
Wenn sich beim Fotografieren immer wieder eine Kinderhand in den Fotoset schiebt, um ein wenig Mürbeteig vom Brötchen zu stibizen, ist das immer ein gutes Zeichen. Und ich kann das große Krümmelchen verstehen: Wer wie ich Streuselsemmel, Streuselbrötchen und Streuselblatz liebt, dem werden auch die mexikanischen Concha schmecken. Der Name Concha bedeutet Muschel und das hübsche Muschel-Aussehen kommt zustande, weil die Brötchen vor dem Gehen eingeschnitten werden. In Mexico gibt es auch passende Brötchen-Drücker, aber es geht auch mit einem scharfen Messer sehr gut. Ich komme am Besten mit einer Rasierklinge zurecht, die ich direkt in der Hand halte. Die Brötchen bestehen aus einem weichen, süßem Hefeteig und einer knusprigen Schicht Mürbeteig. Der Mürbeteig kann dabei in verschiedenen Geschmacksrichtungen daherkommen, bei uns steht die Variante mit viel Kakao besonders hoch im Kurs.
Die Brötchen stehen schon seit den Blog-Anfängen auf meiner mentalen toDo-Liste. Damals liefen sie mir bei Yeastspotting häufiger über den Weg. Aber manchmal braucht Gutes seine Zeit und so gibt es die Brötchen zum 14. Bloggeburtstag. Es ist doch Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht, oder?
Als ich mich am Ende der zweiten Schwangerschaft sehr schonen sollte, zeigte sich einmal mehr:
Ok, ok, ich gebe die Suche auf. Ich war nämlich felsenfest davon überzeugt, dass ich schon einen Rezeptentwurf für diese Buttermilch-Brötchen gespeichert hatte. Der war aber aber unauffindbar, und mein Versuch, die Inspirationsquelle für das Rezept wiederzufinden, scheiterte genauso kläglich. Also habe ich akzeptiert, dass ich einfach nochmal von vorne anfange.
Von meinem Großvater erzählen meine Mutter und Tanten, dass er auch schon mal angebissene Äpfel im Eintopf versenkt hat. Seit das Krümmelchen Äpfel für sich entdeckt hat, sie aber nie ganz isst (selbst die kleinen Mini-Äpfel nicht), kann ich diesen Ansatz irgendwie verstehen.
Im Rheinischen sagt man: “Dat maache me us de Lameng”, wenn man etwas aus dem Handgelenk schüttelt. Der Begriff
Für einen Privatbackkurs (dem letzten vor der Babypause) waren Bagels ein großer Wunsch. Schon bei der Vorbereitung des Vorteiges erwachte mein eigener Bagel-Hunger. Schließlich essen wir sehr gerne, aber trotzdem irgendwie viel zu selten Bagel. Auf der Rückfahrt vom Kurs beschloss ich, am nächsten Tag auch Bagel zu backen. Da es eine spontane Backaktion war, wanderte für das Aroma ein
Manches darf man bei kleinen Kindern im Haus nur dann laut aussprechen, wenn man es auch so meint. Bei uns ist es das Wort “Teig”, dass unweigerlich dazu führt, dass das große Krümmelchen alles stehen und liegen lässt – egal, ob es gerade spielt, isst oder eigentlich noch schläft. Kaum sage ich das magische Wort, rennt es in die Küche und stellt eine Teigschüssel auf die Waage. Und so ist “Teig” eine Wunderwaffe für Tage mit Regenwetter, Zahn- oder allgemeinen Weltschmerz. Bei der Art des Teiges sind wir dabei flexibel, solange man ein paar Eier aufschlagen und etwas Butter zerteilen darf.
Den zweiten Geburtstag des großen Krümmelchens feierten wir unter schwierigen Voraussetzungen. Das kleine Krümmelchen war nach seiner zu frühen Ankunft einen Monat zuvor gerade erst aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen – was schon alleine reichen würde, um altbewährte Routinen durcheinander zu wirbeln. Gleichzeitig brachen beim großen Krümmelchen auch noch die Eckzähne durch. Und um es noch ein wenig spannender zu halten, hatte das große Krümmelchen sich trotz aller Vorsicht auch noch Corona eingefangen. Und wir anderen getreu dem Motto “mitgehangen – mitgefangen” somit auch. Am Geburtstag ging es dem Krümmelchen und dem Liebsten aber schon wieder etwas besser, während ich noch nicht richtig krank war. Und so gab es einen richtigen Geburtstag mit Geburtstagskuchen.
Der “Letter Cake”, also ein Kuchen in Buchstaben oder Zahlenform, sah man im letzten Jahr allenthalben. Es sind entweder Biskuit- oder Mürbeteigböden, die mit einer Creme gefüllt und mit Obst oder Dekokram geschmückt werden. Was mir gut gefällt ist die Tatsache, dass man den Kuchen so gut vorbereiten kann: Mürbeteig hält sich fertig gebacken tagelang, die Creme ist schnell zusammengerührt und der Kuchen selbst schmeckt mir am Besten, wenn er einen Tag durchgezogen ist und die Böden ein wenig weicher geworden sind. Die benötigten Spritzbeutel-Fähigkeiten sind auch nur minimal. Von daher ist es ein Kuchen, der viel her macht, aber eigentlich einfach gemacht ist.