Die Pumpkin Spice Rolls hatten es nicht leicht mit mir. Erst habe ich im letzten Jahr die erste Charge Teig für diese süßen Halloween-Spinnen-Weckchen zweckentfremdet. Dann mussten sie ein Weilchen warten, bis ich sie schließlich gebacken habe und es wanderten stattdessen Weckmänner in verschiedenen Varianten in den Blog. Schließlich war es Advent und ich hatte keine Lust mehr, ein Herbstrezept zu posten. Und so drehten sie fast ein Jahr Runden in der Warteschleife. Als ich sie dann posten wollte, waren die Fotos weg.
Aber jetzt habe ich alles zusammen: Rezept, Foto und richtige Jahreszeit. Und das ist auch gut so, denn die Schnecken sind saftig, flauschig und mit einer köstlichen Gewürzmischung gefüllt. Pumpkin (Pie) Spice besteht aus Zimt, Muskat, Piment, Ingwer und Nelke und wird traditionell in den USA für Pumpkin Pie verwendet. Seit einigen Jahren führt die Gewürzmischung aber ein Eigenleben und wird nun nicht nur für Pumpkin Spice Latte sondern auch für Muffins und anderes Gebäck verwendet. Ihr warmes Aroma ist perfekt für warme Herbsttage, wenn man sich auf dem Sofa mit einem warmen Tee einkuscheln möchte um den Regen zuzuhören. Und wenn man dann noch leckere Pumpkin Spice Rolls auf dem Teller hat, kann der Tag nur gemütlich werden.
In meiner Kindheit wusste ich: Ich mag keine Zwetschgenknödel. Auch mit Marillenknödeln konnte man mich nicht locken. Doch irgendwann in Teenagertagen stieß ich in einer Zeitung auf ein Rezept für Marillenknödel aus Quarkteig und ich lernte, dass ich nichts gegen Knödel oder Marillen hatte, sondern einfach keinen Kartoffelteig für süße Knödel mag. Und seit ich das Rezept nach Ewald Plachutta bei
Als ich im März mit
Bei uns in der Familie sind Geburtstagsherzen seit mindestens drei Generationen Tradition. Ein Geburtstagsherz ist einfach ein Kuchen, der in einer Herzform gebacken wird. Und da ich gerne Zöpfe backe, gibt es für die Krümmelchen zum Geburtstag auch ein Zopf-Herz – entweder für den Kindergarten oder fürs Geburtstagfrühstück zu Hause (oder beides). Das Herz besteht aus zwei Fünfstrang-Zöpfen, die zu einen Herz zusammengelegt werden. Es klappt aber auch mit weniger Strängen, sieht aber nicht ganz so hübsch aus.
Als ich im Supermarkt beim Einkaufen über ein Päckchen Ruby-Kuvertüre stolperte war direkt klar, dass sie mitkommen muss. Ruby-Schokolade wurde von Callebaut entwickelt und ist eine Schokolade, die von Natur aus Rosa ist. Ihr Aroma ist beerig süß mit leichten Säurenoten. Die Farbe kommt zum einen von einer Kakaobohnen-Variation, die einen pinken Farbton mitbringt, zum anderen hängt sie wohl von der Fermentation und Röstung der Bohnen ab. Das Kakao rote Farbnoten enthält ist dabei keine neue Entdeckung, auch der traditionelle Red Velvet Cake erhält seine Farbe durch die Reaktion von Kakao mit Säure, was zu einem rötlichen Farbton führt.
Wusstet ihr eigentlich, dass der Waldhonig kein Blütenhonig ist? Die Bienen sammeln ihn von Läusen, die auf Nadelbäumen wie Tanne und Fichte, aber auch auf Laubbäumen wie der Eiche leben. Die Läuse stechen das Phloem der Bäume an und trinken den darin enthaltenen zuckerhaltigen Saft. Da sie aber hauptsächlich die Bestandteile des Phloemsaftes benötigen, die Mineralstoffe und Stickstoff enthalten, wird der Zucker in Form von Honigtau ausgeschieden und von Bienen eingesammelt. Ob die Bienen die Waldtracht sammeln, hängt dabei vom Vorkommen der Läuse ab. Sie müssen massenhaft vorkommen, um den Bienen als Honigquelle zu dienen. Und so kann es sein, dass je nach Wetterlage in manchen Jahren kein Waldhonig gesammelt wird.
Wenn man nach typisch japanischen Brotrezepten sucht, stolpert man fast sofort über Anpan. Anpan sind kleine Brötchen, die mit einer süßen Paste aus Bohnen gefüllt werden. Ihr Name setzt sich aus “Anko” (Roter Bohnenpaste) und dem portugiesischen Lehnwort für Brot (“Pan”) zusammen. Der fluffig-weiche Hefeteig wird heute mit Hefe gebacken.
Die wahrscheinlich häufigste Frage im Blog ist: “Kann ich XYZ irgendwie ersetzen?” Das hat ganz unterschiedliche Gründe, von persönlichen Vorlieben über Allergien bis zur aktuellen Vorrats-Lage ist da alles dabei. Und seien wir ehrlich: Wir alle ersetzen doch das eine oder andere in Rezepten. Und manchmal entstehen so auch tolle neue Varianten.
16 Jahre ist es her, dass der Liebste für mich WordPress auf seinem Server installierte. Viel Zeit ist seitdem vergangen und viel hat sich verändert – online wie offline. Und manchmal ertappe ich mich beim Denken von Sätzen, die mit “damals, als die Blog-Welt noch klein und übersichtlich war…” beginnen. Auch das Schreiben und Backen hat sich verändert: Im Alltag mit kleinen Kindern passiert doch einiges, was gute Pläne über den Haufen wirft. Auch der Beitrag für den Bloggeburtstag hatte ich anders geplant. Ich wollte während die Krümmelchen im Kindergarten sind den Übernacht-Teig ganz entspannt backen, die kleinen Stutenkerlchen fotografieren und gemütlich mit einer Tasse Tee den Blogbeitrag schreiben. Fügt in das mentale Bild ruhig auch noch eine hübsche Kerze und eine kuschelige Decke für die Gemütlichkeit ein.
Der Blog war und ist bis heute mehr Rezept-Tagebuch als vorgeplant (und vorproduziertes) Magazin. Und so kommt es auch vor, dass ich Pläne spontan über den Haufen werfe, weil ich über eine lustige Idee gestolpert bin. 