Monats-Archiv: Juni 2012

30. Juni 2012

Virgin Hugo

Virgin Hugo Hätte man mich letzte Woche gefragt, was Hugo ist, hätte ich auf das Schlossgespenst aus dem Brettspiel Mitternachtspartygetippt. Immerhin ist das ein Lieblingsspiel aus Kindertagen.

Wie ich aber inzwischen gelernt habe, ist Hugo  auch ein Mixgetränk mit Sekt, Pfefferminzblättern und Holunderblütensirup. Das alleine hätte mich nicht sehr gelockt. Doch umso verlockender fand ich die alkohlfreie Variante, die ich bei Paule entdeckt habe, und die diese bei Nadine von Dreierlei Liebelei gefunden hat.

Und da mein Schwesterherz mich mit einem Glas selbstgemachten Holunderblütensirup verwöhnt hat, habe ich Hugo sofort getestet und muss sagen, es war Liebe auf den ersten Schluck. Eine Mischung aus Sauer und Süß, unterstrichen von duftigen Holunderblüten und frischer Minze schmeichelte meine Zunge. Eine ganz wunderbare Erfrischung für schwül-warme Sommertage!

Da ich leider keine Biolimette bekommen habe, ist in meinem Hugo nur der Limettensaft

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29. Juni 2012

Malzbier-Knoten

Malzbierknoten Ich bin kein großer Bier-Freund. Ein oder zwei Mal im Jahr mag ich mal etwas Bier trinken, und dann am liebsten ein belgisches Bier aus einer Familien-Brauerei wie etwa das Brugse Zot. Mit dem hier typischen Kölsch kann ich mich hingegen gar nicht anfreunden und auch ein Pils ist nicht wirklich nach meinem Geschmack.

Nicht die besten Vorraussetzungen, um ein Brot mit Bier für den 5. Geburtstag von Bread Baking Day zu backen. Versucht habe ich es zwar, doch das Brot hat mich geschmacklich nicht überzeugt. Also habe ich mich kurz vor Schluss dazu entschlossen, ein wenig zu mogeln. Anstatt mit “richtigem” Bier habe ich Brötchen mit Malzbier gebacken. Das Malzbier ist aber dafür ein lokales Produkt und kommt aus der Erzquell-Brauerei aus Bielstein, die keine 10 km von meinem Wohnort entfernt liegt. Ein Stückchen Heimat also!

Und die Malzbier-Knoten fand ich dann auch sehr lecker. Ein malziger Grundton, der den nussigen Geschmack des Weizenvollkornmehl-Anteils gut unterstreicht, in Verbindung mit dem vielschichtigen Aroma, das durch die lange Fermentation entsteht. Die Krume ist wollig-weich und bekommt durch das Malz eine hübsche, hellbraune Farbe, die Kruste ist knusprig. Da die Brötchen kaum süß schmecken, passen sie sowohl zu süßen als auch zu herzhaften Belag.

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24. Juni 2012

Bergische Knüppel- Übernacht-Variante

Bergische Knüppel Übernacht Die leckeren Knüppel eignen sich, mit wenig Hefe zubereitet, auch gut als Übernacht-Teig. Mit Kornblume hatte ich mir bei den Bergischen Knüppeln überlegt, wie eine Übernacht-Variante aussehen könnte, und dabei Lust bekommen, sie auch selbst zu backen.

Ähnlich den Krustis geht der Teig dabei über Nacht und am nächsten Morgen müssen nur noch Brötchen geformt und gebacken werden. Durch die kurzgehaltene Stückgare (etwa 30 min) sind die Brötchen schnell gebacken.

Durch die langen Gehzeit über Nacht werden sie noch aromatischer, die Kruste ist wunderbar knusprig und fenstert beim Abkühlen und die Krume ist weich und flauschig. Sehr lecker!

Wie gut, dass ich auch diese Variante ausprobiert habe, denn sie ist ein echter Gewinn!

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23. Juni 2012

Schwarzwälder Kirschcreme

Schwarzwälder Kirschcreme Quarkspeisen sind immer ein leckerer Nachtisch, und auch gut als  Mitbringsel für ein Grillfest geeignet. Diese Schwarzwälder Kirschcreme ist eine Modifikation von der Scharzwälder Kirschcreme, die einer unserer ehemaligen Doktoranden immer gerne gemacht hat.

Ich habe die Creme noch mit etwas Vanillemark verfeinert und die Zartbitterschokolade mit etwas Nougatschokolade gemischt. Vor dem Reiben empfiehlt es sich, die Schokolade einzufrieren, dann kann man sie mit einem Gurkenhobel in schöne Späne hobeln.

In Schälchen geschichtet und mit etwas Sahne und Kirschen dekoriert, ist dieser Nachtisch ein rechter Hingucker, in eine großen Schüssel geschichtet, eigenet er sich auch gut zum Mitnehmen.

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16. Juni 2012

Bergische Knüppel

Bergische Knüppel Nachdem ich mit den Berliner Knüppeln mit Sauerteig geschmacklich bereits sehr zufrieden war, habe ich nun eine weitere Knüppel-Version getestet. Da mir der Milchanteil bei den Berliner Knüppeln etwas zu hoch war, habe ich ihn in diesem Rezept stark reduziert und gleichzeitig etwas Butter hinzugefügt.

Die Gehzeit der Brötchen habe ich reduziert und sie kommen nun mit leichter Untergare in de Ofen. Dadurch entwickeln die Brötchen einen sehr starken Ofentrieb und reißen schön auf. Bei einer Gare von 60 Minuten hatte ich zwei Mal das Problem, das die Brötchen zwar etwas auseinander gingen, aber nicht das gewünschte Aufreißen zeigten.

Und da ich so viel an dem Rezept geändert habe, haben sie auch einen neuen Namen bekommen: Bergische Knüppel.

Es sind ganz hervorragende Brötchen geworden: Aromatisch mit locker-wolliger Krume und knuspriger Kruste.

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16. Juni 2012

Wie man „Knüppel“ formt

Knüppel formen

Den Teig in 80g Stücke teilen. Zu Kugeln formen und 15 min ruhen lassen. Die Kugeln mit dem Handballen platt drücken, so dass der Rand dicker ist als die Mitte. Die eine Seite der Scheibe auf die andere Seite falten, so dass ein Halbkreis entsteht. Die Brötchen mit einer Hand zu einem länglichen Brötchen rollen. Auf dem Schluss gehen lassen.

10. Juni 2012

Berliner Knüppel mit Sauerteig

Berliner KnüppelBei Lutz gab es diese Woche wunderbar aussehende “Berliner Knüppel” nach einem Rezept aus einem alten Brotbackbuch. Bei der ersten, direkt geführten Variante war die Hefemenge in meinen Augen ein bisschen hoch und Lutz merkte auch an, dass die Hefe in den gebackenen Brötchen herausschmecken könne. Das mag ich ja gar nicht, und so beschloss ich eine Variante mit Sauerteig zu backen. Und während Lutz an einem Knüppelrezept mit Vorteig arbeitete, habe ich meine Sauerteigvariante gebastelt.

Der Teig ist sehr fest und lässt sich dementsprechend gut formen. Wichtig ist, dass man die Brötchen beim Formen kräftig genug zusammenrollt, da sie sich sonst im Ofen zu stark auseinander falten.

Geschmacklich gefallen mir die Brötchen sehr gut und die Krume ist schön wollig, doch Kruste ist für meinen Geschmack zu weich. Ich werde das nächste Mal probieren, die Milch mit Wasser zu ersetzten und dafür etwas Butter in den Teig zu geben.

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4. Juni 2012

Heidebrot

HeidebrotDieses Brot ist eine Erinnerung an einen schönen Urlaub in der Lüneburger Heide vor zwei Jahren.

In den kargen Moor- und Heideböden ist der Anbau von Getreide eher schwierig, und so wird in Heidegegenden oft der anspruchslosere Buchweizen angebaut. Auch die Bezeichnung “Heidekorn” zeigt, dass er häufig auf Heideböden angebaut wird. Es ist ein Pseudogetreide und gehört in die Familie der Knöterichgewächse. Das Mehl, das aus den Buchweizen-Nüsschen gewonnen wird, enthält kein Gluten, und kann Brotteig damit nur in kleinen Mengen zugegeben werden.

Ich habe im Vorrat noch einen kleinen Rest Buchweizenmehl entdeckt, welches ich aus der Lüneburger Heide mitgebracht hatte. Zum Glück war es, seinem Alter zum Trotz, noch nicht ranzig geworden. Und so habe ich ein leckeres Brot gebacken.

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3. Juni 2012

Dinkel-Roggen-Spiralen

Dinkel-Roggen-SpiraleFür eine Frühstückverabredung hatte ich versprochen, Brötchen mitzubringen.

Auf gekaufte Brötchen hatte ich keine Lust, und so habe ich mir mal wieder ein neues Übernachtrezept überlegt. Da ich die Form von Chaosqueens Dinkelbrötchen schön fand, sollten es Spiral-Brötchen werden.

Ich besitze allerdings keinen spiralförmigen Brötchenstempel, daher musste ich mir eine andere Methode überlegen, um diesen Effekt zu erhalten. Deshalb habe ich Teigestränge zu Spiralen gewickelt. Die Brötchen sind beim Backen entlang  der Wicklung aufgerissen, ein wirklich hübscher Effekt.

Durch die Mischung von hellem Dinkelmehl und Vollkornmehl aus Roggen haben diese Brötchen eine angenehm nussiges Aroma erhalten und der Butteranteil sorgt für eine wollig-weiche Krume. Die lange Gehzeit über Nacht gibt den Brötchen ein komplexes Aroma.

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