Kennt ihr das? Da bäckt man ein Rezept, macht Fotos und schreibt das Rezept auf, aber dann verschwindet der Post irgendwie in einer Schublade. So ist es mir mit den runden geflochten Zöpfchen ergangen, die ich im Sommer gebacken habe. Lecker waren sie, keine Frage, doch mit dem Bild war ich etwas unglücklich. Es machte den hübschen, rund geflochtenen Brötchen keine Ehre. Und so wurden dies Brötchen nie verbloggt und gerieten in Vergessenheit
Bis Micha mir vor einigen Tagen mit ihrem hübschen Flechtwerk ins Gedächnis rief, dass ich vor einiger Zeit doch Detail-Fotos für eine Flechtanleitung gemacht hatte. Aber mit dem Bild von den gebacken Brötchen war ich immer noch unzufrieden. Und so habe ich für die Frühstücksverabredung mit der Lieblingsschwester nochmal Brötchen geflochten, gebacken und neu fotographiert.
Die Brötchen wirken durch das Flechtwerk sehr elegant, genau das Richtige für die kommenden Festtage. Sie schmecken dank Übernacht-Gare fein-aromatisch und sind wunderbar weich und langfaserig. Der Teig klebt überhaupt nicht und läßt sich hervorragend verarbeiten.
Wem die Flecht-Brötchen zu kompliziert sind, kann auch Nikolaus-Mützen daraus formen. Diese werden dann anstelle von Sesam mit Hagelzucker bestreut. Die Backzeit bleibt identisch zu den Flecht-Brötchen.
Warum habe ich eigendlich solange gebraucht, um dieses Rezept nachzubacken? Es ist nämlich ein ganz einfaches Rezept, das aus den drei Bestandteilen für universelles Nachtischglück besteht: Baiser, Sahne und frische Früchte. Genau wie beim
Für Marcel Proust war der Geschmack von Madeleines mit Kindheitserinnerungen behaftet, wie er in “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” beschreibt. Für mich verknüpft sich der Geschmack von Madeleines mit keinerlei Erinnerung aus Kindheitstagen, denn ich habe sie erst vor einigen Wochen zum ersten Mal gebacken und zuvor noch nie gekostet.
Das Brot ist die Folge eines Missverständnisses. Mein Schatz meinte, ob ich nochmal das leckere Toastbrot backen könne, und meinte damit
Kochrezepte sind auf meinem Blog ja eher rar. Das liegt nicht daran, das hier nicht auch gekocht wird, sondern eher daran, dass Kochen alltäglich ist, während Backen für mich Hobby und Entspannung ist. Doch dieser Stamppot hat einen eigenen Eintrag verdient!