Tag-Archiv: Resteverwertung

31. Juli 2021

Auffrisch-Kartoffelbrötchen

Auffrischbrötchen mit Kartoffel (1)Der Gefrierschrank zeigte eine Brot-technische Ebbe und so mussten zum Abendbrot “schnelle” Brötchen gezaubert werden. Darum landeten allerlei Sauerteigreste im Teig. Und da es 2021 bisher sehr wenig Kartoffeliges im Brot gegeben hat, wanderte geriebene, rohe Kartoffel in den Teig. Das sich das hervorragend im Brotteig macht, hatte ich ja schon bei diesem Brot gelernt.

Und auch die Brötchen sind genau so, wie wir sie lieben: zart-flauschige Krume und eine knusprige Kruste. Und durch die beiden Sauerteig-Arten entwickeln sie ausserdem ein feines Aroma. Und Stehen in “nur” knapp vier Stunden auf dem Tisch!

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10. Juli 2021

Käse-Kümmel-Knusperwaffeln (Auffrischrezept)

Käse-Kümmel-Knusperwaffeln (1)Manchmal bastelt man spontan ein Rezept zusammen, dass direkt ein großer Erfolg ist. Diese Knusperwaffeln sind so eine Geschichte. Und da wir von den frisch gebackenen Waffeln deutlich mehr gegessen hatten, als eine ausgewogene Ernährung erlaubt, erklärte ich die verbleibenden zu “Blog-Foto-Material”. Das Argument, dass das Rezept in jeden Falle auf den Blog gehört, damit wir es für eine Wiederholung schnell zur Hand haben,war auch für den Liebsten einleuchtend. Und so sind wir hier, mit unseren neuen Lieblingswaffeln!

Und falls noch jemand spontan ein Fernsehabend-Knabberkram-Rezept braucht (ob mit oder ohne Fußball): Hier ist das Rezept!

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22. Mai 2021

Feiner Sonntagsstuten

feiner Sonntagsstuten (2)

Dieses Rezept fällt auch in die Kategorie “Resteverwertung”. Nach dem Füttern meines süßen Starters waren nämlich noch ungefütterte Reste übrig und wollten verbraucht werden. Ein Töpfchen süße Sahne im Kühlschrank war ebenfalls kurz vor dem Ablaufen und die  angebrochene Packung Créme Fraîche schrie auch nach Verwertung. Und so habe ich mich grob an der Zusammensetzung des Lieblingszopfes orientiert und aus den Resten einen Sonntagsstuten gebaut. Eine kleine Menge Roggenmehl sorgt dabei für eine extraflauschige Krume. Ein unaufgeregtes, aber leckeres Rezept, genau das richtige für ruhige Sonntage mit Baby…

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20. Februar 2021

Auffrisch-Waffeln

Auffrisch-Waffeln

Oft tauchen Waffeleisen auf Listen mit “unnötigen Haushaltsgeräten” auf. Das kann ich gar nicht verstehen, denn Waffeln sind für uns DIE Alternative, wenn wir am Wochenende Nachmittags Lust auf Süßes verspüren. Irgendwann im letzten Jahr kam mir die Idee, dass man damit auch gut Sauerteig-Reste verwerten kann. Und so habe ich mein Standard-Waffelrezept umgebaut. Dabei haben wir zwei Varianten getestet und für gut befunden. Die eine funktioniert mit fest geführten Sauerteigen wie süßer Starter, Lievito madre und Konsorten, die andere ist für flüssige Sauerteige geeignet. Das Anstellgut sollte dabei aber nicht zu alt sein. Am Besten riecht man daran und wenn es schon nach Aceton riecht, sollte man es lieber nur auffrischen.

Da unaufgefrischter Sauerteig nicht viel Triebkraft hat (und es bei uns bei Süßhunger auch schnell gehen soll) kommt auch ein wenig Backpulver in den Teig. Die Menge ist aber so gering, dass selbst meine bei Backpulver sehr empfindliche Zunge nichts davon schmeckt. Das Rezept lässt sich gut hoch rechnen und so an die angefallene Sauerteig-Menge anpassen. Ein prima Rezept für die Resteverwertung!

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15. August 2020

Piadina

Piadina (1)Wem bei heißen Temperaturen nicht der Sinn danach steht, den Backofen anzuschalten, der hat mein vollstes Verständnis. Auch ich überlege ganz genau, ob und wann ich etwas backe. Meist versuche ich, auf gut gefüllten Brotvorräte im Gefrierschrank zurückzugreifen. Alternativ mag ich aber auch Rezepte, bei denen ich nur eine Pfanne zum Backen brauche.

Die Piadina sind eine Entdeckung des letzten, heißen Sommers. Es sind italienische Pfannen-Fladenbrote. Die Rezepte für den Teig sind mannigfaltig, jede Region soll ihr eigenes Rezept haben. Ich habe Varianten mit Hefe, Hirschhornsalz oder Backpulver gefunden und manchmal kam Schmalz und manchmal kam Olivenöl in den Teig. Die Gemeinsamkeit ist ein fester Teig der auch in der Pfanne nicht allzu sehr aufgeht.

In meiner Variante sorgen Sauerteigreste für einen vielschichtigen Geschmack. Gleichzeitig ist es natürlich eine gute Resteverwertung. Auch bei der Füllung kann man auf Reste zurückgreifen: Mozzarella und Tomate haromieren gut mit einem Rest rotem Tomaten-Pesto und Basilikum, aber auch übrig gebliebener Ruccola kann man z.B. mit gegrilltem Gemüse, Schnittkäse und für Fleischesser Parmaschinken kombinieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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2. April 2020

Dunkler Kirschkuchen mit Brotbröseln

Dunkler Kirschkuchen mit BrotbröselnManchmal ist es doch so eine Sache mit dem Finetuning. Ich hatte mir vor einigen Jahren aus einem Kochbuch (Natürlich backen von Anna Pevny) ein Kuchen-Rezept abgeschrieben, bei dem eine große Menge Semmelbrösel verbraucht wurde. Das Rezept wurde von mir über die Jahre immer weiter verfeinert und als ich es jetzt veröffentlichen wollte, verglich ich es mit dem Ursprungsrezept . Zu meinem Erstaunen habe ich in der Zwischenzeit das Rezept sosehr abgeändert, dass es keinerlei Ähnlichkeiten mit dem Orginal hatte: Viel (!) mehr Schokolade, weniger Zucker, etwas mehr Butter, mehr Semmelbrösel, etwas mehr Mandeln, geänderte Gewürze. Gleich ist nur geblieben, dass es ein Kirschkuchen ist, in dem viele Semmelbrösel stecken. Ansonsten gleicht es in vielen Punkten eher meinem liebsten Möhrchenkuchen. Auch so entstehen manchmal neue Rezepte! Und die neue Kirschkuchen-Version ist schokoladig, saftig-fruchtig und sehr lecker! Und in der aktuellen Zeit ist der Kuchen auf jeden Fall ein Gewinn, denn er wird ganz ohne Mehl gebacken. Weiterlesen

26. Juli 2019

Armer Ritter / French Toast

Armer Ritter French Toast (2)Wie befürchtet waren die ersten beiden Wochen der Sommerferien im Hause “Hefe und mehr” sehr arbeitsreich. Vieles im Haushalt war dadurch liegengeblieben, und so hatte ich den ersten wirklich “freien” Tag dazu genutzt, in der Küche Ordnung zu schaffen.

Um die Mittagszeit knurrte dann der Magen. Im Brottopf versteckten sich noch ein paar Scheiben Zopf, die vom Wochenend-Frühstück übrig geblieben waren. In meinem Kopf blitze ein Bild von langsam in Butter ausgebackenen Brotscheiben auf. Weiterlesen

6. Mai 2016

Brotchips

BrotchipsNicht immer verwandele ich übrig gebliebenes Brot in Semmelbrösel, Ofenschlupfer oder Semmelknödel. Eine weitere gute Methode der Altbrot-Verwertung ist die Herstellung von Brotchips. Sie sind schnell gemacht und eine leckere Knabberei. Am liebsten verwende ich dafür Brötchen, da die Brotchips dann die perfekte Knabber-Größe haben. Besonders gut werden sie, wenn es sich um Mohn- oder Sesambrötchen handelt, da die Saaten den Brotchips ein lecker nussiges Aroma geben.

Man kann sie ganz simpel halten und nur mit etwas Salz würzen, oder man bringt ein wenig mehr Aroma ins Spiel und verwendet Bärlauchsalz oder ein wenig Harissa, um das Öl zu würzen.

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9. Oktober 2015

Semmelknödel

SemmelknödelSchon immer habe ich versucht, so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuwerfen. Und seit ich Brot backe, achte ich noch viel mehr darauf, dass kein Brot verschwendet wird. Natürlich wird manches Mal Brot altbacken oder es bleiben Brötchen übrig. Und dann wird das  Brot getrocknet und später zu Semmelbröseln vermahlen (das geht nicht nur mit der elektrischen Reibe sondern auch im Mixer) und die Brötchen werden in möglichst feine Scheiben geschnitten und eingefroren. Denn seit ich selbstgebackene Brötchen verwende, habe ich nicht mehr das Problem, dass sich meine Knödel im Kochwasser in Wohlgefallen auflösen, wie es bei Knödeln aus gekauften Brötchen öfters der Fall war. Und darum sind Semmelknödel hier immer ein gern gesehenes “Restessen”.

Für ein gutes Gelingen ist es übrigens eine gute Idee, das Brot in dünne Scheiben und nicht in Würfel zu schneiden, da Scheiben eine größere Oberfläche haben und darum die Milch leichter aufnehmen können. Denn nichts zerreißt einen Knödel zuverlässiger, als nicht vollständig gequollene Brotstücke, die dann sich erst beim Kochen mit Wasser vollsaugen und ihr Volumen vervielfachen.

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5. Januar 2014

Ofenschlupfer mit Vanillesoße

OfenschlupferEigendlich müßte ich unser heutiges Mittagessen gar nicht verbloggen, denn mein Rezept für Ofenschlupfer habe ich schon vor mehr als zwei Jahren gepostet. Aber da es sich dabei um mein Lieblings-Resteessen handelt, kann ich nicht oft genug betonen, wie lecker es doch schmeckt! Und da sicher nicht nur bei uns über die Feiertage die eine oder andere Scheibe trockenes Brot angefallen ist, habe ich beschlossen, diesen wenig arbeitsaufwendigen Auflauf nochmal ins Rampenlicht zu schubsen. Und da ich wegen meines heftigens Infekts eh nicht fit genug für anstrengende Brotback-Aktionen bin, kommt so wenigstens was leckeres auf den Tisch (sowohl virtuell als auch real).

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