Tag-Archiv: Brot

21. August 2011

Ofenschlupfer

Ofenschlupfer

Für altbackene Brötchen gibt es kein besseres Rezept als Ofenschlupfer. Dieser Auslauf aus Brötchenscheiben und –traditionell- Apfelspalten, die mit einer Eiermilch übergossen und mit Zucker bestreut werden, gehört seit Kindertagen zu meinen Lieblingsspeisen. Als kleines Kind habe ich dazu anstatt Ofenschlupfer immer Ofenschlüpfer gesagt, und damit die gesamte Großfamilie erheitert.

In den letzten Jahren ist es bei mir ein wenig in Vergessenheit geraten – ganz zu unrecht, denn die Mischung aus knusprig-karamelliger Kruste und weichen Inneren, fruchtiger Säure und zuckriger Süße ist in meinen Augen unübertroffen. Dazu noch eine Vanillesoße und man hat eine perfekte Nachspeise (oder wenn man mit niemanden teilt auch ein wunderbares Hauptgericht).

Heute habe ich eine Variante des traditionellen Ofenschlupfers gebacken, mit frischen Blaubeeren anstelle der Äpfel. Und muss sagen: auch mit Beerenobst ein voller Genuss! Weiterlesen

9. Mai 2010

Pizzateig mit Sauerteig und Poolish…

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…oder der Pizzateig, der ein Brot sein wollte.

Eigendlich wollte ich nur eine leckere Pizza backen. Doch nach dem Erfolg mit JT’s Landbrot dachte ich mir, dass ich eine neue Pizzateig-Variante mit Sauerteig und Poolish ausprobiere. Und schon nach dem Kneten merkte ich, wie wunderbar dieser Teig war. Eine sehr schön entwickeltes Glutengerüst versprach bereits ein herrlich lockeres Endergebnis. Und als ich den Teig das erste Mal faltete stellte ich zudem fest, wie stark er bereits aufgegangen ist. Der Teig schrie geradezu danach, zu einem Brot verbacken zu werden. Also habe ich meine Pläne etwas über den Haufen geworfen.

Eigendlich wollte ich aus dem übrig gebliebenen Teig kleine Pizzasnacks backen und einfrieren um sie später als  leckeren Mittags-Snack mit auf die Arbeit zu nehmen. Stattdessen habe ich den Teig für 2 Pizzen abgeteilt und aus dem Rest ein Brot geformt und in ein Gärkörbchen gelegt. Und während ich unsere Pizzen formt und buk, konnte ich dem Brot beim gehen förmlich zusehen. Nach einer knappen Stunde habe ich es dann gebacken, auch der Ofentrieb war sehr gut und als ich es schliesslich aus dem Ofen zog, knisterte es verheißungsvoll.

Wie schwierig war es, zu warten bis es abgekühlt war bevor ich eine Scheibe abschneiden durfte. Doch meine Geduld wurde belohnte. Unter der knusprigen Kruste lag eine watteweiche Krume, der Geschmack war voll und aromatisch. Ein tolles Brot!

Und bevor ich zu dem Rezept komme sollte ich dann allerdings auch noch anmerken, dass der Teig auch eine sehr leckere Pizza ergibt.

Pizzateig/Weizenmischbrot mit Sauerteig und Poolish

Poolish

  • 150g Mehl Type 550
  • 150g Wasser
  • 1g frische Hefe

Sauerteig

  • 150g Dinkelmehl Type 1050
  • 150g Wasser
  • 15g Sauerteigstarter

Teig

  • 150g Dinkelmehl
  • 350g Mehl Type 550
  • 200g Wasser
  • 15g Salz
  • 2g Hefe
  • 30g Olivenöl

Am Vorabend den Poolish und den Sauerteig herstellen. Bei ca 25°C für 12 Stunden gehen lassen.

Am nächsten Tag den Poolish mit den restlichen Zutaten für den Teig verkneten, bis die Masse homogen ist (etwa 1 Minute). Dann folgt eine Autolyse-Phase von 45 min.Nach der Autolyse wird der Teig 2 min bei langsamer Geschwindigkeit  und weitere 5 min bei hoher Geschwindigkeit geknetet.

In einer geölten Schüssel zwei Stunden gehen lassen. In diesen zwei Stunden Stunden wird der Teig dreimal gefaltet.

Für das Falten den Teig auf die gemehlte Arbeitsplatte stürzen, zu einem Rechteck ziehen, dann erst von links, dann von rechts zur Mitte einschlagen, dann von oben und unten ebenfalls zur Mitte hin falten. Den Teig zurück in die Schüssel legen und weiter gehen lassen. Dieser Vorgang verbessert die Glutenentwicklung und wird hier in einem schönen Video gezeigt.

Zwei Teigstücke von 250g und ein Teigstück von je 850 g abwiegen.

Für die Pizza: Dünn ausrollen (Durchmesser etwa 30 cm) und mit Belag nach Wahl belegen.

Bei 450°C 4 min backen (oder 10 min bei 250°C)

Für das Brot: Das Teigstück locker zu Rollen von 15 cm formen und erneut 20 min ruhen lassen.

Nun zu einem Brot formen und in einem bemehlten Korb etwa 60 min gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen mit Backstein auf 250°C vorheizen.

Zwei Mal einschneiden und in den Ofen einschießen und unter schwaden ca. 55 min backen, bis die Kruste goldbraun ist.

7. März 2010

Mehrkornbrot

DSC_1713 Steve von Bread Cetera hat in seinem neuesten Blog-Eintrag ein Rezept für ein Mehrkornbrot gepostet. Da ich Mehrkornbrote liebe, war mir sofort klar, dass es ein Rezept ist, das ich testen muss.

Einige kleinere Veränderungen muss ich allerdings gestehen: Da Sonnenblumenkerne bei uns die Tendenz haben, aus dem Vorrat zu “verdunsten” habe ich sie durch Sesam ersetzt und an Stelle von Weizenschrot habe ich Dinkelschrot verwendet. Die größte Veränderung ist jedoch, dass ich kein Mehl mit hohen Glutenanteile bekommen konnte, so dass ich es mit Type 550 gebacken habe. Ich denke, dass ist auch der Grund, warum das Brot nicht so spektakulär grobporig wie das von Steve geworden ist. Doch das tut dem Geschmack natürlich keinen Abbruch und schön locker ist es allemal.

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16. Oktober 2009

Joghurt-Honig-Vollkornbrot mit Pâte fermentée

Joghurt-Honig Brot mit VorteigZorra von 1x umrühren bitte hat zum 4ten Mal zur Teilnahme am World Bread Day aufgerufen. Dem komme ich natürlich nur zu gerne nach. Jeder, der am 16.10.09 ein Brot bäckt und verbloggt oder auch über ein gekauftes Brot einen Post schreibt, kann daran teilnehmen. Man muß nur bis zum 17.10. seinen Beitrag über das Formula auf Zorras Seite anmelden.

Mein Brot für den World Bread Day ist im Grunde kein neues Rezept. In ähnlicher Form habe ich es hier mit Buttermilch und hier mit Joghurt gebacken. Aber diese Variante mit Pâte fermentée gefällt mir am Besten. Es ist so wunderbar locker geworden, dass man nie denken würde, dass es sich hierbei um ein Vollkornbrot handelt! Durch den etwas höheren Buttergehalt eignet es sich auch sehr gut als Toastbrot, doch ich esse es lieber ungetoastet entweder zum Frühstück mit Honig oder mit Salat und Käse als Sandwich. Weiterlesen

6. Oktober 2009

Kürbisbrot

Kürbisbrot

Herbst bedeutet für mich: Buntes Laub, duftende Äpfel und leuchtend orange Kürbisse. Was liegt da näher, als herbstliches Brot mit Kürbis zu backen?

Die Grundlage für das Rezept ist ein Rezept für ein simples Weißbrot mit Poolish, dem ich Kürbispüree hinzugefügt habe. Da mein Püree recht viel Wasser enthielt, wurde der Teig dadurch so weich, dass ich kein weiteres Wasser hinzufügen musste.

Das Brot ist ganz gut gelungen, mit einer schönen gelben Farbe und einem leichten Kürbisaroma. Das nächste Mal würde ich den Geschmack aber noch mit Kürbiskernen und vielleicht etwas Kürbiskernöl unterstreichen.

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25. September 2009

Vollkorn-Kartoffelbrot

Kartoffel-Vollkornbrot Kaum bin ich aus dem Urlaub zurück, bin ich zurück im Chaos: Der lang ersehnte Umzug meiner Arbeitsstelle in das neue Biozentrum wurde von Freitag auf Montag vorverlegt. Eigentlich hätte ich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub noch eine Woche gehabt, um alles zu packen, doch so blieb mir nur noch das Wochenende. Was für ein Glück, das ich vor meinem Urlaub schon alles sortiert hatte.

Der Umzug ist zwar gut über die Bühne gegangen, war aber fürchterlich anstrengend. Die ganze Woche bin ich abends nur noch erschöpft auf das Sofa gesunken. Zum Blog schreiben war ich zu müde. Doch heute habe ich frei, denn bei uns ist die Sicherheitsbegehung, da sind wir Dokotoranden nur im Weg. Wenn alles gut geht, dürfen wir ab Montag endlich wieder arbeiten.

Also kann ich heute Kommentare beantworten, die Beiträge in den anderen Blogs lesen und ganz entspannt Susans wöchentliches Yeastspotting genießen. Und natürlich habe ich auch ein Brot gebacken: Ein saftiges Kartoffel-Brot.

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10. September 2009

Mandel-Zimt-Spiral-Brot

Mandel Zimt Brot Seit dem letzten BBD habe ich viele süße Brote auf meiner nach Backliste stehen. Besonders angetan haben es mir die verschiedenen Rosinen-Zimt-Spiral-Brote. Mit den Rosinen ist es hier nur so eine Sache. Mein Schatz ist der Meinung, das Rosinenherstellung Mord an wehrlosen Trauben sei, und dass wir lieber frische Trauben essen sollten.

Daher habe ich nach einiger Überlegung anstatt Rosinen Mandeln genommen. Das Rezept wurde von den Rezepten von Steve und Sara inspiriert.

Geschmeckt hat es sehr lecker! Besonders gut ist es, wenn man die Scheiben kurz in den Toaster steckt, dann dufte die ganze Küche nach Zimt.

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4. September 2009

Kaiserbrötchen mit Pâte fermentée

KaiserbrötchenIn meiner Familie wird sehr gerne gebacken, und auch die beste Freundin meiner kleinen Schwester ist eine begeisterte Bäckerin, und so stand der letzte MKF (Mutter-Kind-Freundin) Tag ganz im Zeichen des Brotes. Und das gemeinsame Backen war einfach toll, es macht so viel Spass, in einen Gruppe zu backen.

Wir haben gemeinsam Laugenbretzeln und Kaiserbrötchen gebacken.

Ein schnelles Rezept für Kaiserbrötchen habe ich schon vor längerer Zeit bei Chefkoch gefunden und auch verbloggt, aber der Geschmack war mir zu flach. Eigentlich kein Wunder, wo ich doch lieber Brötchen mit einem langsam geführten Vorteig esse.

Hier also meine Rezept für Kaiserbrötchen: Mit Pâte fermentée, viel weniger Hefe und mehr Zeit. Der Geschmack profitiert davon ungemein!

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2. Februar 2009

Hokkaido-Milchbrot

hokkaido-milchbrot-3

Das Hokkaido-Milchbrot hat im Jahr 2007 die Runde durch die Brotblogs gemacht (siehe hier, hier, hier, hier und auch hier). Und wenn man Google fragt, dann findet man noch viele weitere Seiten.  Das ursprüngliche Rezept ist wohl von hier. Damals habe ich es natürlich auch gebacken, doch nach ein-, zweimal Backen wurde es von neuen Rezepten verdrängt – absolut zu unrecht! Es ist ein leckeres, süßes Brot mit einer weichen, lockeren Krume, die man in langen Fasern abziehen kann. Das perfekte Frühstücksbrot!

Darum war es höchste Zeit, es wieder aus der Versenkung zu holen. Weiterlesen

25. Januar 2009

Toastbrot

Das Toastbrot ist eine Abwandlung des Toastbrots aus Bertinets „Brot für Genießer“. Ich habe allerdings die Hefemenge reduziert und zusätzlich einen Vorteig hinzugefügt. Es wird angenehm locker und läßt sich gut toasten, schmeckt aber auch ungetoastet sehr gut. Am Besten schmeckt es mir mit selbst gemachter Orangenmarmelade

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