Kategorien-Archiv: Weihnachtsmarkt

20. Dezember 2013

Baiser–Pilze

Baiser Pilze (2)Manchmal  sieht man ein Rezept und hat sofort eine Person vor Augen, von der man weiß, dass sie sich sehr darüber freuen würde.

Genau so ging es mir letztes Jahr kurz vor Weihnachten, als ich die Baiser-Pilze auf Food52 entdeckte. Unglaublich lebensecht sahen die kleinen Pilze aus! Damals war es schon zu spät, aber das Rezept hatte ich das ganze Jahr im Kopf, um es dieses Jahr als kleine Weihnachtsaufmerksamkeit für eine begeisterte Pilzesammlerin zu backen.

Beim Backen war ich ganz erstaunt, wie einfach die Pilze doch zu machen sind. Wer schonmal einmal Baiser gebacken hat, sollte mit den Pilzen keine Probleme haben. Die Hüte werden mit großer Spritztülle flach und breit gespritzt, die Stile werden durch das langsam Nach-oben-ziehen des Spritzebeutels schmal und hoch. Und die “Lamellen” entstehen durch das Eintauchen der Hutunterseite in geschmolzene Schokolade. Ein bisschen Kakao sorgt dann für den authentischen Schmutz-Look. Alles ganz einfach gemacht, aber trotzdem wunderschön!

Und ein perfektes Geschenk für Pilz-Freunde!

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6. Dezember 2013

Stollenkonfekt

StollenkonfektStollenkonfekt – das sind kleine, mundgerecht Stollenhäppchen, die es in letzter Zeit immer häufiger bei uns im Supermarkt zu kaufen gibt. Eigendlich, so dachte ich mir, kann man diese hübschen Häppchen auch selbst herstellen! Und so ist dieses Stollenkonfekt entstanden. Es ist eine Spielart meines “normalen” Christstollen-Rezept,  mit kleinen Marzipanwürfeln im Teig anstelle der Marzipanfüllung. Zudem verwende ich etwas mehr Water roux, um zu verhindern, dass die Stollenhäppchen im Ofen austrocknen. Die Rezeptmenge habe ich  halbiert, so dass man genau ein Blech Stollenkonfekt erhält.

Und da das Konfekt so klein ist, fällt es gar nicht auf, wenn man ein, zwei noch heiß vom Backblech nascht! Ich muss sagen, auch warm sind sie köstlich, locker und saftig! Da fällt es schwer, die 2 Wochen Wartezeit geduldig abzuwarten, bis das Konfekt gut durchgezogen ist. Doch die Geduld wird belohnt, denn fertig durchgezogen sind sie sogar noch leckerer! Man könnte eigendlich immer im Vorbeigehen eines aus der Dose naschen… Hier ist Weihnachtsmaus-Alarm angesagt.

Und da Naddi mich nach dem Rezept gefragt hat, habe ich die verbliebenen Stollenhäppchen schnell noch fotographiert, bevor sie alle verschwunden sind.

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9. November 2013

Baumstriezel

BaumstriezelManche Rezepte sind so aufwendig, dass sie früher nur zu hohen Festen, wie etwa runde Geburtstage, Hochzeiten oder Taufen, gebacken wurden. Der siebenbürgische Baumstriezel gehört zu diesen Gebäcken. Er wurde früher unter ständigen Drehen auf großen Holzrollen über glühender Holzkohle gebacken. Er besteht aus einem weichen Hefeteig mit einer dicken Karamell-Schicht und wann immer es Baumstriezel auf einem Fest gibt, muss ich ihn essen, dass ist schon seit meiner Kindheit so. Er ist so schlicht und doch so unendlich lecker!

Schon seit längerem grübelte ich, wie man einen Baumstriezel in heimischer Küche ohne offenes Feuer zubereiten könnte. Ein Nudelholz schien mir die richtige Wahl und tatsächlich bin nicht nur ich auf diese Idee gekommen, wie eine schnelle Google-Suche ergab. Und da ein 5-jähriger Bloggeburtstag nach einem besonderen Kuchen verlangt, habe ich kurzerhand beschlossen, Baumstriezel zu backen.

Es ist eine fast meditative Aufgabe, denn man muss die ganze Backdauer vor dem Ofen sitzen um einmal pro Minute das Nudelholz wieder ein Stückchen weiter zu drehen. Am Ende muss man sehr aufmerksam sein, denn der Zucker verbrennt sehr schnell.

Aber der Geschmack ist diese Arbeit wert!

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19. Dezember 2012

Schokoladen-Gewürzmandeln

Schoko-GewürzmandelnJe näher der heilige Abend kommt, desto mehr genieße ich den Duft von Zimt, Vanille, Nelken und all den anderen Gewürzen, der jetzt in der Luft hängt. Als ich bei Brödpassion ein Rezept für Vollmilchschokoladen-Mandeln sah, wusste ich, die muss ich probieren. Aber – und auch dass war mir klar – wenn ich Schokoladen-Mandeln mache, dann müssen sie gewürzt sein. Mit Zimt und Kardamon, Vanille und Nelke – wie die köstlichen Schokoladenmandeln, die man in der Weihnachtszeit von den verschieden Schokoladenherstellern kaufen kann.

Die Herstellung ist dabei ganz einfach, man muss nur ein bisschen Zeit für das Schokolieren der Mandeln einplanen, da die Schokolade nur in ganz kleinen Portionen zu den Mandeln gegeben wird. Und dann heißt es rühren, rühren, rühren, bis die Schokolade an Mandeln umhüllt hat, und wieder fest geworden ist. Dann kommt die nächste Portion hinzu. Wie beim Kerzen ziehen legt sich dann eine Schichte um die andere, bis die Mandel von einer dicken Schokoladenhülle umgeben ist.

Wenn sie fertig sind, muss man nur noch einen sicheren Platz für die Aufbewahrung suchen – denn diese Mandeln haben die Tendenz, kleinen und großen Weihnachtsmäusen zum Opfer zu fallen.

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15. Juli 2012

Zimtwaffeln

Zimtwaffeln(2)Vor fast drei Jahren habe ich zum ersten Mal Lütticher Waffeln gebacken. Das Rezept wurde seitdem nicht nur von mir häufiger gebacken, auch  Chaosqueen und Steph vom Kleinen Kuriositätenladen haben es nachgebacken und für lecker befunden. Und dann hat Paule Schuedi-Zimtwaffeln gebacken, angeregt von der Idee eines amerikanischen (?) Blogs, Zimtschnecken im Waffeleisen zu backen. Diese Zimtwaffeln, dass sind quasi Lütticher Waffeln deluxe, die mussten natürlich umgehend nachgebacken werden.

Bei der ersten, bis auf die Hefemenge Rezept-getreuen Version störte mich allerdings, dass beim Backen sehr viel Butter aus der Füllung der Waffel auslief und das der Teig recht fest war. Also habe ich einen zweiten Versuch gestartet, mit einem Water roux, etwas mehr Butter im Teig und dafür weniger Butter in der Füllung und mit einer um 2/3 Dritteln reduzierten Hefemenge.

Und jetzt finde ich sie perfekt – Karamel und Zimt in wunderbarer Harmonie, was will man mehr?

Wer für das Nachbacken keinen Perlzucker (Sucre grain perlé) bekommen kann, der kann die Waffeln auch mit grob gehackten Würfelzucker backen. Das habe ich auch schon probiert und es klappt ganz gut. Alternativ ist ein Belgienurlaub zu empfehlen, neben eines Jahresvorrats an Perlzucker kann man sich dann direkt auch mit belgischer Schokolade und leckerem belgischen Bier eindecken 😉 .

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3. Januar 2012

Käsefondue

KäsefondueAuch wenn wir schon im neuen Jahr sind, muss ich noch eine Rückblende auf Weihnachten machen.

Am 2. Weihnachtsfeiertag gibt es bei uns tradtionell Käsefondue, welches meine Großtante – gebürtige Schweizerin – für die Großfamilie zubereitet. Was einst klein begann, ist nun ein großes Familientreffen, für das wir inzwischen einen Raum mieten, da dass Esszimmer meiner Großmutter für all die Kinder mit Partner, Enkel, die Partner der Enkel so wie die stetig wachsende Zahl an Urenkeln längst keinen Raum mehr bietet.

Dieses Jahr, kurz vor Weihnachten, fragte meine Großtante an, ob ich dieses Jahr wohl die Zubereitung des Fondues übernehmen könnte, da sie nach einem Sturz noch nicht wieder fit war. Sie hätte auch alle Zutaten besorgt und würde mir auch ein ganz genaues Rezept aufschreiben. Ihr ausführliches Rezept ist leider bei Anreise verloren gegangen, und so bekam ich die Kurzfassung für den Notfall: 5,5 kg Käse, 3 l Wein, pro Topf (insgesamt 4) 6 Tl Mondamin, sowie die mündliche Anweisung Kirschwasser, Knoblauch und Raclettgewürz nach Geschmack zu dosieren. Die 5,5 kg Käse waren übrigens für ca 25 Personen gedacht, der Rest der anwesenden Kinder hat Schokoladenfondue gegessen.

Auf 5 Personen heruntergerechnet kommt man dann auf folgendes Rezept:

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4. Dezember 2010

Apfelpunsch

ApfelpunschIch mag Weihnachtsmärkt, wenn diese nicht zu voll sind, und wenn ich mit Freunden oder Kollegen unterwegs bin, steuern wir natürlich irgendwann den Glühweinstand an. Allerdings mag ich Glühwein nicht so sonderlich, und so teste ich jedes Jahr aufs neue durch die nicht alkoholischen Varianten.

Mit dem angebotenen Kakao werde ich allerdings auch nicht wirklich warm, und beim Kinderpunsch habe ich auch schon die eine oder andere Scheußlichkeit probiert. Dieses Jahr habe ich bisher einen Kinderpunsch, der aus weißen Traubensaft bestand, getrunken und Apfelpunsch.

Der Traubensaftpunsch war ganz lecker, aber viel zu süß. Kann man der Geselligkeit wegen trinken, aber es gibt besseres. Apfelpunsch zum Beispiel. Den habe ich in Köln auf dem Altermarkt getrunken und war positiv überrascht. Heíßer Apfelsaft, lecker gewürzt mit Zimt und Nelken, dass ist genau nach meinem Geschmack.

Und da uns heute nachmittag nach einem Schneespaziergang der Sinn nach etwas warmen stand, habe ich den Punsch am heimischen Herd nachgebaut. Weiterlesen

22. Mai 2010

Dinnete

Dinnete  Der Ofen war zwar diese Woche ausser Betrieb( inzwischen ist er repariert, doch dazu später), doch dank des kleine Pizaofens Alfrdo brauchten wir wengigstens nicht auf die geplanten Dinnete verzichten. Dinnete sind die schwäbische Variante des Flammkuchens und bestehen aus einem Hefeteigbodens, der mit Schmand sowie Zwiebeln, Kartoffeln, Speck oder Käse belegt wird. Wir haben uns für eine Kombination aus Käse, Zwiebeln und dünnen Kartoffelscheiben entschieden.

Bei meinem Vorschlag, Kartoffelscheiben auf die Dinnete zu legen hat mein Freund zwar erst etwas misstrauisch geguckt, aber der Geschmack hat auch ihn überzeugt. Dieses Rezept wird bestimmt noch öfter gemacht!

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9. November 2009

Weckmänner

WeckmannDieser Post ist etwas besonders für mich. Zum einen ist es Post Nummer 100, zum anderen ist es seit meinem ersten Post genau 1 Jahr her. Wie schnell die Zeit doch vergeht!

Doch zurück zum Thema des heutigen Posts: Weckmänner. Sarah hat mich bereits nach einem Rezept für Weckmänner bzw Stutenkerle gefragt.

Sie werden im Rheinland traditionell nach dem Sankt-Martins-Umzug an die Kinder verteilt. Und was gibt es besseres, als durchgefroren nach dem Laternenumzug nach Hause zu kommen, um dann den Weckmann mit einer Tasse Kakao zu verspeisen.

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