Kategorien-Archiv: Kuchen und Gebäck

15. März 2015

Goldknödel mit Süßem Starter

Goldknödel (2)

Was ich an meinem süßem Starter so mag ist die Tatsache, dass ich relativ schnell einen leckeren Vorteig zur Hand habe. Für einen spontanes Sonntagskaffee mit meinen Eltern habe ich so einen Familienklassiker backen können: Goldknödel.

Das Rezept dafür stammt vom Siebenbürgischen Zweig der Familie und wird immer wieder gerne gegessen. Diese Variante von mir enthält wenig Hefe und im Teig sorgt eine gute Portion Sahne anstelle der Butter für eine saftig-flaumige Krume. Dadurch kann man den Gugelhupf auch gut im Kühlschrank über Nacht aufgehen lassen.

Zum Servieren wird der Kuchen übrigens nicht geschnitten, sondern einzelne Buchteln werden einfach aus dem Kuchen herausgebrochen.

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12. Februar 2015

Berliner Ballen mit süßem Starter

Berliner Ballen

Dass der Karneval nicht wirklich meine Welt ist, habe ich schon das eine oder andere Mal erwähnt. Aber Berliner Ballen backe und esse ich gerne, und so habe ich in diesem Jahr – nachdem Fenster und Türen verriegel wurden – mal wieder an einem Rezept gebastelt. Dieses Mal habe ich mich dabei für einen Teig mit einem hohen Eigelb-Anteil und einer kräftigen Portion süßem Starter entschieden.

Beim Frittieren konnte ich dann feststellen, was ich eigendlich schon wusste: Glasdeckel halten die Hitze nicht so effektiv im Topf wie schwarz emalierte  Metalldeckel. Zu Beginn hatte ich nämlich – Neugiernase, die ich bin – einen Glasdeckel auf den Frittiertopf gelegt, um die Berliner beim Frittieren besser beobachten zu können. Das war keine gute Idee, denn  die erste Fuhre ging nicht so gut auf wie erwartet. Darum kam bei der nächsten Ladung direkt der schwarze Deckel auf den Topf. Und siehe da, die Berliner zeigten jetzt den Ofentrieb, den ich wollte und bekaumen auch einen schönen Kragen ringsum.

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6. Februar 2015

Wiener Patzerlgugelhupf

Patzerlgugelhupf (2)

Der Patzerlgugelhupf ist eine Wiener Spezialtiät, wobei “Patzerl” soviel wie “ein bisschen” heißt: Ein bisschen Mohn, ein bisschen Nuss, ein bisschen Quark, ein bisschen Zwetschgenmus. Ein Gugelhupf perfekt für Leute, die sich nicht für eine Füllung entscheiden können, und gut für die Restverwertung.  Ein Bild von so einem Gugelhupf habe ich vor einiger Zeit irgendwo im Netz gesehen und es ließ  mich nicht mehr los. So etwas wollte ich auch backen. Und da ich ja immer gerne den süßer Starter  als Vorteig für süßes Gebäck verwende, habe ich ihn auch hier wieder verwendet. Die Erfahrung zeigt aber, dass man ihn auch sehr gut durch eine Biga, die über Nacht im Kühlschrank reifen durfte, ersetzen kann.

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2. Februar 2015

Bratapfelkuchen

Bratapfelkuchen (1)Seit heute morgen schneit es im Bergischen stärker als erwartet und alles versinkt ein wenig im Winterchaos. Wenn ich die Meldungen von 20km Stau  im Radio höre, bin ich fast schon wieder froh, mit einer Bronchitis krankgeschrieben zu sein.

Und darum zeige ich euch lieber den leckeren Bratapfelkuchen, den es vor einigen Wochen bei uns gab. Die winzigen Äpfelchen waren Teil meiner Weihnachtsdeko und so langsam wollen sie aufgegessen werden. Und da sie bereits einmal als Bratapfel eine gute Figur machten, habe ich spontan und ziemlich frei Schnauze mit ihnen einen Bratapfelkuchen gebacken. Als der Kuchen im Ofen war, riefen meine Eltern an, ob wir Lust auf einen gemeinsamen Nachmittagsspaziergang hätten. Ob sie den leckeren Kuchen bereits gerochen hatten?

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12. Oktober 2014

Apfelkuchen nach Günther Weber

Apfelkuchen nach Günther Weber

Wenn im Herbst die Äpfel reifen, dann muss ich Apfelkuchen backen. Der leckerste und beste Apfel für Apfelkuchen ist und bleibt “Jakob Lebel”, eine alte Apfelsorte mit herrlichem Aroma. Leider war dieses Jahr hier kein gutes Apfeljahr und der Baum im Garten meiner Eltern gab nur einige wenige Äpfel her. Das ist der Ausgleich zu den Jahren, in denen sich der Baum unter Äpfeln nur so biegt.

In Günthers Buch lachte mich der Apfelkuchen an und so habe ich das Rezept flink auf eine haushaltsübliche Springform mit 26cm Durchmesser heruntergerechnet. Der Boden ist aus Hefemürbeteig, allerdings mit einem nur sehr kleinen Anteil Hefeteig , wodurch er sich besonders gut händeln lässt. Ich habe ihn inzwischen auch schon mit etwas süßem Starter anstelle des Hefeteigs gemacht, das klappt ebenfalls ganz wunderbar!

Die Kombination aus Quark-Schmand-Guss und Apfel ist eine sehr feine, allerdings würde ich das nächste Mal die Äpfel ein wenig vorgaren, da ich bei Apfelkuchen richtig weiche Äpfel liebe, den Quarkguss aber lieber etwas heller mag. Aber das sind nur die Feinheiten und der Kuchen ist auch im Orginal ein wahrer Genuss! Den gab es hier bestimmt nicht zum letzten Mal!

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3. Oktober 2014

Gebrannte-Mandeln-Zopf

Gebrannte-Mandeln-ZopfEs gibt da Traditionen, an denen wird nicht gerüttelt. Und dazu gehört der Nusszopf, den ich jedes Jahr zu meinem Geburtstagskaffee mit den Kollegen backe. Der Zopf schmeckt wunderbar, der zarte, lockere Hefeteig verbindet sich aufs Köstlichste mit der großzügig bemessenenen Füllung. Und die saftige Füllung hält ihn zudem noch mehrere Tage frisch – sollte wieder Erwarten doch einmal ein Rest übrigbleiben.

Dieses Jahr stellte sich allerdings das Problem, dass eine Kollegin nicht nur laktose-intolerante sondern auch noch allergisch gegen Hasel- und Walnüsse ist. Mandeln verträgt sie aber zum Glück gut und so habe ich ein neue Variante des Zopfes ausprobiert. Damit er sich geschmacklich vom Nusszopf unterscheidet, habe ich die Mandeln gebrannt und die Masse mit Amaretto und Tonkabohne gewürzt. Den Teig musste ich mit laktosefreier Magarine herstellen, aber wer auf laktosefreiheit nicht achten muss, der sollte ruhig Butter nehmen, das Aroma wird dann noch etwas feiner.

Der Zopf ist wie der Nusszopf bestens zum Mitnehmen geeignet, denn er kann sehr gut am Vortag gebacken werden. Wenn er über Nacht auskühlt, verbinden sich seine Aromen aufs Köstliche und bleibt dabei locker und frisch. Über die genaue Lagerfähigkeit kann ich aber keine Aussage treffen, da 2 kg Zopf von 16 Personen innerhalb kürzester Zeit vernichtet wurde! Es blieb nicht einmal ein Krümmelchen übrig.

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13. September 2014

Herbstlicher Streuselkuchen mit Zwetschgenmus

Herbstlicher Streuselkuchen

Mit dem Beginn des Septembers ist für mich Herbst. Dann krame ich nach meinen Schals für den bereits neblig kühlen Morgen und zündet abends, wenn es draussen dunkel wird, die ersten Kerzen an. Der Abschied vom Sommer fällt mir dabei aber nicht allzu schwer, besonders wenn zwischen kühlem Morgen und einbrechender Dunkelheit ein goldener, sonnendurchfluteter Tag liegt.  Und wenn ich dann noch nachmittags eine Tasse heißem Tee genießen kann, am besten mit einem Stückchen Streuselkuchen mit Zwetschgenmus und Haselnüssen, dann heiße ich den Herbst mit leichtem Herzen willkommen.

Oft muss ich an solchen Tagen dann an eines meiner Lieblingsgedichte von Eduard Mörike denken:  Weiterlesen

7. September 2014

Apfelmoussetorte

Apfelmousse-Torte (2)

Wenn man Geburtstag hat, dann darf man backen, was man mag. Und wenn ich etwas sehr mag, dann sind es Kuchen mit der alten Apfelsorte “Jakob Lebel”, die bei meinen Eltern im Garten wächst. Für mich gibt es keinen besseren Apfel zum Kuchen backen und auch für Apfelsaft ist es ein toller Apfel. In meiner selbstausgedachten Geburtstagstorte habe ich allerdings nicht diesjährige Äpfel verwendet sondern habe die letzten Reste Apfelmus, selbstgemachten Apfelsaft und eingemachte Apfelscheiben des vergangenen Jahres aufgebraucht.

So ruht hier auf einer dünnen Zimtscreme eine Apfelkuppel aus Apfelscheiben, Apfelsaft und Agar, die von einer Apfelmus-Mousse eingehüllt werden. Als kleiner Hingucker schlisst die Torte mit einem dünnen Apfelfächer mit einer kleinen Apfelrose in der Mitte ab. Der Kuchen sieht so sehr hübsch aus und ist auch sehr lecker, aber auch ein wenig zeitaufwendig. Darum habe ich ihn am Vorabend nach der Arbeit vorbereitet und am Geburtstagsmorgen nur noch die Abschlussschicht mit der Apfelrose gemacht. Das hat gut geklappt und war auch stressfrei!

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31. August 2014

Butterkuchen (mit süßem Starter)

Butterkuchen mit süßem Starter Ein Butterkuchen ist in seiner Einfachheit für mich betörend. Und wenn der urlaubsleere Kühlschrank bis auf Butter nicht viel hergibt, mit dem sich ein Kuchen zaubern ließe, dann ist ein Butterkuchen immer eine gute Wahl, um das “Wieder-Zuhause-Sein” zu versüßen. Wobei dieshier schon die Luxusvariant mit Mandelblättchen ist, welche ich nach kurzer Suche in der Backzutaten-Kiste wiederentdeckt hatte.

Mich reizte der Gedanke, einen Hefe-Kuchen ganz ohne konventionelle Hefe zu backen, der rein durch die Kraft der Sauerteig-Hefen aus meinem süßen Starter aufgeht. Dafür muss der süße Starter natürlich top in Form sein. Da meiner aber zwei Wochen im Kühlschrank hungern musste, habe ich ihm am Vorabend schon einmal aufgefrischt und nach drei Stunden bei muckeligen 30°C in den Kühlschrank zurückgestellt. Am nächsten Morgen (8 Uhr) habe ich dann den Vorteig angesetzt, drei Stunden später den Hauptteig geknetet (11 Uhr) und nach weiteren drei Stunden (14 Uhr) den Teig flachgedrückt und nochmal aufgehen lassen. Um halb vier habe ich dann den duftenend Kuchen aus dem Ofen gezogen.

Ich gebe zu, dass ist jetzt nicht die Ruck-zuck-schnell-schnell-Variante eines Butterkuchens (nicht das meine andere Variante in diese Kategorie fallen würde), aber dafür bekommt man einen flaumig-weichen Kuchen voller zarter, vielschichtiger Aromen. Und obwohl mit einem “Sauerteig” gebacken, weißt er nicht die Spur von Säure auf. Ach, ich liebe meinen süßen Starter!

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27. Juli 2014

Elsässer Gugelhupf

Gugelhupf

Fast ein Jahr ist unser letzter Sommerurlaub im wunderschönen Elsass schon her. Eines der Mitbringsel, welches seit dem Urlaub darauf wartet, ausprobiert zu werden, ist die tönenere Gugelhupfform. Seitdem plane ich, endlich einen leckeren Gugelhupf oder -wie ma im Elsass sagt – Kougelhopf darin zu backen. Dieses Wochenende habe ich endlich die Zeit dazu gefunden.

Beim Studium der Rezepte fand ich allerdings keines, dass mir richtig zusagte. Sie waren alle mit sehr viel Hefe und wenig Ruhezeiten gemacht. Ich wollte aber lieber einen Kuchen, der durch eine indirekte Teigführung ein gutes Aroma entwickelt und eine gute Frischhaltung bekommt. Und da in dem Kuchen eine so große Menge Butter enthalten ist, habe ich mich für den triebstarke süßen Starter als Vorteig entschieden.

Der Kuchen ist dadurch zeitaufwendiger als die üblichen Rezepte, entwickelt aber auch ein besonders feines Aroma und wird federleicht mit einer flaumig weichen Krume. Und ich kann mir vorstellen, dass auch meine elsässer Urgroßmutter den Gugelhupf wohl mit Genuss verspeist hätte.

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