Tag-Archiv: Lieblingskuchen

24. Oktober 2026

Auffrisch-Kürbis-Waffeln

In NRW sind gerade Herbstferien und so startet der Morgen hier gerade ein wenig ruhiger. Also theoretisch ruhiger… so ruhig halt, wie es mit zwei Wirbelkinder so ist. Vielleicht sollte ich lieber sagen: Wir haben morgens mehr Zeit. Und das mehr an Zeit haben wir jetzt mehrfach dafür genutzt um Waffeln zum Frühstück zu backen. Zuerst gab es sie mit Apfelmus, dann lief mir beim Einkauf im Drogeriemarkt Kürbis-Püree über den Weg.  Ich fand die Idee, für kleine Back-Abenteuer mal eben schnell auf Kürbispüree zurückgreifen zu können, recht praktisch. Immerhin teilen nicht alle hier im Hause “Hefe und mehr” meine Vorliebe für Kürbis.

Wieder daheim schaute ich mir das Kürbispüree-Glas genauer an und dachte: Es sieht aus wie ein größeres Babygläschen. Der einzige Unterschied zu den Gläschen mit der Aufschrift “ab fünf Monaten” ist der Wassergehalt. Das Babygläschen enthält 5% mehr Wasser, hat aber dafür einen deutlich (!) günstigeren Preis pro Kilogramm. Ich glaube, das nächste Mal, wenn ich eine kleine Menge Kürbis brauche, plündere ich direkt das Beikostregal. Weiterlesen →

5. Mai 2016

Lieblingsrezepte

Damit Micha nicht das Gefühl haben muss, das sie den DUBB (Der Unentdeckte Blog Buster)- Event nur für sich alleine veranstaltet, krame ich jetzt mal alle meine Lieblingsrezepte aus dem Blog hervor. Bei manchen, wie dem Weizenmischbrot Nummer 2 und dem Christstollen habe ich in den letzten Jahren eigendlich häufig genug auf den “Lieblingsrezept-Status” hingewiesen, dass es inzwischen eigendlich alle wissen müssten. Andere Rezepte fliegen eher unter dem Radar, werden aber regelmäßig immer wieder gebacken. Wieviele Lieblinge es wirklich sind, habe ich aber erst bei dieser Zusammenfassung gemerkt.

 

Weiterlesen →

13. März 2013

Goldknödel

GoldknödelManchmal ist es seltsam, wie Lieblingskuchen es schaffen, jahrelang nicht verbloggt zu werden. Dabei wird er immer wieder gebacken, auch wenn er manchmal von neuen Rezepten kurzfristig verdrängt wird. Als ich meine Eltern fragte, auf welchen Sonntagskuchen sie Appetit hätten, meinte mein Vater: “Auf einen einfachen!” Und meine Mutter meinte: “Goldknödel hatten wir lange nicht mehr!”

Der Goldknödel ist ein Gugelhupf, und das beste Beispiel, dass einfach nicht gleichbedeutend mit langweilig ist. Er besteht aus einem schlichten Hefeteig, aus dem kleine Buchteln geformt werden. Diese werden in geschmolzener Butter gewendet und dann in einer Nuss-Zucker-Mischung gewälzt. Schließlich werden sie in die Gugelhupfform gelegt. Nach dem Backen können die Buchteln dann aus dem Kranz herausgebrochen werden. Es ist immer eine Freude, das verblüffte Gesicht von Kaffeegästen zu sehen, wenn man vor ihren Augen einen Knödel aus dem Gugelhupf pflügt.

Das Rezept ist ein Familienrezept, das, wie auch das Greta-Garbor-Schnitten-Rezept, seinen Ursprung in Siebenbürgen hat. Ich habe es zu meiner Überraschung aber auch in einer etwas abgeänderten Form in “Das Kaffeehaus” entdecken können, beschrieben als ungarisches Gebäck. Auch etliche anderen Rezepte in diesem Backbuch kenne ich aus den handgeschriebenen Küchenkladden meiner Familie. Da sieht man wieder den Einfluss, den die ungarische Küche auf die siebenbürgischen Rezepte hatte.

Unser Familienrezept habe ich nur kaum verändert. Der Teig enthält allerdings weniger Hefe als das Orginal. Der Kuchen ist locker-leicht und fluffig, mit einer dezenten Süße und dem Aroma von Karamell und Nüssen. Ein Lieblingskuchen!

Weiterlesen →