Den Kartoffelstuten habe ich vor einiger Zeit aus dem Rezept-Archiv ausgegraben. Es ist mal wieder ein Rezept, das ich aus dem Brunnen der Manuskripte befreien musste. Dabei hatte ich den Stuten vor zwei Jahren mehrfach in verschiedenen Variationen gebacken – was bei mir immer ein Zeichen von großer Beliebtheit ist. Was bisher zur Veröffentlichung fehlte? Bilder, mit denen ich auch zufrieden bin. Und darum habe ich den Kartoffelstuten jetzt noch mal gebacken und war rundum zufrieden – sowohl mit dem Brot als auch mit den Bildern.
Ähnlich wie bei meinem Lieblingszopf kommt das Fett im Teig nicht nur von der Butter, sondern durch eine ordentliche Portion Sahne. Dabei wirkt der Teig zu Beginn sehr trocken, doch die Kartoffel gibt beim Kneten nach und nach noch Wasser an den Teig ab, darum sollte man sich mit einer zusätzlichen Flüssigkeitszugabe gedulden. Am Ende erhält man eine seidig-glatten Teig mit vollständig ausgekneteten Glutengerüst. Dabei ist das Rezept wirklich variabel. Mit einer Biga als Vorteig oder mit süßem Starter, pur, mit Rosinen oder mit Schokoladentropfen, in der Kastenform oder im Backrahmen -jede dieser Varianten besticht durch ein flauschig-weiche Krume und einem vielschichtigen Aroma.
Rezept Nummer 2 zum Thema 
Meinen großen Backrahmen haben der Liebste und ich vor einigen Jahren gemeinsam gebaut. Der Rahmen ist aus 30 cm langen Buchenholz-Brettern gebaut, die 2 cm dick sind. Inzwischen würde ich aber eher zwei Rahmen von 15x30cm vorziehen, da man dann flexibler ist beim Backen. Wenn man eine große Menge Brot auf einmal backen möchte, ist der große Backrahmen dann aber doch praktisch, denn man kann etwa 3 Kilo Brot in einem Rutsch backen. Dadurch verlängert sich die Backzeit und die im Holzrahmen gebackene Brote bekommen an Ober- und Unterseite eine dicke, aromatische Kruste, während die Seiten krustenlos bleiben.
Dieses Rezept habe ich einer Kursteilnehmerin bei einem Backkurs versprochen und bin es ihr trotzdem lange “schuldig” geblieben. Es ist der Nachbau eines Brötchens, das sie sehr gerne mag.
Warum dauert es manchmal mehr als ein Jahrzehnt, bis es ein Familienklassiker auf den Blog schafft? Bei den Käsestangen habe ich in den letzten Jahren bereits mehrere halbherzige Anläufe gestartet. Allerdings war ich mit den Bildern nie ganz zufrieden. Und Familienlieblinge brauchen schließlich auch anständige Bilder. Am Neujahrsmorgen habe ich dann nochmal ein Fotoshooting gestartet und siehe da, aller guten Dinge sind drei.
Wir sind gut im neuen Jahr gelandet und so langsam läuft hier auch wieder der Alltag in normalen Bahnen. Im Blog- genau wie im “realen Leben” starten wir 2020 mit einem regionalen Rezept: Der Berjes ist ein Zopfgebäck, um das in der Zeit “zwischen den Jahren” im hessichen Kirchhain gewürfelt wird. Eine Tradition, die mich sehr an an das 