Rezepte testen und entwickeln macht mir immer dann besonders viel Spass, wenn dabei “nebenbei” noch andere Rezepte anfallen, an die ich vorher nicht gedacht hatte. Denn auch wenn es im Blog nicht unbedingt ersichtlich ist, teste ich gerade bei “großen Konzepten” wie der Zweistufen-Knetung einiges aus, bevor ein Rezept in den Blog wandert. Und als ich für das Brot-Magazin am “Pasten, Streichen und Glasuren” – Artikel arbeitete, habe ich die Tijgerpaste ausführlich getestet, um eine zuverlässig und hübsch aufreißende Paste zu bekommen. Dabei habe ich unter anderem verschiedene Mischungsverhältnisse aus Reismehl und Semmelbrösel getestet und gelernt, dass Semmelbrösel quasi der Garant für das Gelingen ist. Der zweite Punkt ist die doch eher feste Konsistenz der Paste, die das Aufstreichen deutlich erleichtert.
Um so viele verschiedene Pasten zu testen, habe ich auf eine leicht modifizierte Variante meines Lieblings-Brötchenrezepts zurückgegriffen. Und weil die Tigerbrötchen so lecker wurden, habe ich sie gleich ein zweites Mal mit der “Sieger-Tiger-Paste” gebacken. Denn durch die Tigerpaste bekommen die luftig-leichten Brötchen eine besonderen Crunch, der ihnen ausgesprochen gut steht.
Schon seit ich die köstlichen
Bei uns in der Küche gärt und fermentiert eigentlich immer irgendetwas. Darum ist es eigentlich erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis ich in die Welt von Miso, Sojasauce und Sake abgetaucht bin. Und irgendwann stolperte ich dabei über den Begriff Sakadane und war plötzlich wieder bei meinem Lieblingsthema Brot. Aus etwas Biologen-Neugier und Spaß an Experimenten wurde große Faszination für etwas, das in Japan als der “nationale Pilz” bezeichnet wird. Die große Gemeinsamkeit bei all diesen unterschiedlichen Produkten ist eine sehr wichtige Zutat: Koji. Böse Zungen bezeichnen Koji als “verschimmelten Reis”, doch das ist so ähnlich, wie wenn man einen herrlichen Roquefort als “schimmeligen Käse” bezeichnen würde. Im Kern nicht ganz falsch und doch meilenweit daneben. Genau wie bei der Käseherstellung Edelschimmel verwendet werden, um Aroma und Konsistenz zu beeinflussen, kommen auch bei der Herstellung von Koji Edelschimmel zum Einsatz. Der Begriff Koji meint dabei sowohl den Pilz an sich als auch Getreide bzw. Hülsenfrüchte, die mit dem Pilz bewachsen sind. Damit es hier halbwegs übersichtlich bleibt, werde ich darum immer, wenn vom Pilz die Rede ist, den Begriff Koji-Pilz verwenden.
Sommerzeit ist Picknick-Zeit. Und selbst in einem Jahr, bei dem man eher Regen- als Sonnenhüte braucht, findet sich immer eine Gelegenheit – und sei es auf der Picknickdecke im Wohnzimmer. Diese Fladenbrote machen dabei immer eine gute Figur.
Mit meiner Mama erzählte ich letztens über verschiedene Rezeptvarianten für Tarte au citron. Meine Mama bäckt gerne eine Variante, bei der eine Creme aus Sahne, Zucker, Eiern und Zitrone auf den Mürbteigboden gegossen und im Ofen mitgebacken wird. Ich bevorzuge inzwischen seit etlichen Jahren die Variante, bei der der Mürbeteigboden fertig gebacken mit einer Lemon Curd gefüllt wird. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist alles fest und gut durchgezogen. Und da die Böden sich einige Tage in einer Keksdose halten (und eingefroren noch ´viel länger), lässt sich diese Variante wunderbar vorbereiten.
Eigentlich wollte ich erst im Juli mit meiner alljährlichen Sommerpause starten. Aber da die Krümmelchen und ich in den letzten zwei Wochen wechselweise richtig krank waren, ziehe ich ein den Start ein wenig vor. Diese und nächste Woche gibt es darum keine neuen Rezepte und danach wird es bis Ende August neue Rezepte im zweiwöchigen Rhythmus geben. Aber es bleibt spannend, denn ich habe gerade einige mikrobiologische Experimente (Stichwort
In der Brötchenschublade herrschte gähnende Leere und so knetete ich Samstagabend vor dem Zubettgehen schnell einen Brötchenteig. Und da ich ein paar allerletzte Mehlreste los werden wollte, wurde daraus ein Dreikornbrötchen-Rezept mit 30% Emmer-Vollkorn, 10% Roggen und 60% Dinkel. Auch ein Kartoffel- und Malzbier-Rest wanderten in den Teig.
Wenn wir im Grenzgebiet zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden unterwegs sind, essen wir gerne eine Stückchen Aprikosen-Fladen. Ähnlich wie beim rheinischen Apfel-Riemchen bzw. Riemchenkuchen besteht der Aprikosen-Fladen aus einem Hefeteigboden mit einer Aprikosenfüllung und einem Teiggitter. Und so habe ich am vergangenen Wochenende etwas gemacht, was längst überfällig war und was einige Leserinnen schon vor mir gemacht hatten: Ich habe basierend auf meinem
Bisher war ich oft nicht sehr motiviert, mich an Lahmacun-Rezepten zu versuchen, da mir eine vegetarische Alternative fehlte, die mich zufrieden machte. Doch dann stolperte ich über ein veganes Bolognese-Rezept mit Champignons und Walnüssen. Nach einigen Runden hatte ich aus dieser Idee mir ein Rezept nach meinem Geschmack zusammengebastelt.