Monats-Archiv: Februar 2013

25. Februar 2013

Birnen-Schokoladen-Tarte

Birnen-Schoko-TarteAls ich am vorletzten Sonntag die Birnen in der Obstschale betrachtete, bekam ich plötzlich Heißhunger auf Birnenkuchen. Eigendlich wollte ich ja schon lange den Birnentarte mit Mascarpone von Chaosqueen backen. Doch ich musste nicht einmal in den Kühlschrank schauen, um zu wissen, dass keine Mascarpone da war. Mascarpone gehört nicht zu den Dingen, die sich regelmässig im Vorrat befinden. Bei der Schokolade in meiner Backzutaten-Kiste sah es da schon besser aus. Also habe ich im Internet gesucht und bin bei Confessions of a tart schnell fündig geworden. Die Chocolate Pear Tart sah in der Tat sehr verführerisch aus.

Da ich zu bequem war, um Cup-Angaben in Gramm umzurechnen, habe ich einen bewährten Mürbeteig als Boden gewählt, und beim Garen der Birnen auf mein Gefühl gehört. Einzig bei der Schokoladenfüllung habe ich mir das Rezept genauer angesehen.

Beim Backen roch dann die Küche bereits herrlich nach Schokolade, und die lauwarme Tarte zum Sonntagskaffee war einfach nur köstlich!

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17. Februar 2013

Flockenbrötchen

FlockenbrötchenAn kalten Wintertagen reicht manchmal schon der Blick aus dem Fenster, um mich morgens zum frösteln zu bringen. Ohne etwas Warmes im Bauch mag ich dann noch nichtmal daran denken, durch die kalte Dunkelheit zum Bahnhof zu laufen. Wie gut, dass ein Haferbrei – auch Porridge genannt – schnell gekocht ist. Um ein wenig Abwechslung in meinen Speiseplan zu bringen, bereite ich ihn manchmal anstelle der Haferflocken mit Multikorn-Flocken zu. Die Mischung aus Weizen-, Hafer-, Gerste-, Roggen- und Dinkelflocken schmeckt mir sehr gut.

Und was unter der Woche pur gut schmeckt, kann doch einem Brötchen nur gut tun, dachte ich mir irgendwann. Und so enthalten diese Übernachtbrötchen einen festen Porridge. Dieser gibt den Brötchen eine gewisse Saftigkeit durch das in ihm gebundene Wasser, und der Teig bleibt gleichzeitg  einfach zu handhaben.

Beim Backen habe ich wieder auf den Trick zurückgegriffen, den ich schon bei den „normalen“ Brötchen verwendet habe: auf das Blech mit den Brötchen kommt eine kleine ofenfeste Schale mit Wasser und dann decke ich das Backblech mit den Brötchen mit einem zweiten Backblech ab. Dadurch kann der Dampf nicht entweichen, was zu einem sehr guten Ofentrieb führt. Wer einen richtigen Dampfbackofen hat, kann natürlich auf solche Spielereien verzichten.

Geschmacklich bin ich mit den Flockenbrötchen sehr zufrieden. Ein vielschichtiger Geschmack durch die Über-Nacht-Führung wird durchdie nussigen Aromen der Getreideflocken unterstrichen. Die Zugabe von etwas Butter, Zucker und enzyminaktiven Malzextrakt runden den Geschmack schön ab.

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16. Februar 2013

Food-o-grafie # 1

Food-o-graphie (5)Zorra hat zu einer Neuauflage ihres Food-o-grafie-Events aufgerufen. Eine schöne Sache, denn ich finde es spannend, anderen Food-Bloggern beim Fotographieren über die Schulter zu schauen – und mir den einen oder anderen Trick abzuschauen.

Ich bin mit Fotoapperaten aufgewachsen. Mein Vater ist ein begeisteter Hobbyfotograf, und so konnte ich schon im Grundschulalter eine eigene Kamera mein eigen nennen. Die erste Kamera, die ich mit meiner Schwester teilte, war eine kleine Olympus-Kompaktkamera. Natürlich noch mit Film – die erste, gebraucht gekaufte, Digitalkamera habe ich mir dann im Studium zu gelegt, mit immerhin 2 MP. Was vor 10 Jahren viel erschien, lässt heute jeden Handybesitzer müde lächeln. Lange war ich nicht mit meiner Kamera zufrieden, ich wollte etwas mit mehr Zoom und einer besseren Auflösung. Eine Spiegelreflex lockte mich schon damals, war finanziell aber in weiter Ferne, und so kaufte ich 2005 ein Kodak Z740. Mit ihr machte ich auch die ersten Fotos für den Blog. Als die Preise für digitale Spiegelreflex-Kameras anfingen zu sinken und ich von meinem Doktorranden-Gehalt genug gespart hatte, gönnte ich mir 2009 zu meinem Geburtstag meine jetzige Nikon D60. Ich habe sie nicht nur für die Food-Fotografie angeschafft, doch natürlich nutze ich sie dafür.

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12. Februar 2013

Treber-Mehl

Trebermehl Wenn man, so wie ich, nicht gern Lebensmittel verschwendet, muss man manchmal nachdenken, wie man Überbleibsel verwenden kann. Der Treber, der beim Bierbrauen anfällt, ist so ein Überbleibsel. Ein Teil des Trebers ist direkt in ein Brot gewandert, den Rest habe ich über Nacht im Backofen getrocknet. Die Idee dafür habe ich von dieser Seite.

Die Nacht über breitete sich ein herlicher Malz-Duft in der Wohnung aus und am nächsten Morgen war der Treber vollständig getrocknet. Mit der Getreidemühle ließ er sich gut zu einem Mehl vermahlen. Das Mehl schmeckt leicht süßlich nach Malz mit leckeren Röstaromen, wie ein milder Malzkaffee. Ich kann es mir sehr gut als Zusatz zu Brot oder Brötchen vorstellen, auch als Zusatz zu Vollkornkeksen oder im Teig für eine Tarte. Und mit einem Gehalt von 50% Ballasstoffe und 23% Protein ist es auch ein gesunder Zusatz.

Was ich auch interessant finde: Aus 1,5 kg Malz bekommt man etwa 500g Trebermehl. Ein Kilogramm Stärke ist also bei Maischen in Zucker umgewandelt worden. Kein Wunder, das die verkleckerte Bierwürze so auf der Arbeitsfläche klebte.

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11. Februar 2013

Treber-Brot

TreberbrotSeit ich dem Liebsten ein Brauset zum Geburtstag geschenkt habe, betätigen wir uns als Hobbybrauer. Im ersten Versuch haben wir das im Set enthaltene Bierkit benutzt, doch das ist ja fast wie Maggi-Fix fürs Bierbrauen. Wir wollten aber das ganze Abenteuer.

Und so haben wir für den nächsten Versuch Malzschrot und Hopfenpellets verwendet. Nach dem Maischen – also den Abbau der Stärke aus dem Malz zu Malzzucker – erhält man als Nebenprodukt den sogenannten “Treber”. Treber ist reich an Ballaststoffen und Proteinen, enthält aber kaum noch Stärke. Es kann, so stand in unserer Anleitung, für die Fütterung von Kühen verwendet werden oder aber zum Brot backen.

Und was macht die Brotbäckerin des Hauses in solchen Fällen? Genau, sie bäckt Brot mit Treber.

Es ist ein sehr kompaktes, saftiges Brot geworden, dem man gar nicht ansieht, dass es auch weißes Mehl enthält. Durch den Sauerteig und die verwendeten Gewürze wird es sehr aromatisch, unterstrichen vom nussigen Geschmack von Treber und Saaten. Das perfekte Brot für eine deftige Brotzeit.

Und was mache ich mit dem restlichen Treber? Der trocknet gerade im Backofen, denn als nächstes möchte ich versuchen, den Treber mehlfein zu mahlen…

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3. Februar 2013

Herzogin-Kartoffeln

HerzoginkartoffelnHier habe ich mich noch über meinen Spritzbeutel beklagt. Doch das Christkind hatte Erbarmen und so lag unter dem Weihnachtsbaum ein schöner, stabiler Spritzbeutel mit Edelstahl-Tüllen.

Auf der Suche nach einem Rezept für die Einweihung des Spritzbeutels fiehlen mir schließlich Herzogin-Kartoffeln ein. Bislang gab es sie eher selten bei uns, der Kampf mit dem Spritzbeutel hielt mich immer ab.

Aber jetzt, mit meinem tollen Weihnachtsgeschenk…? Also wurden Kartoffeln gekocht und gepellt und durch die Kartoffelpresse gedrückt, zu einem Teig gerührt und dann in den Spritzbeutel gefüllt.

Trommelwirbel, Auftritt des neuen Spritzbeutels…

Was soll ich sagen? Ein Traum, innerhalb kürzester Zeit hatte ich alle Herzogin-Kartoffeln gespritzt und das mit fast unmerklichen Kraftaufwand! Vernünftiges Werkzeug ist doch einfach durch nichts zu ersetzen. Danke, liebes Christkind!

Und die Herzogin-Kartoffeln sind auch gut gelungen, knusprig und goldgelb, da habe ich dann auch darauf verzichtet, sie noch mit Eigelb zu bestreichen.

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