27. Februar 2021

Zimties

Zimties (2)

Zimt geht doch eigentlich immer, oder? Bei mir ist das jedenfalls so und ich mag Zimt das ganze Jahr über, allerdings im Winter noch lieber als im Sommer. Bei diesen Brötchen wird das Zimtaroma durch mit Zimt und Zucker umhüllte Cornflakes-Stückchen transportiert. So hat man immer wieder kleine, süße Zimtexplosionen im Mund.

Da das ursprüngliche Rezept für die Zimt-Stückchen so gar nicht funktionierte, habe ich auf ein wohl getestetes Vorgehen gesetzt. Der Teig ist ein Geschwisterchen der süßen Tannebäume, allerdings habe ich die Zuckermenge im Teig reduziert, das die Zimtstückchen schon genügend Süße mitbringen. Faszinierend finde ich allerdings den leicht gärhemmenden Effekt, den der Zimt auf die Hefe hat. Trotz ansonsten sehr ähnlichem Rezept bleiben die Zimties etwas kompakter als ihre weihnachtlichen Geschwisterchen. Aber sie sind immer noch saftig und fluffig und unglaublich lecker!

Zimties

ergibt 12 Zimties

Zimties (1)Süßer Starter

Zimt-Stückchen

  • 75g Zucker
  • 20g Wasser
  • 50g Cornflakes (ungesüßt!)
  • 5g Zimt

Teig

  • Süßer Starter
  • 375g Mehl Type 550
  • 210g Wasser
  • 5g Flohsameschale
  • 1/4 Vanilleschote oder 1/2 Tl Vanilleextrakt
  • 2g aktives Malz (optional)
  • 2g enzymaktives Bohnenmehl (optional)
  • 50g Ei (1 Ei Größe M)
  • 5g Salz
  • 10g Hefe
  • 25g Zucker
  • 85g Butter
  • Zimt-Stückchen

Für den Süßen Starter den süßen Starter, Wasser und Mehl miteinander verkneten. Bei 30°C etwa 4 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen mindestens  verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit für die Zimt-Stückchen Cornflakes und Zimt mischen. Nun den Zucker mit dem Wasser aufkochen und köcheln lassen, bis die Temperatur zwischen 116° und 121°C liegt (Ohne Thermometer kann man es so testen).  Den Topf vom Herd nehmen, die Cornflakes-Zimtmischung zufügen und so lange rühren, bis die Cornflakes von einer sandigen ZuckerZimtschicht bedeckt sind und nicht mehr kleben. Erkalten lassen, dann in kleine Bröckchen zerkleinern (z.B. mit dem Nudelholz zerstoßen).

Alle Zutaten bis auf Zucker, Butter und Zimtstückchen für 5 min auf langsamer Stufe in der Küchenmaschine kneten, dann weiter 7 min auf mittlere Geschwindigkeit kneten. Den Zucker in kleinen Portionen hinzufügen und weiterkneten, bis aller Zucker aufgenommen. Nun die Butter hinzufügen und weiterkneten, bis sie komplett in den Teig eingearbeitet ist. Zuletzt die Zimtstückchen zufügen und bei langsamer Geschwindigkeit bis zur vollständigen Glutenentwicklung kneten.

Den Teig 1 Stunde bei Raumtemperatur und 1-2 Stunde im Kühlschrank gehen lassen.

Nun den Teig zu einer Teigplatte von 25 mal 25 cm  flachhdrücken und der Länge nach halbieren. Aus jedem der so entstandenen Teigbänder werden mit einem Teigschaber daraus Dreiecke mit einer Basis von 10cm und einer Höhe 12,5 cm abgeteilt. Die nicht gleichmässig geformenten Dreiecke an den Seiten kann man zu runden Brötchen schleifen.

90 min gehen lassen.

Nach dem Gehen mit Ei abstreichen und 12-15 min bei 220°C mit Dampf backen.

Tipp: Anstelle des Süßen Starters kann eine Biga verwendet werden. Hierzu werden 125g Mehl Type 550, 62g Wasser und 1g frische Hefe miteinander verknetet. Die Biga für mindestens 16 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

12 Gedanken zu Zimties

  1. Hannah 27. Februar 2021

    Guten Morgen,
    Ich habe keinen süßen Starter!!! Könnte ich dann Hefe nehmen? Wenn ja, wieviel Gramm? Vielen Dank im Voraus und schönes Wochenende

    Antworten
    1. Stefanie 28. Februar 2021

      @Hannah: Das geht mit einer Biga als Vorteig sehr gut. Ich habe jetzt einen Rezepttipp dafür hinzugefügt. Guck mal ganz unten im Rezept 🙂

      Antworten
  2. Karin Kelm 27. Februar 2021

    Ohhhh, Stefanie!!!
    Führe mich nicht in Versuchung.
    Ich bin dann mal eben in der Küche❣

    Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich euch!

    Liebe Grüße

    Antworten
  3. Stefanie 27. Februar 2021

    Hallo,
    das klingt fantastisch und genau richtig für jemanden wie mich, der Zimt ebenfalls das ganze Jahr über essen mag!
    Wann kommen denn die Zimtstückchen in den Teig? Schon von Anfang an? Ich hätte jetzt eher gedacht, sie würden vielleicht zuletzt untergeknetet?

    Antworten
  4. Insa Nanninga 28. Februar 2021

    Liebe Stefanie, moin, moin,
    dein Blog gefällt mir sehr und hat mich schon häufig zum Backen animiert. Gestern zuletzt der wunderbare Streuselkuchen. Da du eine Vorliebe für Zimt hast, kann ich dir die regionalen Kanelbrötchen aus Bremen empfehlen. Es sind Milchbrötchen mit eine Kruste von Semmelbröseln mit Zimt, köstlich. Leider habe ich kein vernünftiges Rezept gefunden. Vielleicht kannst du ja bei Gelegenheit mal Nachforschungen anstellen oder eine Idee entwickeln? Vielen Dank für deine tolle Arbeit! Liebe Grüße Insa

    Antworten
    1. Stefanie 1. März 2021

      @Insa: Das kommt sofort und auf der Stelle auf meine Liste für die Regionalen Rezepte! Danke 😀
      Wenn diese Runde Zähne beim Kindelein durch sind und es nicht mehr nur auf meinem Arm lebt, kann ich hoffentlich ein paar neue Rezepte basteln!

      Antworten
  5. Anna 30. März 2021

    Hallo,

    könnte man nicht auch direkt Zimtflakes nehmen? Ok, mal abgesehen davon, dass diese viele unerwünschte Zusatzstoffe enthalten…

    BG,
    Anna

    Antworten
    1. Stefanie 31. März 2021

      @Anna: Meinst du die Zimtflakes, die es extra zum Backen gibt? Das sollte gut klappen. Bei den Zimties (von Aldi o.ä.) bin ich mir nicht sicher, ob sie bis zum Formen ihre Form behalten, da sie in Milch schon sehr schnell weich werden.

      Antworten
      1. Anna 31. März 2021

        Hallo Stefanie, eigentlich meinte ich die von Aldi & Co. Ich habe jetzt mal ungesüßte Cornflakes besorgt. Zu Studienzeiten habe ich diese Wuppies verschlungen, aber selbstgebacken wird es bestimmt noch besser, und vor allem natürlicher. Danke!

        Antworten
        1. Stefanie 1. April 2021

          @Anna: In Studentenzeiten waren die bei uns auch heiß geliebt. Inzwischen mag ich sie nicht mehr wirklich, aber der Liebste braucht etwa einmal im Jahr eine Packung 🙂

          Antworten

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