25. Juli 2015

Blaubeer-Marmelade (ohne Gelierzucker)

Blaubeermarmelade (1)Es ist noch früh am Tag, es ist angenehm warm und der Wind trägt den pilzigen Geruch von feuchtem Waldboden. Vor uns erstrecken sich die Blaubeer-Sträucher im lichtem Schatten von Birken und Kiefern. Das ist der Inbegriff von Sommer! Ruhig, fast schon gemächlich wandert Beerchen für Beerchen in meine Schüssel. Nach zwei Stunden fleißigen Pflückens sind unsere Hände lila vom Beerensaft und in unserer Dose befindet sich ein Kilo Blaubeeren.

Zurück daheim wurden die Beeren dann gewaschen, die mitgeernteten Blättchen aussortiert und dann Blaubeermarmelade gekocht. Wieder ganz puristisch, nur mit Zucker und Zitronensaft. Der Zitronensaft sorgt zusammen mit dem Zucker dafür, dass die Wasserhülle um das Pektin aufgebrochen wird und die Pektin-Moleküle näher aneinander rücken können und Ketten bilden: Die Marmelade geliert.

Und da ich beim letzten Marmeladen-Rezept den EIndruck hatte, das an Rezepten ohne Gelierzucker durchaus Interesse besteht, gibt es hier jetzt direkt das nächste Marmeladen-Rezept:

Blaubeer-Marmelade

ergibt 6 kleine Gläser

  • 1kg Blaubeeren (aus dem Wald)
  • 1kg Zucker
  • 70g Zitronensaft

Blaubeeren waschen und tropfnass in den Einkochtopf geben (einen großen Topf (mind. 6l)  mit möglichst großer Öffnung). Zucker und Zitronensaft hinzufügen und die Beeren unter Rühren langsam zum kochen bringen. Sobald der Saft ausgetreten ist (die Beeren schwimmen jetzt), die Beeren auf kleiner Flamme unter gelegendlichen Rühren für 15 – 20 min köcheln lassen.

Eine Gelierprobe machen und wenn die Masse geliert, in ausgekochte Gläser füllen. Verschließen und auskühlen lassen.

8 Gedanken zu Blaubeer-Marmelade (ohne Gelierzucker)

  1. sin-die-weck-weg 18. August 2015

    Hallo Stephanie, dein Marmeladekochen “mit ohne” Gelierzucker hat mich ja angefixt…
    Und da wir wider Erwarten doch viele Brombeeren ernten konnten, habe ich die Hälfte davon ohne Gelierzucker, mit normalem Haushaltszucker eingekocht. Hat geklappt 😀 – aber ich habe fast eine Stunde dafür gebraucht (zwischen ein immer mal eine Gelierprobe gemacht)!
    Wenn ich die Marmelade mit der vergleiche, die ich sonst mache (Gelierzucker 2:1), dann ist sie intensiver, voller, so in etwa wie der Unterschied zwischen einem leichten und schweren Rotwein…oder so!

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    1. Stefanie 18. August 2015

      @sin-die-weck-weg: Ja, das längere Kochen gibt ein ausgesprochen gutes Aroma.
      Brombeeren haben weniger Pektin als Heidelbeeren oder Johannisbeeren, deshalb ist der Tipp von Christine Ferber ein sehr guter: Sie empfiehlt in der “Marmeladenbibel” einige rote, noch unreife Brombeeren mitzukochen. In unreifen Früchten ist mehr Pektin enthalten als in reifen, und die zusätzliche Säure hilft beim Gelieren. Ich habe es am Wochenende ausprobiert, und es klappt hervorragend und man muss nur etwa 20 min kochen. Das Rezept folgt in ein paar Tagen 🙂

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  2. sin-die-weck-weg 18. August 2015

    Das ist ja ein super Tipp! Danke!
    Habe allerdings jetzt bei einem durch gekühlten Glas gemerkt, dass es doch etwas kürzer hätte sein können… 😳

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    1. Stefanie 19. August 2015

      @sin-die-weck-weg: Sowas passiert. Falls es viel zu fest ist, kann man alles auch nochmal mit ein wenig Wasser aufkochen.

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  3. Hanina 3. August 2016

    Hey 🙂 wir sind im Moment in Dänemark und da dachte ich mir bei all den wilden Heidelbeeren die hier wachsen, kann ich ja auch mal losziehen und welche sammeln 🙂

    Am Ende hatte ich dann so ca. 600 g und wollte es dann auf jeden Fall ohne Gelierzucker machen, einfach um es mal auszuprobieren.

    Gesagt, getan. Habe alles in den Kochtopf und hat super geklappt. Nur hat es alles ewig gedauert (war jetzt fast eine Stunde) und dann hatte ich irgendwann keine Lust mehr und habe die Marmelade einfach abgefüllt. Mal sehen ob sie nach dem Abkühlen wenigstens nicht mehr so flüssig ist, dass sie vom Brot läuft…

    Trotzdem vielen Dank und es hat echt Spaß gemacht 🙂

    Ich melde mich nochmal wenn sie komplett abgekühlt ist. Wisst ihr woran das gelegen haben kann? Es waren eigentlich einige noch nicht ganz reife Beeren dabei und ich habe so ab 30 Minuten auch noch Apfelschalen teingetan. Hat aber alles nichts geholfen :/

    LG Hanina 🙂

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    1. Stefanie 3. August 2016

      @Hanina: Ach, das ist ärgerlich für dich 🙁 Ich hatte am letzten Wochenende noch erfolgreich nach dem Rezept 10 Glässer Blaubeermarmelade gekocht.
      Vielleicht hat die Säuremenge deines Zitronensafts nicht ausgereicht. Damit Marmelade geliert, muss die Wasserhülle um das Pektin aufgebrochen werden. Dazu braucht man Zucker und Säure. Wenn die Marmelade nicht geliert, ist oft die Säuremenge nicht ausreichend. Dann hilft es, die Zitronensaftmenge zu erhöhen (ich würde nochmal 35g Zitronensaft und ggf. 35g Zucker dazugeben).
      Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, das die Marmelade euch nicht vom Brot läuft!

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      1. Hanina 4. August 2016

        @Stefanie

        Also heute Morgen das erste Glas geöffnet und es schmeckt wirklich lecker 🙂 ist zwar wie schon vorher angenommen nicht wirklich geliert, aber jetzt kann man es für 2 Sachen verwenden – Als Brotaufstrich und als Soße für Vanilleeis 😉

        Dadurch dass die Beeren ja noch in der Marmelade sind, geht es auch gut auf dem Brot. Die Soße ist zwar echt flüssig dazwischen, aber stört nicht wirklich.

        Der Familie hat es auch super geschmeckt also vielen lieben Dank für das Rezept.

        Dann werde ich es das nächste mal mit etwas mehr Zitronensaft versuchen 🙂 Danke für den Tipp 😀

        LG Hanina

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  4. Naef 19. Juni 2024

    ibin auch gerade dabei Konfitüre zu machen. in der Zitronen- und Orangenschale hat es mehr Pektin als im Saft. habe nun diese neue Erkenntnis genutzt und noch etwas von der Ziztonenschale verwendet. Hatte den Eindruck es scheliert schneller. Zudem kann
    man besser dosieren. Für den Geliertest kühle ich ein Tellerchen vor, das spart viel Zeit.

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