31. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016

Best of 2016

 

2016 – Was für ein ereignisreiches Jahr! Beim Weltgeschehen mag ich in diesem Jahr noch weniger zurückblicken als sonst.  Privat war das Jahr auch turbulent, mit einem Arbeitsplatzwechsel und der einen oder anderen privaten Sorge, aber auch mit vielen neuen Abenteuern. Viele neue Menschen habe ich kennen gelernt, beim Brotzeit-Markt in Berlin, auf den Kölner Schwarzmärkten und durch die Backkurse. Auch wenn es in einigen Teilen Gedanken und Sorgen gemacht hat, so war 2016 in jedem Fall besser als 2015. Und das ist gut so!

Aus der Küchenabteilung gibt es so viel Gutes und Schönes zu berichten! So ist etwa eines meiner Rezepte in Luisa Weiss englischsprachigen Backbuch “Classic German Baking” erschienen und auch meinen kleinen Anfängerkurs gibt es jetzt nicht nur als eBook sondern auch als “richtiges” Buch.

Nicht alles, was ich in diesem Jahr gebacken habe, ist im Blog gelandet. Ich war das ganze Jahr über mit Rezeptentwicklungen beschäftigt: die Rezepte für Burgerbrötchen und Pizzateig von “Ludwig & Jean” stammen aus meiner Feder, in der Ö veröffentlichte ich ebenfalls neue Rezepte, genau wie im Kölner Stadtanzeiger und in der Rundschau. Und für die Backkurs, die ich seit dem Spätsommer anbiete, brauchte es auch noch neue Rezepte. An manchen Tagen in diesem Sommer sah es in meiner kleinen Küche aus, als wollte ich eine Bäckerei eröffnen. Es fanden sich aber auch immer genügend Freiwillige, die die Brotberge vernichtet haben.

Aber es gab auch im Blog viele schöne Rezepte und wie immer war es nicht ganz einfach, die schönsten Rezepte auf 12 zu begrenzen. Meine persönlichen Bloglieblinge 2016 finden sich in der obigen Collage wieder. Beginnen wir also oben links und arbeiten uns in Reihen durch die Collage:

Die Macarons nach Pierre Hermé waren in diesem Jahr eine Entdeckung von Eva, deren Enthusiasmus ich mich vollumfänglich anschließen musste. Inzwischen ist das Rezept auch schon in vielen kleinen Backaktionen sowie bei mehreren “Großkampf”-Tagen mit 200 bis 300 Macarons erprobt: es funktioniert perfekt!

Viel gesünder als die zuckersüßen Macarons kommt auf seine schlichte Art ganz zurückhaltend der Emmerich daher. Es ist ein ganz mildes Kastenbrot, das mit einem fünfzigprozentigen Emmermehlanteil herlich nussig und aromatisch wird.

Eine Hochzeitstorte ist jedes Mal aufs neue ein Abenteuer, doch zu zweit macht es auch sehr viel Spass. Die drei Rezepte, die wir uns uns bei Jutta abgeguckt hatten, sind super und absolut empfehlenswert!

Ein neues Blog-Projekt ist aus meinem Beitrag für die Ö entstanden: Regionale Brote. Wie viele neue Entdeckungen habe ich dabei gemacht, wie etwa die Anisbrezen, die es nur in Oberfranken gibt.

Oder das Onjeschwedde, ein Spezialität aus Rydt- ein süßes Rosinenbrot mit hohem Roggenanteil.

Eine andere Spezialtiät – dieses Mal aus Kiel – ist die Kieler Semmel. Es ist ein Brötchen, dessen besonderes Aroma von einer salzigen Zimt-Butter kommt, in dem die Brötchen gescheuert werden. Diese Entdeckung macht ich breits vor dem Start des “Regionale Brote”-Projekts, es passt aber gut dazu. Und weil es uns so gut schmeckte, habe ich es direkt noch in einer zweiten Variante gebacken.

Als “Atombrot” bezeichnete eine Kollegin meinen Kurkuma-Laib, da die Brotscheiben so leuchtend gelb aus meiner Brotdose strahlten. Mit frischem Kurkuma bekommt es nicht nur eine schöne Farbe, sondern auch ein ganz feines Aroma, dass man bei getrocknetem Kurkuma vergebens sucht.

Eine Leserin schickte mir ein Rezept mit der Bitte, es zu überarbeiten. Daraus habe ich ein aromatisches Kifle-Rezept mit einem Vorteig (und ohne Backpulver) gebaut – so schnell kommt man zu einem neuen Familienliebling.

Noch ein regionales Brot war das ostfriesische Schwarzbrot, dass mich auf den Schwarzmarkt begleitet hat. Es ist ein aromatisches Roggenvollkornbrot, dass für alle Saatenliebhaber mit einem hohen Sonnenblumenkern-Anteil daher kommt. Man kann es aber auch ganz ohne Kerne backen.

Doppelbacken ist eine Methode, ein besonders knuspriges Brot zu backen. Beim doppelgebackenen Bauernbrot trägt zudem eine kleine Beimischung von Brotgewürz zu einem feinem Aroma bei.

Für den süßen Zahn gab es im Sommer Kougin Amann, das bretonische Buttergebäck. Mit süßem Starter gebacken erhält es ein sehr vielschichtiges Aroma und feinen Karamell- und Butternoten.

Und zu guter letzt gab noch ein Roggenmischbrot für Brotbackanfänger, dass ohne Sauerteig gebacken wird. Und damit ist es eine perfekte Übung für alle, die sich langsam an Roggenbrote herantrauen wollen.

So war es, das Jahr 2016 aus der Sicht des Blogs. Ich danke meinen Lesern für eure Treue und all die netten Kommentaren und Emails und wünsche Euch allen ein schönes Sylvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und mit Blick auf das Jahr 2017 möchte ich tradtionsgemäß mit meinem Lieblingsgedicht für den Jahreswechsel schließen:

Prosit Neujahr!
Ob gut, ob schlecht, wird später klar.
Doch bringt’s nur Gesundheit und fröhlichen Mut
Und Geld genug, dann ist’s schon gut.

Willhem Busch

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23 Gedanken zu Jahresrückblick 2016

  1. Karin 31. Dezember 2016

    Liebe Stefanie, auch ich wünsche dir alles Gute für 2017. Vielleicht sieht man sich im neuen Jahr zum Brotbacken wieder ❗
    Danke für deinen unermüdlichen Einsatz 😀

    Antworten
  2. Jutta 31. Dezember 2016

    Was soll ich dazu noch sagen außer: OOOOOO!!!!! MMMMM!!!!!GGGGGGGG!!!!!

    Vielen Dank, liebe Stefanie, so einen schönen Jahresabschluss hätte ich nicht zu erträumen gewagt.

    Onjeschwedde steht schon so lange auf meiner Liste, ich muss es im nächsten Jahr un-be-dingt nachbacken.

    Antworten
    1. Stefanie 5. Januar 2017

      @Jutta: Ich glaube, 2016 hat sich viel Mühe gegeben, um das (höflich formuliert) sehr durchwachsene 2015 auszugleichen. Ich bin gespannt, was 2017 bringen mag und hoffe auf Wilhelm Busch (doch bringt’s nur Gesundheit …)
      Ich bin gespannt, was du als „Einheimische“ zum Onjeschwedde sagst 🙂

      Antworten
  3. Gerlinde 31. Dezember 2016

    Liebe Stefanie, über ein Brotback-Set von Joseph-Brot habe ich meine Liebe zum Sauerteig entdeckt, den Brotbackautomat verkauft und auf deine Website gestossen. Seitdem stehen im Kühlschrank Weizen, Dinkel, Roggen, Kamut-Emmersauerteige und ein Süßer Starter, ich bin stolze Besitzerin einiger Gärkörbchen und eines Backsteins und ich backe, und backe und backe…. Mein Liebling in diesem Jahr war der Kürbisstuten (ich habe ihn auf Kürbisstriezel umbenannt), der sowohl daheim als auch am Arbeitsplatz für große Freude gesorgt hat.

    Viel Freude, viel Inspiration und ein gutes neues Jahr!

    Herzliche Grüße aus Wien,
    Gerlinde

    Antworten
  4. Ulrike 31. Dezember 2016

    Was für ein schöner Jahresrückblick. Schade, dass in meiner Familie der Brotverbrauch fast auf Null geschrumpft ist.

    Ich freue mich über die Kieler Semmel, die wie das Kieler Franzbrötchen jetzt ein Revival – leider nicht immer in hausgemachter Qualität – erlebt.

    Alles Gute für 2017

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  5. Christina Dingens 31. Dezember 2016

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr. Viel Gesundheit und weiterhin so viel Spaß , mit deinem Blog . Mögen dir die Ideen nie ausgehen.

    Antworten
  6. Barbara 31. Dezember 2016

    Ich habe zwar schon das letzte Vierteljahrhundert erreicht, bin aber immer noch neugierig, neue Rezepte zu lesen und auszuprobieren; ganz vielen lieben Dank.
    Für das kommende Jahr und auch weiterhin wünsche ich
    DIR: alles Gute, Gesundheit und dass Du viel von dem erreichst, was Du Dir vorgenommen hast
    und
    MIR: weiterhin Deinen Blog mit vielen Rezepten und Anregungen zu bekommen

    Antworten
  7. Sabine 31. Dezember 2016

    Das klingt nach einem arbeitsreichen und absolut genussköstlichen Jahr! Ich wünsche Dir ein tolles 2017, und ich habe mir fest vorgenommen, mehr zu backen und deshalb auch häufiger hier vorbeizuschauen.

    Antworten
    1. Stefanie 5. Januar 2017

      @Sabine: Dann bin ich gespannt, was du so zauberst! Deine Salzzitronen sind inzwischen übrigens Dauergast bei mir im Kühlschrank 🙂

      Antworten
  8. Elisabeth 31. Dezember 2016

    Liebe Stefanie
    Für das Jahr 2017 wünsche ich Dir das ALLERBESTE,
    Zufriedenheit und Gesundheit.
    Vielen Dank du hast mir das Brotbacken beigebracht.
    Eliabeth CH

    Antworten
  9. Eva 1. Januar 2017

    Liebe Stefanie,
    auch von mir die aller-, allerbesten Wünsche für 2017. Die Kieler habe ich sofort auf meine „Liste“ gesetzt. Habe sie schon mal nach einem anderen Rezept gebacken, aber deins klingt definitiv besser.
    Ganz liebe Grüße,
    Eva

    Antworten
  10. Nicole 1. Januar 2017

    Ein frohes und gutes Neue Jahr auch von mir und meinen Männern 🙂
    Die Weihnachtsgeschenk Brote, Weizenmischbrot Nr.2 als Sternbrot, waren ein wirklich schönes und gelungenes Geschenk. Vielen Dank dafür und für all die anderen tollen Rezepte !

    Grüße
    Nicole

    Antworten
    1. Stefanie 5. Januar 2017

      @Nicole: Weizenmischbrot Nummer 2 ist und bleibt das „Lieblingsbrot der Familie“. Es freut mich, dass es dir auch gefällt!

      Antworten
  11. Annette Buschauer 2. Januar 2017

    Liebe Stefanie,
    vielen Dank für Deine Arbeit bis hierher, Deinen Frohmut, der sich in den Rezepteinleitungen immer wieder zeigt, und Deine Bereitschaft, Dein Wissen weiterzugeben! Dank Deiner Angaben konnte ich mir schon 3 völlig eigene Rezepte schreiben, ich freu mich! Trotzdem ist es immer wieder ein Gewinn, hier in Deinem Blog vorbeizuschauen und in Deinen Rezepten zu schmökern, und deswegen wünsche ich Dir auch für dies neue Jahr weiterhin Enthusiasmus und frohes Schaffen. Und überarbeite Dich nicht… 😉

    Liebe Grüße von Annette

    Antworten
    1. Stefanie 5. Januar 2017

      @Annette: Wie schön! Wenn du jetzt eigene Rezepte schreibst, dann hat der Blog genau die Wirkung getan, die ich mir von ihm erhoffe 😀

      Antworten
  12. Micha 7. Januar 2017

    Ich weiß auch schon, was ich davon nachbacken will!
    Ein wohlgesonnenes, zufriedenes 2017, liebe Stefanie, mit viel Inspiration fürs Backen 😉

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