Monats-Archiv: September 2011

29. September 2011

„Normale“ Brötchen

BrötchenQuer durch die Republik gibt es viele verschiedene Namen für ein und das selbe Gebäck, wie Lutz schon richtig bemerkte. Die einen sagen Semmeln, die anderen Wecken, die nächsten Rundstücke oder Doppelte, und hier in Nordrhein-Westfalen heißen sie meist schlicht und ergreifend “Brötchen”. Doch wie ein Bekannter, der viel in Deutschland unterwegs ist, bemerkte, ist das kein Problem, solange man beim Bäcker “Normale” verlangt. Dann bekommt man in der Regel das, was man wollte: ein einfaches Brötchen aus Weizenteig.

Beim Brötchenbacken versuche ich immer noch, die flauschig weiche Krume zu erlangen (natürlich auf rein natürlichem Wege, ganz ohne Zusatzstoffe). Beim Toastbrot habe ich inzwischen ja auch die perfekte Kombination gefunden. Ein neuer Versuch für flauschige Brötchenkrume arbeitet mit etwas Milch, Eiweiß und Butter, und ich bin nicht unzufrieden. Die Krume ist weicher als bisher, die Kruste immer noch schön knusprig. Durch langes Kneten bis zur vollständigen Glutenentwicklung bleibt die Krume kleinporig, und das Brötchen geht sehr gut auf. Na  ch dem Backen knacken und knistern die Brötchen verheißungsvoll, denn sie sind so locker aufgegangen, dass sie sich beim Abkühlen etwas zusammen ziehen und bie Kruste dadurch in viele kleine “Fenster” zerspringt. Eine gefenstere Kruste ist ein gutes Zeichen für lockere Brötchen.

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22. September 2011

Kartoffelbrot mit Walnüssen

Kartoffelbrot mit WalnüssenAuf der Arbeit haben wir den sonnig-warmen Freitag genutzt, und das (wahrscheinlich) letzte Mal in diesem Jahr in der Mittagspause den Grill im Garten unserer Gärtnerei angefeuert. Es galt, das restliche eingefroerene Grillgut zu vernichten. Als Beilage gab es in der Glut gegarte Kartoffeln. Und wir haben so gut wie alles vertilgt. Nur ein Stück Fleisch und etwas Kartoffeln sind am Ende übriggeblieben.

Da ich es nicht mag, wenn gutes Essen weggeworfen wird, habe ich die übriggebliebenen fünf Kartoffeln mit nach Hause genommen und – wen wunders – in ein Brot eingearbeitet. Zusammen mit gerösteten Walnüssen, Weizenvollkornmehl und ein wenig Roggen (gerade so viel, dass es meine Haut und mein Magen mir verzeihen) ist ein köstliches, rustikales Brot entstanden, das gut in den Frühherbst passt. Da ich das Brot mit dem Teigschluss nach unten in das Gärkörbchen gelegt habe, ist das Brot beim Backen schön unregelmäßig gerissen, wie man es sich bei einem rustikalen Brot vorstellt.

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10. September 2011

Himbeer-Scones

Himbeer-SconesAm Samstagmorgen waren wir zu einem Brunch eingeladen. Und da ich nicht gerne mit leeren Händen bei einer Einladung erscheine, habe ich nach Absprache mit der Gastgeberin kleine Himbeer-Scones gebacken.

Das Rezept dazu habe ich bei Seelenwerk entdeckt, es stammt aus “Backen mit Leila” von Leila Lindholm. Das Backbuch habe ich ürbigens auch, doch da haben mich die Scones gar nicht angesprochen, doch die schönen Fotos von Mila weckten direkt den Wunsch in mir, sie nachzubacken.

Im Orginal wird es mit Blaubeeren und Zitronenschale gebacken und so hat Mila sie auch gebacken. Ich hatte mehr Lust auf Himbeeren und so habe ich gefrorene Himbeeren untergeknetet, und anstelle von Zitroneschale habe ich Orangenschale verwendet.

Der Teig ist sehr schnell gemacht und mit einem Dessertring kann man die Scones leicht ausstechen. Auch das Backen dauert nicht lange, nach 12 Minuten war die perfekte Bräunung erreicht.

Es war das erste Mal, dass ich Scones gebacken habe, und es wird bestimmt nicht das letzte Mal sein. Ein wirklich köstlicher kleiner Imbiss, der geradezu nach einer Tasse Tee schreit.

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4. September 2011

Sonntagsstuten

SonntagsstutenStuten nennt man bei uns süßes Kastenweißbrot, das mal mit, mal ohne Rosinen oder auch manchmal mit Mandeln gespickt daherkommt.

Ich mag Rosinenstuten ja sehr gerne, doch Stuten ohne Rosinen ist hier eher mehrheitstauglich. Und da mich vergangenes Wochenende der Wunsch nach lockerem Stuten zum Frühstück überkam, habe ich nicht lange gezögert und einen Stuten für das Sonntagsfrühstück gebacken. Wie auch bei den verschiedenen Zopf und ChallahRezepten habe ich auch hier ein Pâte fermentée als Vorteig gewählt. Er sorgt für ein rundes Aroma und bringt wirklt sich positiv auf das Glutennetzwerk aus. Und wie beim Toastbrot und Kürbis-Sandwichbrot ist auch hier ein gut entwickeltes Glutennetzwerk der Schlüssel zu einer gleichmässigen Krume. Das Mark einer Vanilleschote und eine ordentliche Portion Butter geben dem Stuten einen wunderbares Aroma.

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