Irgendwann in diesem Sommer wurde ich vom jüngeren Krümmel mit den Worten “Mama, du musst Sesam backen” aus dem Mittagsschlaf gerissen. Ich blinzelte einige Male verwirrt und versuchte die Welt im Allgemeinen und diesen Wunsch im Besonderen zu begreifen. Langsam wachten auch die restlichen Gehirnzellen auf und ich erinnerte mich, dass die Kinder die “Griechenland-Maus” schauen durften, während ich ein dringend notwendiges Schläfchen machte. Nach ein paar weiteren Fragen hatte ich das Rätsel gelöst: Das Kind wünschte sich die griechische Sesamkringel namens Koulouri.
Koulouri sind eng verwandt mit den türkischen Simit. Allerdings werden Simit in Pekmez (Traubenmelasse) gewälzt, während für Koulouri oft eine Mischung aus Honig und Wasser verwendet wird. Honig ist in einem Imker:innen-Haushalt immer zu finden und so stand ich kurz nachdem ich geweckt wurde, bereits in der Küche. Mit altem Sauerteig aus dem Kühlschrank als Aromageber waren keine langen Vorlaufzeiten notwendig. Pünktlich zum Abendessen waren die Sesamkringel auf dem Tisch und machten nicht nur die Kinder glücklich. Seitdem werden sie bei uns häufig gebacken und mussten darum dringend auch in den Blog! Weiterlesen
Nach zwei Jahrzehnten habe ich den Liebsten inzwischen so weit, dass er mir etwas Sonnenblumenkerne zum Brotbacken übrig lässt. Das
Was für eine Woche! Gefühlt habe ich die vergangenen Tage nur damit verbracht, Bienen in Schwarmstimmung zu zähmen. Und weil Bienen dabei selten auf Imkerinnen-Terminkalender Rücksicht nehmen, fiel die geballte Schwarmstimmung in allen Völkern in eine natürlich eh schon volle Woche. Die Wettervorhersage hatte es aber schon ahnen lassen: Nach einer kalten Phase, bei der die Bienen außer Nachwuchs großziehen nicht viel zu tun hatten, war die letzte Woche sonnig und warm. Perfektes Schwarmwetter eben.
Ich gebe zu, diese Schnecken sind eine Form der Resteverwertung. Sogar der Honig fällt darunter, denn er ist der Rest, der beim Abfüllen einer Charge Honig am Ende im Abfülleimer zurückblieb. Und so habe ich das Beste daraus gemacht und Schnecken gebacken. Bei den Nüssen dürft ihr gerne nach Lust und Laune experimentieren. Da wir noch ein paar Walnüsse aus dem letzten Herbst hatten, die dringend verbraucht werden wollten, habe ich darauf zurückgegriffen.
Das dieses Brot bei uns zu einem derartigen Hit werden würde, hätte ich nicht gedacht. Es begann damit, dass ich “mal eben schnell” vor unserem Urlaub im letzten Monat ein Brot backen wollte, dass sowohl als Frühstücksbrot am ersten Urlaubsmorgen funktioniert als auch für leckere Sandwiches. Und so habe ich ein Weißbrot aus dem Ärmel geschüttelt, mit Auffrisch-Resten vom Süßen Starter, etwas Milch, ein wenig Butter und Honig. Für eine besonders feine Krume kamen dann noch etwas aktives Malz und Hagebuttenpulver dazu. Und was soll ich sagen: das Brot fand so reißenden Absatz, dass wir ziemlich wenig mit in den Urlaub nahmen.
Diese Bagel entstanden spontan und spät abends, als sich beim Blick in den Gefrierschrank die vermuteten Vollkornbrötchen für das Sonntagsfrühstück als Schwarzbrot herausstellten. Und da Bagel hier immer funktionieren, war die Entscheidung schnell getroffen. Da der Kühlschrank bis oben voll war mit wichtigen Dingen (Gemüse, Obst und Milch) und ich keine Lust auf Kühlschrankstapelei hatte, habe ich etwas gemacht, was ich selten mache: Den Teig über Nacht bei Raumtemperatur gehen lassen.
Manche Lektionen im Leben brauchen eine regelmäßige Wiederholung. Und bei mir scheint es immer wieder die Lektion “zuviel Wasser im Brotteig ist keine gute Idee” zu sein. Und so habe ich mich über mehrere Versionen des Brotes geärgert, bevor ich auf die Idee kam, die Wassermenge nochmal durchzurechnen. Und siehe da: Mit einer leicht verringerten Wasserzugabe wird das Brot saftig aber frei von Krumenröllchen und Wasserstreifen.
“Warum hast du mir dann nicht Bescheid gesagt”, wollte meine Mutter wissen, als ich in der Vorweihnachtszeit vor einigen Jahren erwähnte, dass ich schon im September einen Schwung Lebkuchenteig angesetzt hätte. Was sollte ich da schon sagen? Dass das Rezept für mich neu und ungetestet sei vielleicht und dass die angesetzte Menge bestimmt für uns beide reichen würde.
Wusstet ihr eigentlich, dass der Waldhonig kein Blütenhonig ist? Die Bienen sammeln ihn von Läusen, die auf Nadelbäumen wie Tanne und Fichte, aber auch auf Laubbäumen wie der Eiche leben. Die Läuse stechen das Phloem der Bäume an und trinken den darin enthaltenen zuckerhaltigen Saft. Da sie aber hauptsächlich die Bestandteile des Phloemsaftes benötigen, die Mineralstoffe und Stickstoff enthalten, wird der Zucker in Form von Honigtau ausgeschieden und von Bienen eingesammelt. Ob die Bienen die Waldtracht sammeln, hängt dabei vom Vorkommen der Läuse ab. Sie müssen massenhaft vorkommen, um den Bienen als Honigquelle zu dienen. Und so kann es sein, dass je nach Wetterlage in manchen Jahren kein Waldhonig gesammelt wird.
Es gibt Zutaten, die immer ein leckeres Brot versprechen. Buttermilch gehört auf jeden Fall dazu – 