
Lange lag der Büchershop im Dornröschenschlaf. Im April hatten wir ihn offline gesetzt, als ich mit der Diagnose Präeklampsie ins Krankenhaus kam. Die folgenden Wochen waren für uns aufregend und fordernd , und unsere Aufmerksamkeit wurde vollständig anderswo gefordert. Und als sich langsam alles wieder eingependelt hatte, haben wir nach dem Motto “Wenn schon, denn schon” beschlossen, dem Shop eine dringend benötigte Überarbeitung angedeihen zu lassen.
Neben dem Shop-Betriebssystem und –Layout mussten wir aber leider auch die Versandkosten anpassen. In den letzten Jahren sind die Versandkosten so stark gestiegen, dass wir mit den bisherigen komplett kostenlosen Versand bei Einzelbuchbestellungen am Ende sogar draufgezahlt haben. Die Versandkosten, die wir ab jetzt erheben,werden immer noch von uns bezuschusst. Daher wird es für euch günstiger, wenn ihr mehr bestellt, denn die Versandkosten sind jetzt gestaffelt und passen sich ans Versandgewicht an. Ansonsten ist alles wie immer und ihr könnt die Bücher auch mit einer Widmung von mir und wenn gewünscht auch als Geschenk verpackt bestellen. #
Und jetzt das wichtigste: Hier geht es zum
Es wird mal wieder Zeit für ein einfaches Rezept, das auch für Anfänger mit wenig Ausstattung gut geeignet ist. Es sind Körnerstangen, ein Weizenmischbrötchen mit 20% Roggenanteil. Der Roggenmehlanteil ist der gering genug, um ohne Säure auszukommen. Für das Aroma darf der Brötchenteig über Nacht im Kühlschrank gehen. Ungeduldige lassen ihn alternativ eine Stunde bei Raumtemperatur gehen – der Geschmack wird aber dann nicht ganz so fein.
Im Moment bin ich was Feierabendbrot-Rezept angeht mal wieder selbst mein bester Kunde. Mit einem Krümmelchen, dass phasenweise sehr wenig schläft aber dafür umso mehr auf den Arm möchte, ist es hilfreich, wenn man Brotteige immer wieder im Kühlschrank parken kann. Auch bei mütterlichen Schlafmangel hilft es, wenn man das Brot auch ein paar Stunden später nach (!) dem Mittagsschlaf abbacken kann. Denn noch nie habe ich so viele Brote mit einer rustikal-dunklen Oberseite gebacken wie jetzt, weil aus dem “eben das Baby hinlegen” ein gemeinsamer Mittagsschlaf wurde und der Wecker für das Brot entweder erst gar nicht gestellt oder von mir nicht gehört wurde.
Wer mag es nicht, das prasselnde Kaminfeuer an einem kalten Wintertag? Doch in einem Kaminfeuer steckt viel Arbeit, denn das Holz will gefällt, gespaltet und lange abgelagert werden, bevor es zum Heizen verwendet werden kann. Und wer hart arbeitet, braucht auch eine leckere Brotzeit!
Der Neujahrsbopp ist ein sogenanntes Gebildebrot, bei dem die beiden Knubbel an den Enden für das alte und das neue Jahr stehen, während die 12fache Unterteilung des Laibs die zwölf Monate darstellt. Während in der Mainzer Region der Neujahrsbopp in Brotgröße gebacken wird, bäckt man in Frankfurt ein ähnliches Gebäck in Brötchengröße namens Stutzweck. In beiden Varianten sind es heiße Kandiaten für meine Sammlung an regionalen Rezepten. Und wieder einmal bemerke ich, dass sich gerade zu den Festtagen die regionalen Besonderheiten besonders gut erhalten haben!


In diesem Jahr, in dem vieles anders ist, vermisse ich zur Weihnachtszeit auch das obligatorische Treffen mit den ehemaligen Kollegen aus der Doktorarbeitszeit sehr. Wir sind inzwischen in alle Winde zerstreut, aber das Treffen auf dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom war immer ein fester Termin im Kalender. Der Weihnachtsmarkt selbst war – seien wir ehrlich – dabei nur die Kulisse und ich vermisse eigentlich nicht Kakao und Germknödel sondern liebe Menschen. Um trotzdem ein wenig in Weihnachtsmarkt-Stimmung zu kommen habe ich im Rezeptarchiv gestöbert und einen kleinen virtuellen Weihnachtsmarkt der Leckerei zusammengestellt. Ich habe auch noch ein paar Ideen für das, was noch fehlt, weiß aber nicht, ob ich das alles noch umsetzen kann – das Krümmelchen ist von zu langen Koch- und Back-Aktionen im Moment nicht ganz so angetan. Aber zumindest mein Rezept für gebrannte Mandeln reiche ich noch nach, versprochen! 