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Pumpernickel ist kein Brot für mich, denn es besteht nur aus Roggen. Aber mein Freund mag Schwarzbrot sehr gerne, daher habe ich die Chance ergriffen und Pumpernickel gebacken, dessen Herstellung mich schon immer gereizt hat. Das besondere an diesem Brot ist, dass es weniger gebacken als im eigenen Dampf gesotten wird. Da der Teig sich nur langsam erhitzt laufen im Inneren Enzymreaktionen ab, die die Stärke zu Zucker abbauen. Durch Karamelisierung dieses Zuckers und durch die Maillard-Reaktion, bei der Zucker mit Proteinen reagiert, erhält das Brot seine dunkle Farbe.
Urspünglich wurde das Brot ohne jedes Triebmittel für 24 Stunden ganz langsam gebacken, heute verwendet man meist Sauerteig zur Lockerung. Dadurch erreicht man, dass das Brot schon nach ca. 16 Stunden fertig gebacken ist.
Eigendlich wird das Brot in Dosen gebacken, ich habe aber Weckgläser verwendet. Am besten verwendet man Sturzgläser, aus denen lässt sich das Brot dann leicht stürzen. Um den Pumpernickel aus dem Tulpenglas, das sich zwischen die Gläser geschmuggelt hatte, zu bekommen, musste ich ein wenig Gewalt anwenden. Aber keine Sorge, Glas, Brot und auch ich sind immer noch an einem Stück.
Insgesamt ist es ein einfach zu zubereitenes Brot, es braucht halt einfach nur viel Zeit. Und das Resultat überzeugt: ein wenig feucht, ein wenig bröckelig, von tiefbrauner Farbe.
Das Rezept habe ich mir aus einigen Rezepten, die ich mit Netz gefunden habe, zusammengebaut. Die Sonnenblumenkerne darin sind zwar nicht original, aber dafür lecker. Und das es schmeckt, weiß ich, da mein Schatz den ganzen Tag über in die Küche schleicht, um ein weiteres Scheibchen zu essen. Gibt es ein besseres Lob für ein Brot?
Pumpernickel
für 4 Weckglässer von je 750 ml (Sturzgläser)
Sauerteig:
- 350g Roggenvollkornmehl
- 350g Wasser
- 35g Sauerteig Starter (ASG)
Brühstück:
- 250g Roggen
Teig:
- gesamter Sauerteig
- gesamtes Brühstück
- 375g feines Roggenschrot
- 375g grobes Roggenschrot
- 100g Rübensirup
- 300g Wasser
- 200g Sonnenblumenkerne
- 25g Salz
Am Vorabend die Zutaten für den Sauerteig miteinander verrühren und bei ca. 25°C 16 Stunden stehen lassen.
Am nächsten Tag den Roggen mit reichlich Wasser ca. 1 Stunde kochen, bis er weich ist. Gut abtropfen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einem Rührlöffel solange vermengen, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Für 30 min ruhen lassen.
Die Weckgläser (Sturzgläser verwenden!) gut buttern und mit Mehl ausstäuben. Die Gläser zu 2/3 füllen, den Deckel auflegen und für 3 Stunden gehen lassen.
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die geschlossenen Gläser für eine Stunde bei 160°C backen, dann den Ofen auf 120°C herabschalten und die Pumpernickel für weitere 14 Stunden (über Nacht) backen.
Zum Einwecken 30 min vor Ende der Backzeit die Abgekochten Einkochgummis zwischen Deckel und Glas legen und mit den Klammern verschliessen. Nach dem Abkühlen können die Klammern entfernt werden.
Dies ist mein Beitrag für Susans wöchtenliches Yeastspotting.
Dies ist mein Beitrag für Susans wöchtenliches Yeastspotting.













Sonntag, 21. März 2010
Hallo liebe Steffi,
wow, das ist ja super genial. Das werde ich auch ausprobieren, auch wenn der Olli sich wohl über die hohen Energiekosten für den Backofen bestimmt nicht gerade freuen wird!!
Aber ein Problem habe ich: keine Weckgläser. Was mache ich nun???
Und kann man die Gläser einfach so in den heißen Ofen stellen? Ich dachte, sie würden zerplatzen!?!
Toll Steffi, du rettest immer wieder die gute Füllung unseres Brotkastens, danke dafür.
Sarah.
[Antwort]
Stefanie März 22nd, 2010 :
@Sarah: Danke schön. Ich finde das sich die Energiekosten in Grenzen halten, da man Pumpernickel nicht jeden Tag bäckt. Und ausserdem ist Brotbacken in meinen Augen auch ein Hobby, und da gibt es Hobbies, die weit kostenintensiver sind. Die Weckgläser halten hohe Temperaturen gut aus, da musst du dir keine Sorgen machen. Aber falls du keine hast, ich habe deswegen schon mit Katrin konferiert, und sie testet jetzt das ganze in der Backform, schön mit Alufolie abgedichtet. Das sollte auch gehen.
[Antwort]
Montag, 22. März 2010
Ah super,
dankeschön für die schnelle Antwort.
Werde mich dann mal mit Katrin kurzschließen.
Bis bald,
Ganz liebe Grüße,
Sarah.
[Antwort]
Mittwoch, 24. März 2010
So ihr Lieben, mein Pumpernickel kam gestern morgen aus dem Ofen und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nochmal danke für das Rezept Steffi.
hdl
[Antwort]
Mittwoch, 24. März 2010
@Katrin: Das freut mich
[Antwort]
Samstag, 27. März 2010
Guten Tag
Sorry for the English, my German courses were many years ago.
I have developed a recipe similar to yours except no molasses or seeds. No rye berries, all is coarse ground whole rye flour.
I put the dough in small aluminum loaf pans. Let rise, cover with aluminum foil, and place in a pressure cooker set at 1 bar, temperature 120 C.
Four hours in the pressure cooker seems to be enough time to develop a dark color (like your photo). The loaf is moist and can be sliced thin. Taste is similar to the only authentic pumpernickel I can buy, Mestemacher.
[Antwort]
Dienstag, 31. Mai 2011
Hallo Stefanie,
in den letzten Tagen habe ich, Bauchweh wegen meiner Unverträglichkeiten einplanend, das Glas mit dem Pumpernickel das du mir vor langer Zeit geschenkt hast leergefuttert. Es ist mir sehr schwer gefallen nur ganz kleine Häppchen zu essen den es schmeckt nur TOOOOOOOOll ! Die lange Lagerzeit hat es in dem Weckgläschen unbeschadet überstanden. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck das das Brot “gereift” ist.
Mama
PS: Das Gläschen ist abgewaschen und träumt von neuen Inhalten………:-)
[Antwort]
Stefanie Juni 1st, 2011 :
@Mama: Dann überlege ich mal, mit was ich es fülle
[Antwort]