Kategorien-Archiv: Besondere Gelegenheiten

3. April 2026

Osterhasen-Köpfchen

Durch unser Erkältungs-Pingpong in den letzten Wochen hat eines der Krümmelchen das große Osterfrühstück im Kindergarten verpasst. Die Traurigkeit war verständlicherweise groß und so musst eine Alternative her. Schnell stand der Plan: Wir backen Osterhäschen mit dem Teig vom Zopf-Herz. Doch beim Teigkneten stellte ich fest, dass der Kühlschrank wegen der Krankheitswelle unerfreulich leer war. Keine Eier und keine Sahne weit und breit. Also habe ich ein wenig improvisiert und stattdessen auf Süßlupinenmehl zurückgegriffen. Und weil ich schon am Rezept-Basteln war, habe ich auch noch ein paar weitere Anpassungen vorgenommen um den Teig an unsere Pläne anzupassen.

Die Form mit den separat geformten Ohren ist mir schon etliche Male im Netz über den Weg gelaufen. Es ist prima für Kinderhände geeignet und bringt ein sehr hübsches Ergebnis. Ich habe das Vorgehen ein wenig angepasst, damit Hasenkopf und Ohren in der Dicke relativ ähnlich sind.

Bis wir die Osterhasen in den Ofen schieben wollten, hatte der Liebste auch Feierabend und hatte uns die gewünschten Eier mitgebracht. Als Alternative hätte ich sonst auf die Glanzstreiche vom veganen Wochenend-Zopf zurückgegriffen, die kaum von einer Eistreiche zu unterscheiden ist. Nach dem Backen durften die Häschen über Nacht abkühlen und wurden dann noch mit Zuckeraugen und Mini-Smarties verziert und danach direkt von einem glücklichen Kind angeknabbert. Weiterlesen

31. März 2026

Möhren-Walnuss-Ecken

Ich liebe einfache Frühstücksbrötchen, die morgens ohne großen Vorwand fertig gemacht werden können.  Und da Walnüsse immer lecker sind und Ostern an die Türe klopft, wurden es dieses Mal leckere Möhren-Walnuss-Ecken. Sie haben in ihrer Machart hier im Blog direkt zwei Geschwister, die leckeren Dreikornecken und die Körner-Kartoffel-Brötchen. Walnüsse sind halt gerade eine Lieblingsnuss hier im Haus.

Bei dieser Variante sorgen ein Brühstück, Quark und Möhren für langanhaltende Saftigkeit, Sauerteigreste und eine lange, kalte Stückgare bringen viel Aroma. Die Mischung aus hellem und Vollkornmehl und optional etwas Vitamin C in Form von Hagebuttenpulver oder Acerolakirschsaft sorgt für eine etwas lockerere Krume als bei den beiden Vorgänger-Rezepten. Ich finde das Rezept super lecker und es ist sogar Kindergartenkind-getestet und trotz Möhre als sehr lecker befunden worden. Die Brötchen passen sowohl zu einem süßem Frühstück als auch zu herzhaften Belag. Besonders die Kombination aus einer dünnen Schicht Pesto, Tomate, Mozzarella und Rucola ist fein, aber auch die Kombination aus Rote-Bete-Meerrettich-Aufstrich, Mozzarella und Avocado hat uns gut gefallen.

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14. Februar 2026

Rohr-Krapfen

Als ich noch klein war, war “ein Brötchen mit Zucker obendrauf” meistens meine Antwort auf die Frage “welches Brötchen möchtest du”. Damit meinte ich natürlich Berliner Ballen, die als Kindergartenkind ganz oben auf meiner Favoritenliste standen. Die Kombination aus fluffigen Hefeteig, Puderzucker und säuerlicher Marmelade finde ich bis heute unwiderstehlich. Auch die Krümmelchen sind große Berliner-Fans und so wurde das jüngste Familienmitglied ganz aufgeregt, als es die Rohr-Krapfen bei der lieben Maria im Blog sah.

Rohr-Krapfen sind die Ofenvariante der österreichischen Bauernkrapfen, die je nach Gegend auch als Knieküchle, Ausgezogene oder Kiachl (Südtirol) bekannt sind. Mit Marmelade gefüllt werden hauptsächlich die Kiachl und Bauernkrapfen. Allen gemein ist die Form, die aus einem dicken Rand und einer dünnen Teighaut in der Mitte besteht. Durch vorsichtiges Dehnen wird, genau wie bei einer Pizza, die Form erreicht.

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24. Januar 2026

Schildkröten-Brötchen

Ich habe bekanntlich eine große Schwäche für Hefeteig-Spielereien. Im Blog findet sich darum bereits allerlei Gebildebrot, von mehr oder weniger traditonellen Osterhäschen und Weckmännern über kleine Mäuse bis hin zu gruseligen Spinnen-Weckchen. Im letzten Jahr gab es zum Schulstart im Brot-Magazin zudem eine Rezeptstrecke mit allerlei Brötchen in Tierform von mir. Ihr könnt euch darum in den nächsten Monaten darauf einstellen, das immer mal wieder niedliche Gesellen hier im Blog auftauchen.

Den Anfang machen diese kleinen Schildkröten. Wie bei den südamerikanischen Concha und den japanischen Melon Pans wird der Panzer der Schildkröten-Brötchen aus knusprigen Mürbeteig gebildet. Die grüne Farbe kommt dabei von einer kleinen Portion Matcha-Pulver. Die Schildkrötenform ist ziemlich einfach und darum auch für Kinder im Vorschul-/Grundschulalter gut geeignet. Nur beim Einschneiden des Mürbeteigpanzer braucht es dann evtl.ein wenig Hilfe. Weiterlesen

15. November 2025

Martinshörnchen

In diesem Jahr übertreiben wir es eventuell ganz leicht mit dem Basteln von Martinslaternen. Neben zwei, die ich mit den Krümmelchen im Kindergarten gebastelt habe, brauchten die beiden dringend noch welche, die bei mir im Instagramm-Feed auftauchten. Und dann habe ich mir am Ende auch noch eine Laterne gebastelt, in die ich mich ein wenig verguckt hatte. Zwei Kinder, vier verschiedene Laternen-Arten und insgesamt fünf Laternen – das ist doch mal eine Hausnummer.

Passend zur Laternen-Vielfalt habe ich außer den üblichen Weckmännern auch noch Martinshörnchen gebacken. Als Teig habe ich auf das Rezept für die Himmelsleiter  zurückgegriffen und bei der lieben Maria habe ich mir die Doppel-Hörnchenform abgeguckt. Ich finde den Gedanken, dass man so die Hörnchen teilen kann, ausgesprochen schön. Durch die Hörnchenform wird die Krume besonders schön langfasrig, was ich sehr liebe. Darum kann es durchaus sein, dass es sie bei uns evtl. auch vor dem nächsten St.Martin schon wieder geben wird. Weiterlesen

1. November 2025

Himmelsleiter

An Allerheiligen und Allerseelen gibt es einige Traditionen und entsprechend auch einiges Gebäck, das mit diesen Tagen verbunden wird. Neben den bekannten Dinkel-Seelen, die ursprünglich auch ein Allerseelen-Gebäck waren, werden gerade im süddeutschen Raum und  in Österreich Zöpfe gebacken.

Eine besonders hübsch Variante aus Oberösterreich ist die Himmelsleiter. Dazu werden viele Teigstränge wie Leiternsproßen aneinandergereiht. Die Form wird dem einen oder anderen bestimmt bekannt vorkommen. Auch Lussekatter und rheinische Neujährchen werden auf die gleiche Weise geformt. Und bestimmt haben alle einen gemeinsamen Vorfahren in der vorchristlichen Zeit.

Der Teig für meine Version ist eine Variante von meinem Sonntagszopf 2.0. Das Hagebuttenpulver, dass ich dem Teig zugegeben habe, ist nicht dringend notwendig, verbessert aber die Glutenentwicklung und die Gärtoleranz. Und wer mit kleinen Kindern zusammen backt, der weiß, dass ein wenig Spielraum beim Abbacken manchmal sehr hilfreich ist. Und so wird die Himmelsleiter perfekt saftig und luftig leicht zur gleichen Zeit.

Update: Leider spinnt meine Newsletter-Software ein wenig und versendet keine Mails. Ich arbeite aber daran 🙂

Update 2: Fehler gefunden 🙂

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25. Oktober 2025

Geister-Weckchen (Dinkelvariante)

Mit Halloween habe ich zwar weithin wenig am Hut, meine Liebe für niedliches “Gebildebrot” ist aber ungebrochen. Die lustigen Gespentersbrötchen, die mir in letzter Zeit in verschiedenen Varianten begegnet sind, fand ich ausgesprochen hübsch. Allerdings waren mir die Anleitungen zu kompliziert und in einigen Fällen auch zu ungenau. Meine Variante ist darum der Anleitung für meine Weckmänner sehr, sehr ähnlich. Das große Krümmelchen (immerhin schon ein Vorschulkind) hat damit das Formen ohne Hilfe hinbekommen.

Als Teig gibt es dieses Mal einen Dinkelteig. Der Teig kann bequem für einen halben bis ganzen Tag im Kühlschrank gehen und lässt sich sehr gut formen. Für Saftigkeit sorgt eine Portion Quark und Roggenmehl. Es ist ein feines Rezept für gemeinsame Backaktionen! Weiterlesen

3. Mai 2025

Süße Herzen

Als ich im März mit Geburtstagsherzen im Hefezopf-Format gespielt habe, ist neben der Fotoanleitung zum Fünfstrangzopf-Herz auch noch eine zweite (einfachere) Variante für süße Herzen entstanden. Es sind Herzen in Brötchen-Größe, für die keinerlei Flecht-Fähigkeiten benötigt werden. Stattdessen muss man nur einen Strang rollen und ihn an den Enden und in der Mitte dünn ausrollen. Dann legt man ihn in Herzform und ist fertig. Das geht ratz-fatz und kann bei ausreichend Kühlschrankfläche auch abends gemacht werden. Perfekt für alle, die am nächsten Morgen noch warme Herzen servieren wollen.

Und da der Mai erfahrungsgemäß viele Gelegenheiten für Herzen bietet, starten wir mit diesen Rezept in den Wonnemonat. Das Teigrezept kennt ihr schon, dieses Mal ist bloß noch etwas Zitronenschale für ein besonders frisches Aroma zugesetzt. Der Zopf wird mit dem Rezept einfach lecker und bleibt lange saftig, das Teighandling ist auch prima – wie mein Chef während der Postdoc-Zeit gerne sagte: Never change a winning team!

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18. April 2025

Pudding-Hasen

Dieses Jahr kam ich regelmäßig an einem Werbeaufsteller einer lokalen Bäckereikette vorbei. Das Häschen mit Vanillepudding-Fülle fand ich hübsch, allerdings hatte ich keine Lust, nur dafür einen großen Hasen-Ausstecher zu kaufen. Also habe ich verschiedene Ideen im Kopf bewegt, bis ich auf diese Idee des Formens kam. Und dann brauchte ich nur noch einen passenden Teig und einen Vanillepudding und schon waren die Häschen bereit.

Der Teig geht im Kühlschrank über Nacht (oder länger). Dadurch kann man die Häschen an Ostern zeitlich flexibel backen, was an so Tagen immer praktisch ist. Und durch die Kartoffeln im Teig bleiben sie lange frisch und saftig und schmecken auch am nächsten (oder übernächsten) Tag immer noch lecker.
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22. März 2025

Zopf-Herz

Bei uns in der Familie sind Geburtstagsherzen seit mindestens drei Generationen Tradition. Ein Geburtstagsherz ist einfach ein Kuchen, der in einer Herzform gebacken wird. Und da ich gerne Zöpfe backe, gibt es für die Krümmelchen zum Geburtstag auch ein Zopf-Herz – entweder für den Kindergarten oder fürs Geburtstagfrühstück zu Hause (oder beides). Das Herz besteht aus zwei Fünfstrang-Zöpfen, die zu einen Herz zusammengelegt werden. Es klappt aber auch mit weniger Strängen, sieht aber nicht ganz so hübsch aus.

Beim Rezept nehme ich jetzt schon seit langer Zeit entweder den Lieblingszopf in der Variante 1 oder Variante 2. Aber inzwischen habe ich ein wenig Feintuning betrieben und habe die Teigmenge für ein großes Herz optimiert. Da der Blog ursprünglich ja hauptsächlich als mein persönliches Backbuch angefangen hat, poste ich heute die Anleitung für das Herz, damit ich nicht jedes Mal aufs neue überlegen muss, welche Mengen und Teigstrang-Größen das beste Ergebnis bringen. Und ich habe mir bei den Kindern bunte Knete ausgeborgt, um euch das Flechten eines Fünfstrang-Zopf zu fotografieren. Durch die verschiedenen Farben lässt sich die Position der einzelnen Stränge deutlich besser erkennen – fragt mich nicht, warum mir das nicht schon früher eingefallen ist. Weiterlesen