit dem Eiweiß verkneten. Nun den Puderzucker, Zimt und Salz hinzufügen und gut verkneten. Zuletzt die Mandeln unterkneten. Der Teig ist jetzt noch sehr weich und klebrig. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Er wird dadurch fester und gut zu verarbeiten.

Am nächsten Tag für die Glasur das Eiweiß´und Puderzucker mit der Küchenmaschine aufschlagen, so viel Zitronensaft zufügen bis eine cremig-zähflüssigen Eiweißglasur entstanden ist.

Den Zimtsternteig zwischen zwei Backfolien (oder Frischhaltefolien) zu einer Teigplatte von ca. 1 cm Dicke ausrollen und die Glasur dünn aufstreichen.

Damit der Ausstecher nicht klebt wird in einem flachen Gefäß warmes Wasser etwas Speiseöl gegeben. Den Ausstecher vor jedem Ausstechen kurz ins Wasser tauchen und die anhaftenden Tropfen abschlagen. Die Sterne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.

Den restlichen Teig kann man erneut mit ein wenig geriebenen Mandeln verkneten und erneut ausrollen und ausstechen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 160°C vorheizen. DIe Zimtsterne etwa 10-12 Minuten backen, sie sollten sich dann vom Backpapier lösen, wenn man sie anhebt.

7 Gedanken zu Zimtsterne

  1. Claudia 19. Dezember 2017

    Die Glasur kommt wirklich vor dem Ausstechen und dann kann man nochmal neu ausrollen???
    Wird das dann nicht irgendwann matschig?

    Antworten
    1. Stefanie 19. Dezember 2017

      @Claudia: Ich habe den Teig mit etwas Mandeln wieder fest geknetet, das funktioniert gut. Aber du kannst auch erst nach dem Ausstechen den Guss aufstreichen – dafür fehlt mir aber die Geduld und darum habe ich mich ans Rezept gehalten 🙂 (diese Aussage kommt auch eher selten von mir 😉 )

      Antworten
  2. Jürgen 27. Dezember 2017

    Liebe Stefanie,
    ich hatte lange keine Zimtsterne mehr gebacken, weil das Familienrezept von meinem Großvater abhanden gekommen ist. Da kam die Email, daß du ein Zimtstern-Rezept veröffentlicht hast, gerade recht!
    Und mutig gleich das doppelte Rezept geknetet.
    Allerdings habe ich keine Mandeln, sondern Haselnüsse verwendet.
    Offenbar lag hierin der Grund, daß ich keine schönen Sterne ausstechen konnte, weil die Masse dadurch zu weich war?
    Gemäß dem Motto, „dumm ist nur der, der sich nicht zu helfen weiß“, habe ich dann einfach Herzen ausgestochen….. Dadurch hatte ich auch weniger Teigreste, die neu vermengt werden mußten.
    Habe auch mehr Zimt genommen und eine Prise Nelke dazugegeben.
    (Unsere heutigen Geschmäcker sind doch sehr von dem intensiveren Kassia – Zimt geprägt,
    und insbesondere bei Gebäck gefällt mir der feinere Ceylonzimt besser, den ich dann höher dosiere)

    Das Ergebnis:
    superleckeres Weihnachtsgebäck nach deinem genialen Rezept, sehr saftig!
    Saftiger als die Zimtsterne, die ich aus meiner Kindheit her kenne 😉

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