Tag-Archiv: Weihnachten

27. Dezember 2014

Panettone (reine Sauerteig-Variante)

Panettone (2)

Als ich letztes Jahr meinen Saurteig-Pandoro gebacken habe war mir bereits klar, dass ich im folgenden Jahr an einem Panettone-Rezept basteln würde. Ähnliche wie beim Pandoro würde ich auch hier wieder den Teig in mehreren Stufen aufbauen, so dass sich die Hefen im süßen Starter langsam an Zucker und Fett gewöhnen und der Hauptteig trotz der hohen Zucker- und Buttermenge zügig aufgehen würde. Der süße Starter, den ich für den Pandoro gezogen hatte, wurde währendessen das ganze Jahr über gehegt und gepflegt.

Und so war ich am 23. Dezember bestens für das Panettone-Backen gerüstet. Am 22. hatte ich den Starter schon drei Mal aufgefrischt und er war fit und fidel. So fit und fidel, dass er anstatt der erwarteten drei Stunden sein Volumen bereits in zwei Stunden verdoppelt hatte. Und das Tempo behielt er bei. Auch beim ersten und zweiten Teig konnte ich schon nach neunzig Minuten anstelle der veranschlagten zwei Stunden weiterarbeiten. Der Hauptteig musste aber drei Stunden gehen, komme was wolle, denn ich musste noch einige Erledigungen machen. Wieder zurück wurde der Teig geformt (Susans Tipp mit der eingebutterten Arbeitsfläche und Händen ist Gold wert!) und ich überschlug: ich war zwei Stunden früher dran als veranschlagt. Aber zwölf Stunden würde der Teigling ja wohl brauchen, um sein Volumen zu verdreifachen, oder? Und um sieben Uhr morgens bin ich eh schon wieder auf den Beinen. Weiterlesen

24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten!Liebe Leser,

so langsam nähert sich der Heilige Abend und ich möchte die Zeit nutzen, um euch allen eine schöne und friedliche Weihnachtszeit zu wünschen! Der Liebste und ich werden jetzt noch ein Stückchen Panettonne (das Rezept gibt es in den nächsten Tagen) naschen, bevor wir uns in Richtung Familie auf den Weg machen.

Alles Liebe!

Stefanie

22. Dezember 2014

Weihnachtskranz

Weihnachtskranz

Wisst ihr schon, was ihr an den kommenden Feiertagen zum Frühstück backt? Meine Favoriten für die Feiertage sind die verschiedenen Über-Nacht-Rezepte, bei denen entweder der Teig oder die Teiglinge über Nacht gehen.  Besonders gerne mag ich an solchen Tagen alles, was mit süßem Zopfteig gemacht wird. Und da Butter dazu neigt, den Teig im Kühlschrank sehr fest werden zu lassen und so das Aufgehen des Teiges einschränkt, nehme ich für süße Über-Nacht-Rezepte gerne stattdessen Sahne.

Dieses Wochenende gab es als Generalprobe schon mal den Weihnachtskranz, der über Nacht im Kühlschrank gehen durfte. Durch die Sahne und den süßen Starter wird er besonders fluffig und weich. Wer keinen süße Starter sein eigenen nennt, kann aber auch eine Biga verwenden (das Rezept für die Biga kommt ganz am Ende des Rezepts).Die einzelnen Segmente des Kranzes bestehen dabei aus Teig-“Rosen”, die aus jeweils vier Teigkreisen zusammen gesetzt werden. DIese Idee hatte ich vor einiger Zeit  irgendwo im Netz gesehen, aber die Seite leider nicht abgespeichert. Als besonders Leckerchen habe ich dem Kranz noch mit einer gekochte Zuckerglasur bestrichen, denn die gehört für mich irgendwie auch zum Weihnachtenfrühstück dazu!

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13. Dezember 2014

Weihnachtsmann-Brote

DSC_2740

Mein Eintrag in die Liste für das Weihnachtsbuffet im Labor lautete: Brot (natürlich selbstgebacken). Das war eine einfach Entscheidung. Schwieriger war es dann schon zu entscheiden, welches Brot ich backen würde. Da wir ein international gemischtes Team sind, freuen sich alle immer über landestypische Gerichte. Und so habe ich dem schwäbischen Teil von mir Rechnung getragen und Laugenstangen und Weizenmischbrote gebacken. Da ich ein schlichtes Brot aber langweilig fand, habe ich mich stattdessen für Weihnachtsmann-Brot entschieden, denn der Teig für das Weizenmischbrot ist wirklich für jeden “Unsinn” zu haben. So ähnliche Brote hatte ich schon im Internet gesehen, dort wurden aber die Brote mit Lebensmittelfarbe gefärbt und die Art, wie das Brot geformt wurde, hat mir auch nicht in allen Punkten gefallen. Aber ich hatte bereits eine Idee…

Und das die Idee gut funktioniert hat, verraten die Tatsachen, dass die Brote der wahrscheinlich am häufigsten fotographierte Buffetteil waren und dass eine Kollegin gerne so ein Brot für Heiligabend haben möchte.

Über das Brot selbst muss ich eigendlich nicht mehr viel sagen, oder? Es ist immerhin mein Lieblingsbrot mit seiner lockeren, feinporigen Krume, knusprigen Kruste und dem vielschichtigen Aroma. Damit ist es ein klarer Fall für Michas neuen Dauerblogevent, bei dem sie nach dem unentdeckten Blog Buster (DUBB) sucht.

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11. Dezember 2014

Schokoladen-Kardamom-Sablés

Schokoladen-Kardamom-Sables

Diesen Monat ist wieder ein Rezept von mir in der Mitarbeiterzeitung der Universität zu Köln erschienen. Passend zur Weihnachtszeit sind es dieses Mal Schokoladen-Kardamom-Sablés.

Sable ist französisch und bedeutet “Sand”. Und genauso zart und mürbe sind diese Kekse nach französischem Vorbild. Mit Kakao, Zimt und Kardamom sind die Kekse feinaromatisch. Das besondere Etwas gibt ihnen dabei die zarten Salzkristalle des Fleur de Sels, das einen schönen Kontrast zum süßem Keks bilden.

Bei der Teigherstellung sollte man allerdings zwei Dinge beachten: Zum einen müssen sowohl Butter als auch Eiweiß Raumtemperatur haben , damit der Teig die richtige Konsistenz zum Spritzen erhält, zum anderen darf das Mehl nur untergehoben aber nicht lange gerührt werden, da die Kekse sonst zäh werden.

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24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Frohes Fest

Liebe Leser,

mit diesem Blick aus dem Küchenfenster auf die Engelskirchener Engel, die über der Straße schweben, möchte ich euch ein schönes und harmonisches Weihnachtsfest wünschen!

Alles Liebe,
Stefanie

 

 

 

14. Dezember 2013

Quittensterne mit Tonkabohne

Quittensterne

Es gibt drei Rezepte, die ich jedes Jahr zu Weihnachten backe: Vanillekipferl (mit oder ohne Mandeln), Liebesgrübchen und Linzer Ringe. Diese Plätzchen haben Tradition, da gibt es keine Diskussionen!

Aber jedes Jahr backe ich noch zwei, drei oder vier anderen Sorten Weihnachtsplätzchen. Und eines der Rezepte, die ich dieses Jahr ausprobiert habe, sind meine Quittensterne. Es ist eine spontane Abwandlung meines liebesten Linzer Ringe-Rezeptes, mit Quittengeleefüllung und ein paar geriebenen Mandeln und einem Hauch von Tonkabohne im Teig. Bei Tonkabohnen bin ich immer zurückhaltend, sie sind lecker, haben aber auch ein sehr intensives Aroma.

Meine spontane Eingebung habe ich nicht bereut, denn die Kombination von Mandel, Quitte und Tonkabohne schmeckt sehr fein!

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6. Januar 2013

Dreikönigskuchen

Dreikönigskuchen

Ein Anziehungspunkt in Köln ist der Schrein der heiligen drei Könige im Kölner Dom. Wie die heiligen drei Könige nach Köln gekommen ist, ist dabei keine sehr nette Geschichte. Immerhin waren sie ein Stück Kriegsbeute, das nach der Eroberung von Mailand nach Köln geschafft wurde. Schon Mittelalter wurde Köln dadurch zu einem Anziehungspunkt für Pilger, und so gedachte man den heiligen drei Könige in dieser Zeit nicht nur an einen, sondern an direkt vier Tagen.

Einen Dreikönigskuchen wie man ihn in der Schweiz bäckt, kennt man hier allerdings nicht. Bei Claudia habe ich ihn entdeckt und musste erstmal einmal ein wenig mehr dazu lesen. Dabei erfuhr ich, dass der Brauch mit dem Königskuchen in der Schweiz erst in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wiederbelebt wurde, heute aber in der ganzen Schweiz verbreitet ist.

Ein Dreikönigskuchen wird aus süßem Hefeteig in Form einer Blüte gebacken. In ihm wird ein kleines Porzellanfigürchen, eine Bohne oder auch eine Mandel versteckt. Wer diese findet, der wird König für einen Tag. Das ist, wie ich finde, ein netter Brauch.

Bei meinem Dreikönigskuchen habe ich als Basis einen süßen Zopfteig gewählt. Der Orangensaft im Teig gibt ihm eine frische Note, und gleichzeitig wirkt das Vitamin C positiv auf die Glutenentwicklung. Der Lievito madre gibt dem Teig etwas zusätliches Aroma und mehr Triebkraft.

Der Dreikönigskuchen hat uns sehr gut geschmeckt, süss und fluffig, genau das Richtige für das Sonntags-Frühstück.

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25. Dezember 2012

Brötchen -Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum-Brötchenkranz

Wie versprochen kommt jetzt auch noch das Rezept für den Brötchenkranz in Tannenbaum-Form.

Brötchenkränze sind an Festtagen immer eine feine Sache, jeder kann sich das Brötchen abbrechen, das er gerne mag.Zur Weihnachtszeit finde ich es besonders hübsch, wenn die Brötchen nicht als Kreis sondern als Tannenbaum angeordnet werden. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich diese Art des Tannenbaums zuerst gesehen habe. Zuerst dachte ich, ich hätte ihn bei Yeastspotting entdeckt, doch da konnte ich ihn nicht finden. In der Google-Bildersuche habe ich einige dieser Weihnachtsbäume gefunden. Wer mir die ursprüngliche Inspiration geliefert hat? Ich kann es nicht sagen. Aber die Idee ist einfach toll!

Als Teig habe, mal wieder, eine Übernacht-Variante gewählt. Die Brötchen waren dadurch lecker aromatisch, mit einer wollig-weichen Krume.

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24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten

Frohe WeihnachtenNachdem der 24. Dezember bisher etwas trubeliger als geplant verlaufen ist, muss das geplante Rezept für einen gebackenen Tannenbaum bis morgen warten.

Auf dem Foto ist ein Ausschnitt des gestrigen Einpack-Chaos zu sehen.  Das ist inzwischen auch wieder aufgeräumt und ich kann, um mit Reinhard Mey zu sprechen, sagen: “…ich hab dem Baum in Ständer, die Geschenke eingehüllt, alle Karten abgeschickt, kurz, alle Pflichten sind erfüllt…” Die gemütliche Zeit kann also kommen. Smiley

Lieber Leser, ich wünsche euch allen eine friedliche und entspannte Weihnachtszeit!